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Streit um Fluglärm am BER: Schon 1998 waren Flugrouten klar

Ein brisanter Archivfund sorgt für neuen Diskussionsstoff im Streit um den Fluglärmschutz am neuen Berliner Flughafen BER.

Ein brisanter Archivfund sorgt für neuen Diskussionsstoff im Streit um den Fluglärmschutz am neuen Berliner Flughafen BER.

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dapd

Berlin -

Das geht aus einem Protokoll vom 5. Oktober 1998 hervor, das die Bürgerinitiative Kleinmachnow am Donnerstag vorlegte. In dem Dokument wird eine Sitzung von Verantwortlichen der Projektplanungsgesellschaft (PPS) unter Leitung ihres damaligen Chefs Götz Herberg protokolliert. Danach übte die PPS offenbar indirekt Druck auf die Deutsche Flugsicherung aus, es bei den geraden Flugrouten zu belassen. Die abknickenden Flugrouten, über die seit September 2010 diskutiert wird, lösten im weiten Umfeld des Flughafens heftige Proteste aus. Denn damit wurde klar, dass weitaus mehr Menschen von Fluglärm betroffen sind, als bislang angenommen.

Die BI-Beauftragten machten den Fund nach eigenen Angaben im Zentralarchiv des Flughafens. Die Akteneinsicht hatte sie gerichtlich durchgesetzt. Die Flughafengesellschaft ließ sie aber erst nach Androhung von 10.000 Euro Zwangsgeld mit der Suche beginnen.


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