Meteorologisch geht das alte Jahr so zu Ende wie es begann: wenig winterlich. Am Silvestertag werden Höchstwerte von acht Grad erreicht, in der Nacht sinken die Werte dann auf fünf Grad plus. Regen gibt es, wenn überhaupt, nur vereinzelt. Auch am 1. Januar wird es ähnlich. „Acht Grad sind schon recht mild für diese Jahreszeit“, sagt Meteorologe Stefan Zender vom privaten Wetterdienst Wetterkontor. Außergewöhnlich für unsere Breiten seien solche Werte aber nicht: „In Mitteleuropa ist viel möglich.“ So seien am 31. Dezember 2006 Höchstwerte von 10,6 Grad gemessen worden, am Silvestertag 1978 herrschten eisige minus 15,3 Grad.
Pünktlich zum Nikolaustag fiel am Morgen in der Hauptstadt Schnee.
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Eine Schneefrau steht am Dienstag (11.12.12) auf dem Pariser Platz vor der Botschaft von Frankreich. Der Deutsche Wetterdienst erwartet am Dienstag vor allem im Süden und Osten im Tiefland etwas, im Bergland mäßigen Schneefall. Dort bestehe im Zusammenhang mit stürmischen Böen die Gefahr von Schneeverwehungen.
Foto: dapdMild wird nicht nur Silvester: Auch das gesamte Jahr 2012 geht als etwas zu warm in die Statistik ein. Neun von zwölf Monaten lagen deutlich über dem durchschnittlichen Mittelwert (siehe Grafik), besonders aus dem Rahmen fiel der März. „Der war aber nicht nur zu warm, sondern auch viel zu trocken und sehr sonnenreich“, sagt Zender.
Alles in allem sei das Jahr ziemlich durchwachsen gewesen, der Winter war arm an Schnee und wurde erst gegen Ende frostig. Der Frühling startete schön, der April war dann so, wie es von ihm erwartet wird – er bot von allem etwas. Der Mai wiederum sei „ganz nett“, gewesen, so Meteorologe Zender. Der Sommer kam schlecht in die Gänge, gab sich zunächst kühl und niederschlagsreich und war gegen Ende, also im Juli und August, noch mal ganz schön. Schön waren auch September und Oktober, sie boten quasi einen verlängerten Sommer.
Zwei Tage vor Weihnachten fing es am Samstag in Berlin noch einmal kräftig zu schneien an - die Berliner stapften tapfer durch das Schneegestöber und erledigten ihre letzten Weihnachtsaufgaben.
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Barfuß an der Isar in der bayerischen Hauptstadt – ein sehr seltenes Wintervergnügen.
Foto: dapdDeutlich aus dem Rahmen fiel Weihnachten – mit Höchstwerten von 12,7 Grad geht der 25. Dezember 2012 als viertwärmster Tag in der letzten Dezember-Dekade in die Statistik ein. „Seit 1948 gab es nur drei Tage, an denen es Ende Dezember wärmer war.“ Rekordhalter war 1977, als am 24. Dezember in Berlin 16 Grad gemessen wurden. Wärmer als dieses Jahr war es auch 1989 (14,5 Grad am 21. Dezember) und 1994 (12,9 Grad am 29. Dezember).
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