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Tag der Architektur 2013: Mach auf dein Haus

2011 wollte das Projekt „Treffpunkt Ernst-Reuter-Platz“ den Verkehrsknotenpunkt attraktiver machen. Zum Tag der Architektur wird das Projekt nochmals vor Ort präsentiert (Führung Sa 15 und 17, So 15 Uhr, Treff Mittelinsel).

2011 wollte das Projekt „Treffpunkt Ernst-Reuter-Platz“ den Verkehrsknotenpunkt attraktiver machen. Zum Tag der Architektur wird das Projekt nochmals vor Ort präsentiert (Führung Sa 15 und 17, So 15 Uhr, Treff Mittelinsel).

Foto:

MALV/H.G. Rudat

Berlin -

Sogar im oberpfälzischen Tirschenreuth steht an diesem Wochenende die Baukunst im Zentrum, mit einer Brücke in der bayrischen Landesgartenschau. Bundesweit wird wieder der Tag der Architektur, in Berlin und Brandenburg sogar gleich das Wochenende der Architektur begangen. Allein in Berlin stellen schon mehr als 80 Bauherren, Baufirmen und Architekten Häuser, Architekturbüros und Baustellen vor.

Man kann sich über den Ernst-Reuter-Platz führen lassen und dort den Zusammenklang von International Style der Nachkriegszeit und neuem Bauen erleben, barrierefreie Wohnungen und Bürobauten erproben – in einer alternden Gesellschaft zentrales Thema der Planung – das Bauen der Frauen in Berlin erkunden, sogar ein Baumhaus oder ein als Taubenhaus bezeichnetes, utopisches Gebilde auf dem Dach erforschen.

Die neue Schule für Sozialwesen wird geöffnet, die aussieht, als sei sie in den Goldenen Zwanzigern entworfen worden, ökologische Siedlungshäuser in der „Strohballensiedlung“ und restaurierte Siedlungshäuser in der Preußensiedlung locken zur Debatte. Zwar sind wieder viele Projekte aus der Innenstadt vertreten, aber auch so manches aus den Randbezirken.

Auch im Land Brandenburg fällt die Konzentration der Projekte zwischen Berlin und Brandenburg, also im klassischen Speckgürtel auf. Vieles aber ist auch in der Lausitz entstanden, was vielleicht auf eine besondere Konjunktur hier hindeutet.

Im Brandenburger Programm verspricht etwa der bunte Eltern-Kind-Treffpunkt in Oranienburg neue Erlebnisse, nicht sehr weit entfernt von dem kargen, eindrucksvollen Gedenkort für das Klinkerwerk – ein Außenstandort des einstigen Konzentrationslagers Sachsenhausen, der nicht zuletzt als Ort der schwulen Leidensgeschichte berüchtigt wurde.

Zu besichtigen sind auch die luftige Glashalle der Landesgartenschau in Prenzlau oder der fast schon pathetische Wiederaufbau der großen Scheune in Golzow. Und neben Wohnbauten aus Stein und aus Holz gibt es da auch den Umbau eines früheren DDR-Schulgebäudes in Cottbus zu einer an der Klassischen Moderne der 1920er-Jahre orientierten, kraftvoll farbigen Komposition.