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Volksbegehren für Berliner Flughafen: Volksbegehren pro Tegel braucht noch viele Unterschriften

Die Sonne geht hinter dem Flughafen Tegel in Berlin unter. 2018 soll der Flughafen endgültig schließen.

Die Sonne geht hinter dem Flughafen Tegel in Berlin unter. 2018 soll der Flughafen endgültig schließen.

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dpa

Noch ist das Ziel nicht wirklich in Sicht. 20.000 Unterschriften werden benötigt, damit ein Volksbegehren für die Offenhaltung des Flughafens Tegel beantragt werden kann. „Bislang konnten wir 7000 bis 8000 Unterschriften sammeln“, teilte Marcel Luthe, Mitglied der Initiative „Berlin braucht Tegel“ und FDP-Politiker in Wilmersdorf, am Donnerstag mit. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die nötige Zahl bis Mitte Februar erreicht wird.

Wenn der BER in Schönefeld öffnet, soll der letzte Flughafen im Stadtgebiet spätestens ein halbes Jahr danach schließen – nach jetzigem Stand also 2018. Dabei könnte Tegel den BER ergänzen und entlasten, entgegnet „Tegel bleibt offen“. In dem Text, mit dem die Initiative das Volksbegehren beantragen will, heißt es: „Der Senat wird aufgefordert, sofort die Schließungsabsichten aufzugeben und alle Maßnahmen einzuleiten, die erforderlich sind, um den unbefristeten Fortbetrieb des Flughafens Tegel als Verkehrsflughafen zu sichern.“ Die Unterschriftenliste ist unter www.berlin-braucht-tegel.de verfügbar.

Wohnkosten in Reinickendorf würden steigen

Selbst im Bezirk Reinickendorf, wo Anlieger über Fluglärm klagen, sei die Resonanz gut, so Luthe. Viele wüssten die niedrigen Mieten zu schätzen. Die Wohnkosten würden steigen, wenn der Airport schließt: „Er verhindert die Gentrifizierung von Reinickendorf-Süd.“

Als „unsinnig und unseriös“ bezeichnet dagegen die Bürgerinitiative gegen das Luftkreuz auf Stadtflughäfen die Kampagne. „Sie ignoriert vollständig die Schließungsgründe“, hielt ihr Sprecher Rolf-Roland Bley der FDP entgegen. Im Schließungsbescheid werde betont, dass die Anlieger vor gesundheitsgefährdenden Lärm- und Schadstoffbelastungen geschützt werden sollen. Tegel habe viele Gefahrenpotenziale. So würde täglich Kerosin durch Wohngebiete befördert – nach der jüngsten Zahl bis zu 1,7 Millionen Liter pro Tag.



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