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Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf: Aktbilder doch noch zu sehen?

Susanne Schüffel, Künstlerin

Susanne Schüffel, Künstlerin

Foto:

privat

Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf sucht jetzt eine schnelle und einvernehmliche Lösung im Streit um die verbotenen Aktzeichnungen der Künstlerin Susanne Schüffel. Wie berichtet, sollten die Bilder aus Rücksicht auf Muslime nicht in der Volkshochschule gezeigt werden.

Die Berliner Künstlerin musste sechs ihrer etwa 50 Zeichnungen vor der Ausstellungseröffnung am Sonnabend auf Anweisung des stellvertretenden Volkshochschulleiters Gotthard Hänisch wieder abnehmen. Muslimische Frauen, die an der Volkshochschule Deutsch lernen, könnten durch die Aktzeichnungen unangenehm berührt werden, erfuhr die Künstlerin als Begründung. Sie spricht von Zensur.

Kulturstadträtin Juliane Witt (Linke) sagte am Wochenende: „Dieser Schritt, der einerseits die Gefühle der muslimischen Frauen nicht verletzten wollte, hat nun zu Recht das Bild der künstlerischen Freiheit verletzt.“ Von beiden Seiten sei nun „ein Aufeinanderzugehen“ nötig.

„Sicher können wir die sechs umstrittenen Bilder an einem geeigneten Ort in der Volkshochschule so präsentieren, dass deren Hängung weder die muslimischen Frauen“ störe „noch die Kunstpräsentation“ einschränke, erklärte die Kulturstadträtin. Am Montag will sie einen Termin mit der Künstlerin vereinbaren.


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