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Telediskos in Berlin: Die kleinsten Clubs der Welt

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Disko in der Telefonzelle: Hier wird man garantiert nicht angetanzt.

Foto:

Berliner Zeitung/ Paulus Ponizak

Viele denken ja, Telefonzellen braucht  heutzutage kein Mensch mehr. Die Berliner Firma Teledisko hingegen hat mehrere  dieser gelben Häuschen gekauft und dann zu  Miniclubs umgebaut –  entstanden sind die vielleicht kleinsten  Tanzlokale der Welt, inklusive Diskokugel, Strobolicht und Nebelmaschine. Wie tanzt es sich dort? Wir haben das für Sie getestet.

Wo kann man die umgebauten Telefonhäuschen finden?
Bisher gibt es laut Betreiber drei sogenannte Telediskos in Berlin. Eine steht auf dem RAW-Gelände (Revaler Straße 99) und ist zu jeder Tageszeit  zugänglich.  Die zweite steht auf dem Gelände des Clubs Kater Blau (Holzmarktstraße 25) und ist nur dann in Betrieb, wenn auch der Club geöffnet hat. Der dritte Miniclub ist mobil und für Partys oder Firmenfeiern jederzeit buchbar unter:
www.teledisko.com

Wie funktioniert  die Teledisko?
Ganz einfach: Bevor man die wahrscheinlich  kleinste Disko der Welt betreten kann, muss man  mindestens zwei Euro bereit  halten. Dann gibt man am Display an, welches Lied man hören will. Erst dann öffnet sich die Tür, man geht rein, schließt die Tür, die Musik ertönt. Und das ziemlich laut. Während die Musik läuft, kann man die Nebelmaschine, die Diskokugel oder das Strobolicht per Knopfdruck betätigen.  Wenn es einem zu laut ist, kann man jederzeit die Kabine verlassen.

Welche Lieder stehen zur Auswahl?
In fast jeder Stilrichtung ist Musik vorhanden: von ABBA bis Metallica, von Madonna bis Britney Spears.  Es gibt keine Klassik-Musik,  kein Free Jazz und auch kein Death Metal. Wie gesagt, es ist eine Disko.

Wie viele Menschen passen in die Teledisko?
Maximal vier kleinere Menschen.

Kann man drinnen tanzen?
Ja, natürlich. Pirouetten drehen  wird aber schwierig.

Ist das alles?

Nein, natürlich nicht. Denn die Teledisko ist nicht nur ein Miniclub, sondern auch ein Fotoautomat. Zahlt man zwei Euro extra, kann man den Foto-Knopf drücken, in die Kamera schauen und  vier  Fotos mit nach Hause nehmen.  Für weitere zwei Euro wird alles von der Kamera als Video aufgezeichnet. Hinterher wird unter  Angabe der E-Mail-Adresse ein Download-Link zur Verfügung gestellt.

Fazit!?

In Wirklichkeit ist die Teledisko der vielleicht lauteste Fotoautomat der Welt, den kein Mensch unbedingt braucht, der aber auch keineswegs stört.