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Waffenfund in Wohnung: Razzia bei Berliner Neonazi Arnulf Priem

Es war nicht die erste Razzia bei Arnulf Priem: 1994 wurde der Neonazi abgeführt, nachdem Journalisten aus seiner Wohnung heraus mit Zwillen und Katapulten beschossen worden waren.

Es war nicht die erste Razzia bei Arnulf Priem: 1994 wurde der Neonazi abgeführt, nachdem Journalisten aus seiner Wohnung heraus mit Zwillen und Katapulten beschossen worden waren.

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dpa

Berlin -

Beamte eines Spezialeinsatzkommandos hatten bei ihm unter anderem zwei scharfe Maschinenpistolen, einen Revolver sowie beschlagnahmten zwei Luftdruck-Pistolen und eine Softair-Waffe gefunden.

Ein Nachbar von Priem hatte Anzeige bei der Polizei erstattet, weil dieser ihn am 28. Mai mit einer Schusswaffe bedroht haben soll. Der Bedrohte 44-Jährige gab an, Angst vor dem  Rechtsextremisten zu haben, weil dieser im Besitz mindestens einer Schusswaffe sei. Nach einer vorübergehenden Festnahme kam Priem wieder auf freien Fuß.

Arnulf Priem galt bis zu seiner Verurteilung wegen Waffen- und Sprengstofffunden im Jahr 1995 als einer der einflussreichsten Neonazi-Führer in der Bundesrepublik. In Freiburg hatte er in den 70er-Jahren die neonazistische „Kampfgruppe Priem“ gegründet und fiel wiederholt wegen Waffendelikten auf.