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Ausbau der M 5: Eine Straßenbahn zum Hauptbahnhof als Weihnachtsgeschenk

Die Tramtrasse zum Hauptbahnhof wird noch in diesem Jahr fertiggestellt.

Die Tramtrasse zum Hauptbahnhof wird noch in diesem Jahr fertiggestellt.

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imago stock&people

Berlin -

Am dritten Advent soll es so weit sein. Wenn alles gut geht, bekommt Berlin kurz vor Weihnachten eine neue Straßenbahnstrecke – und der Hauptbahnhof endlich den anfangs für 2002 versprochenen Anschluss ans Tram-Netz. „Der erste Abschnitt der Neubaustrecke in der Invalidenstraße soll zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember in Betrieb gehen“, sagte ein Projektbeteiligter der Berliner Zeitung. Es könnte sein, dass die ersten Züge sogar ein oder zwei Tage früher fahren. Das hänge davon ab, wann die Senatspolitiker Zeit für die Eröffnungsfeier haben.

Der erste Abschnitt der 2,1 Kilometer langen Neubaustrecke beginnt an der Kreuzung Invaliden-/ Chausseestraße und endet in einer Gleisschleife, die über die Straße Alt-Moabit führt. Dort verkehren zunächst Bahnen der Linie M 5, die in Hohenschönhausen beginnt und derzeit am Hackeschen Markt endet. Durch die Verlängerung über die ehemalige DDR-Grenze hinweg wächst die Strecke auf stattliche 17,2 Kilometer. Eingesetzt werden 40 Meter lange Züge vom neuen Typ Flexity, hieß es bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Tagsüber fahren sie alle zehn Minuten, es gibt auch Nachtverkehr, so die Planer.

Ostabschnitt erst 2015 fertig

Vor dem Hauptbahnhof entsteht derzeit nach den Plänen des Architekturbüros Gruber + Popp eine Haltestelle, bei der geschwungene Stahlbetonschalen die Bahnsteige überdachen. Vor allem von diesem Teilprojekt hängt es ab, ob die Strecke wirklich zum dritten Advent fertig wird. „Das ist eine anspruchsvolle Konstruktion. Wir werden sehen, ob das alles gut über die Bühne geht“, sagte ein Straßenbahner.

Die geplante Streckeneröffnung markiert auch das Ende des langwierigen Invalidenstraßen-Umbaus, der viele Autofahrer genervt hat. Auf dem Teilstück westlich der Chausseestraße müssen nun fast nur noch die Vorgärten auf der Nordseite hergerichtet werden.

Östlich der Chausseestraße dauern die Einschränkungen dagegen noch bis Mitte 2015 an, so der Senat. So lange müssen sich auch die Nutzer der Linien M 8 und M 10 gedulden, bis die Bahnen über die heutige Endstelle am Nordbahnhof hinaus weiter in Richtung Westen fahren können. Dann bekommen große Teile von Prenzlauer Berg und Mitte eine neue bequeme Direktverbindung zum Hauptbahnhof.



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