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Videoüberwachung in Berlin: Berliner S-Bahn plant keine Kameras in Zügen

Hinweis zur Videoüberwachung in Berliner U-Bahnhöfen.

Hinweis zur Videoüberwachung in Berliner U-Bahnhöfen.

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imago/Martin Müller

In S-Bahnzügen in Berlin wird es zunächst weiterhin keine Videoüberwachung geben. Eine entsprechende Umrüstung der alten Wagen mit Kameras sei nicht geplant, teilten die S-Bahn und die Senatsverwaltung für Verkehr am Montag mit. Bei den neuen Zügen, die ab 2021 schrittweise zum Einsatz kommen sollen, sei Videoüberwachung in der Ausschreibung aber vorgesehen. Während die BVG in Berlin alle U-Bahnhöfe sowie Busse und Bahnen mit Kameras überwacht, hat die S-Bahn bisher nur welche auf Bahnhöfen installiert. Sie dienen aber nur der Abfertigung der Züge.

Speicherfrist ausdehnen

Innensenator Frank Henkel (CDU) erwägt, die Speicherfrist für Videoaufnahmen im öffentlichen Nahverkehr zu verlängern. Derzeit werden sie nach 48 Stunden gelöscht. Frauen erstatteten aber oft erst mehrere Tage nach einem Sexualdelikt Anzeige, begründete Henkel laut Innenverwaltung.

Die Speicherfristen auszuweiten, sei kein Problem, hieß es bei BVG und S-Bahn. Dafür müsse es allerdings eine entsprechende Änderung des Datenschutzgesetzes geben. Derzeit könnten die Verkehrsbetriebe der Polizei häufig nicht helfen, weil angefragte Daten bereits gelöscht worden seien. (dpa)