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Überfall in Schöneberg: Transsexueller antisemitisch beleidigt

Berlin -

Zwei Unbekannte haben in Schöneberg offenbar einen Transsexuellen überfallen. Nach Angaben der Polizei beleidigten sie ihn am Mittwochmorgen zudem schwulenfeindlich und antisemitisch. Der für die Verfolgung politisch motivierter Straftaten zuständige polizeiliche Staatsschutz übernahm deshalb die Ermittlungen.

Den Beamten gab der 30-Jährige zu Protokoll, dass ihn die beiden Männer gegen 6.30 Uhr in der Meraner Straße mit „schwule Judensau“ beleidigt hätten, als er in hebräischer Sprache betete. Sie hätten ihn geschubst, so dass er stürzte und seine Tasche fallen ließ, gab der aus Litauen stammende Mann zu Protokoll. Die Täter hätten seine Tasche, seinen Ausweis und Geld geraubt und seien geflüchtet. Von einem Kiosk aus rief der Mann die Polizei an. Der Überfallene beschrieb die Täter als 17- bis 18-jährig, dunkel gekleidet und arabisch sprechend. Sie seien in Richtung Bayerischer Platz geflüchtet. Zeugen der Tat gibt es nicht.

Nach Angaben der Polizisten vor Ort „stand der Geschädigte bei Anzeigenerstattung unter Alkoholeinfluss“. Der 30-Jährige erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen und wollte sich selbst in ärztliche Behandlung begeben.