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Wechsel für 150 Millionen Euro: Eigentümer verkauft Kunsthaus Tacheles

Das Tacheles-Gebäude ist verkauft vom bisherigen Eigentümer, der Jagdfeld-Gruppe, verkauft worden.

Das Tacheles-Gebäude ist verkauft vom bisherigen Eigentümer, der Jagdfeld-Gruppe, verkauft worden.

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dpa

Berlin -

Nach jahrelanger Ungewissheit über die Zukunft des ehemaligen Kunsthauses Tacheles sind die Weichen für die Gestaltung des Areals im Bezirk Mitte gestellt. Ein mit der Firma Perella Weinberg Real Estate (PWRE) verbundener Fonds hat das rund 25.300 Quadratmeter große Gelände mit den Gebäuden Friedrichstraße 112a und b und die als ehemaliges Kunsthaus Tacheles bekannten Reste der Friedrichstraßen-Passage erworben.

Das teilte der Finanzdienstleiter Perella Weinberg Partners (PWP) am Donnerstag mit. Nachdem das Areal seit mehreren Jahren weitgehend ungenutzt sei, wolle der neue Eigentümer „nun eine attraktive Neubebauung mit verschiedenen Nutzungen“ verwirklichen.

Ende des "Dornröschenschlafs"

„Wir freuen uns, dass wir das Gelände aus dem Dornröschenschlaf holen und hier ein neues Kapitel beginnen können, um einen weiteren Anziehungspunkt in Berlins Mitte zu schaffen“, sagte Léon Bressler von PWRE. „Wir sind überzeugt vom Potenzial der deutschen Hauptstadt und möchten mit dem Projekt einen Teil der Berliner Innenstadt aktiv mitgestalten.“

Geplant ist, dass die Häuser auf dem Areal saniert werden. Außerdem sollen weitere Wohn- und Geschäftshäuser neu errichtet werden. Für das ehemalige Kunsthaus ist eine kulturelle Nutzung vorgesehen. Die Gespräche befänden sich noch am Anfang, heißt es in der Mitteilung.

Wilde Geschichte

Das Tacheles hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Glück brachte das Areal seinen bisherigen Besitzern jedoch nicht. Das dort errichtete Kaufhaus „Friedrichstraßenpassagen“ ging 1908, kurz nach seiner Eröffnung, in Konkurs. Zu DDR-Zeiten sollte der Bau abgerissen werden.

Doch dazu kam es nicht. 1990 besetzte ihn eine Künstlerinitiative, das Kulturhaus Tacheles entstand. 1998 kaufte die Fundus-Gruppe das Gelände, für das geplante „Quartier am Johannishof“ fand sie aber keine Investoren. Seit 2008 wird das Haus zwangsverwaltet; die Künstler wurden im Jahr 2012 geräumt. Die Zwangsversteigerung wurde danach immer wieder verschoben.



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