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Wohnen in Berlin: Wo in der Hauptstadt bald günstige Mietwohnungen entstehen

Berlin wächst – und braucht dehalb rund 20.000 neue Wohnungen pro Jahr. Während bisher vor allem private Unternehmen neue Wohnungen im oberen Preissegment errichteten, steigen jetzt mehr und mehr die landeseigenen Wohnungsunternehmen in den Neubau ein. Sie bieten zumindest einen Teil der Wohnungen für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen an.

Im vergangenen Jahr haben die sechs landeseigenen Unternehmen 1296 Wohnungen fertiggestellt, wie eine Umfrage der Berliner Zeitung ergab. Zugleich wurde mit dem Bau von rund 3000 Wohnungen begonnen. In diesem Jahr wollen die Landesunternehmen 1527 Wohnungen fertigstellen. Zugleich soll aber mit dem Bau von 6054 Wohnungen begonnen werden. Das entspricht einer Verdopplung im Vergleich zum Jahr 2015. In der Regel dauert es ein bis zwei Jahre, bis ein Wohnhaus fertiggestellt ist.

Kostenloser Baugrund

Für eine spürbare Entlastung auf dem Wohnungsmarkt werden die landeseigenen Unternehmen also erst in den nächsten Jahren sorgen. Einen Teil der Wohnungen errichten sie auf Grundstücken, die sie vom Land Berlin kostenlos erhalten haben.

Die Howoge geht beim Neubau voran. Sie hat im vergangenen Jahr 650 Wohnungen fertiggestellt – die meisten davon in den Treskow-Höfen in Karlshorst. Außerdem wurde mit dem Bau von mehr als 800 Wohnungen begonnen. In diesem Jahr will die Howoge den Bau von vier Projekten mit 457 Wohnungen abschließen. Eines davon ist der Gärtnerhof mit 172 Wohnungen, die zwischen Gärtnerstraße und Große-Leege-Straße in Alt-Hohenschönhausen entstehen.

Der Gärtnerhof ist als Quartier für alle Generationen konzipiert. Die Größe der Wohnungen variiert zwischen 36 und 97 Quadratmetern. Bei der Howoge sollen 30 Prozent der Wohnungen zu einer durchschnittlichen Miete von 6,50 Euro je Quadratmeter (kalt) errichtet werden. Das ist die durchschnittliche Miete in Sozialwohnungen. Sie stehen Mietern mit einem Wohnberechtigungsschein offen. Der Anteil der preisgünstigen Wohnungen bei den landeseigenen Unternehmen ist im Wohnraumversorgungsgesetz festgeschrieben, das im neuen Jahr in Kraft getreten ist. Danach sollen die landeseigenen Unternehmen sicherstellen, dass 30 Prozent der Wohnungen mit Fördermitteln entstehen, also als Sozialwohnungen.

Die Degewo, das größte landeseigene Unternehmen, hat im vergangenen Jahr 250 Wohnungen fertiggestellt und will in diesem Jahr den Bau von 299 Wohnungen beenden. 104 Wohnungen entstehen in der Graun-/Ecke Gleimstraße am Mauerpark. Die Stadt und Land will 226 Wohnungen in diesem Jahr fertigstellen. 124 davon entstehen am Bruno-Bürgel-Weg in Treptow-Köpenick. Ebenfalls in diesem Jahr will die Gesobau 245 Wohnungen fertigstellen. Die Gewobag möchte 207 Wohnungen übergeben, und die Wohnungsbaugesellschaft Mitte plant die Fertigstellung von 93 Wohnungen. Die Stadt und Land will in diesem Jahr den Bau von 1493 Wohnungen starten – so viele wie bei keinem anderen landeseigenen Unternehmen.



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