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S-Bahn-Schulungsfahrten eingestellt: Nur noch Lüftungsfahrten zum BER

Die S-Bahn hat die Lokführer-Schulungsfahrten zum BER eingestellt.

Die S-Bahn hat die Lokführer-Schulungsfahrten zum BER eingestellt.

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imago stock&people

Die S-Bahner haben keine Lust mehr. Weil immer noch nicht absehbar ist, wann der BER in Schönefeld eröffnet wird, wird vorerst kein Fahrpersonal mehr für die Neubaustrecke zum Flughafen geschult. Das teilte S-Bahn-Chef Peter Buchner der Berliner Zeitung mit. „Solange wir nicht wissen, wie lange die Eröffnung des Flughafens noch auf sich warten lässt, gibt es dort keine Streckenkenntnisfahrten mehr.“ Die Ausbildungsfahrten zum menschenleeren Bahnhof unter dem BER sind eingestellt worden.

Bislang wurden die rund tausend Lokführer, die für die S-Bahn unterwegs sind, regelmäßig auf die 8,6 Kilometer lange Strecke geschickt. Sie sollten sich dort über die Besonderheiten der Bahntrasse, die in einem 2,7 Kilometer langen Tunnel unter dem BER-Terminal endet, informieren – und zwar nicht nur einmal, sondern zum Teil alle sechs Monate.

Doch diese Leerzugfahrten hätten Fahrzeuge und Personal gebunden, sagte der S-Bahn-Chef. Darum habe man sich entschieden, die Streckenkenntnisfahrten erst einmal einzustellen. Erst wenn sich abzeichne, wann der neue Flughafen BER fertig wird, sollen sie wieder aufgenommen werden, hieß es.

Finanzspritze erst Freitag Thema

Auch nach dieser Entscheidung fahren weiterhin S-Bahnen zum künftigen Flughafenbahnhof – allerdings aus einem anderen Grund. „Die sogenannten Belüftungsfahrten werden weitergeführt“, sagte Buchner. Sie dienen dazu, Fahrtwind zu erzeugen, damit die Anlagen im Tunnel nicht feucht werden und rosten.

Wie berichtet hat der Flughafen-Aufsichtsrat am Montag grünes Licht für eine weitere Finanzspritze für den BER gegeben. Berlin, Brandenburg und der Bund sollen weitere 1,1 Milliarden Euro beisteuern. Ursprünglich sollte der Haushaltsausschuss des Bundestags am Mittwoch darüber sprechen – und eine rund 80 Millionen Euro umfassende Tranche aus der vorangegangen Finanzspritze freigeben. Doch das Gremium vertagte die Beratung. Für Freitag sei eine Sondersitzung anberaumt worden, hieß es. (mit dpa)



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