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Wissenschaftsstaatssekretär Knut Nevermann geht : Sandra Scheeres wollte einen jüngeren Staatssekretär

Die Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres (SPD).

Die Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres (SPD).

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dpa

Berlin -

Der am Donnerstag bekannt gewordene Rücktritt von Wissenschaftsstaatssekretär Knut Nevermann hat im Senat für Überraschung gesorgt. Wie aus Koalitionskreisen zu erfahren war, zieht sich der hoch angesehene Fachpolitiker auf Wunsch von Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) zurück. Bereits am Freitag wurde der bald 71-Jährige verabschiedet. Scheeres begründete ihren Schritt damit, sie wolle den Posten mit einem Jüngeren besetzen, hieß es. Sie wolle ein über die Abgeordnetenhauswahl 2016 hinausgehendes Signal setzen. Die Entscheidung sei einvernehmlich mit Nevermann getroffen worden, erklärte ihr Sprecher Thorsten Metter auf Anfrage.

Neuer Staatssekretär wird Steffen Krach (35), der bereits in der Wissenschaftsverwaltung tätig und zuletzt Leiter der Bund-Länder-Koordinierungsstelle in der SPD-Bundestagsfraktion war. „Nevermann hat eine hervorragende Arbeit gemacht. Aber auch Krach ist als erfahrener Wissenschaftspolitiker ein Gewinn“, sagte Lars Oberg (SPD).

Überraschend zu diesem Zeitpunkt

An der Charité hat ebenfalls niemand mit dem Ausscheiden Nevermanns zu diesem Zeitpunkt gerechnet. Nevermann sei dabei gewesen, eine Veränderung der Vorstandsstruktur in dem Uniklinikum vorzubereiten, sagte Christoph Berndt, Chef des Fakultätspersonalrates. „Diese plötzliche Personalie zeigt, dass politische Absichtserklärungen uns nicht aus der Verantwortung entlassen, anstehende Aufgaben selbst in Angriff zu nehmen“, sagte er. Dies gelte auch für die Neuwahl eines Dekans durch den Fakultätsrat am kommenden Montag, die nach dem Rücktritt von Annette Grüters-Kieslich erforderlich geworden ist.

Überlegt wird, die Amtszeit des Dekans auf zwei Jahre zu befristen, damit der Vorstand dann neu strukturiert werden kann. Eine Möglichkeit wäre, dem Vorstandsvorsitzenden auch die Aufgaben des Dekans zu übertragen, der für die Wissenschaft zuständig ist. Für das Amt des Dekans kandidieren Axel Pries, Leiter des Instituts für Physiologie sowie der Chef der Neuropathologie Frank Heppner Frank Heppner. Antreten will auch der Chef der Promotionskommission Jörg-Wilhelm Oestmann, obwohl er nicht auf der Kandidatenliste steht.


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