blz_logo12,9

Tempelhofer Feld: Ein Dachgarten für Tempelhof

Die Terrasse zur schönen Aussicht: Die Computersimulation zeigt, wie das Dach des Flughafengebäudes in Tempelhof bis 2019 gestaltet werden könnte.

Die Terrasse zur schönen Aussicht: Die Computersimulation zeigt, wie das Dach des Flughafengebäudes in Tempelhof bis 2019 gestaltet werden könnte.

Foto:

Tempelhof Projekt Gmbh, Roswag Architekten

Berliner und Besucher der Stadt sollen künftig einen spektakulären Blick auf das Tempelhofer Feld werfen und sich zugleich besser über die Geschichte des Ortes informieren können. Auf dem ehemaligen Flughafengebäude ist eine Dachterrasse geplant. Außerdem soll über die komplette Länge des denkmalgeschützten Bauwerks – insgesamt rund 1,3 Kilometer – ein überdachter Gang als Geschichtsgalerie entstehen.

Der Senat hat beschlossen, rund 22 Millionen Euro für den entsprechenden Ausbau des stillgelegten Airports zur Verfügung zu stellen. Das Geld soll aus Mitteln des Bundes und des Landes Berlin kommen, sagte am Mittwoch der Sprecher der Tempelhof Projekt GmbH, Martin Pallgen. Die landeseigene Gesellschaft ist für den stillgelegten Flughafen zuständig.

Ziel des Ausbaues ist, den Flughafen für Besucher attraktiver zu machen. Zwar besichtigten im vergangenen Jahr 33.000 Menschen das Flughafengebäude bei geführten Touren. Dennoch wirkt das Bauwerk in seiner Monumentalität nach außen eher verschlossen.

Durch die Einrichtung der Geschichtsmeile und durch den geplanten Umzug des Alliiertenmuseums soll das Flughafengebäude „ein ganz besonderer Ort für zeitgeschichtlich interessierte Besucher“ werden, wirbt die Tempelhof Projekt GmbH in einer Broschüre.

Größtes Baudenkmal Europas

Der Umzug des Alliiertenmuseums von Dahlem nach Tempelhof wird laut Sprecher Pallgen ab 2017 erwartet. Die Mittel dafür kommen vom Bund. Mit den jetzt vom Senat beschlossenen 22 Millionen Euro soll auch ein Infopoint für die Besucher errichtet werden. Er ist in dem ehemaligen Offiziershotel der US-Army am Platz der Luftbrücke/Ecke Columbiadamm geplant. Darüber hinaus soll ein Wegeleitsystem entstehen, damit sich die Besucher im größten Baudenkmal Europas nicht verlaufen. Weitere Mittel des Bundes wurden für den Ausbau des Gebäudeteils „Kopfbau West“ am Tempelhofer Damm beantragt.

Die obersten zwei Geschosse und der dort stehende Tower sollen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden; aus dem Tower werden die Besucher den besten Blick auf das ehemalige Flugfeld haben.

nächste Seite Seite 1 von 2