Berlin. Zum ersten Mal seit vier Jahren hält Berlin 2012 wieder die EU-Richtlinie zur Feinstaubbelastung ein. Berichten der «taz» (Samstag) und des «Tagesspiegels» (Sonntag) zufolge wurde der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft bis zum vergangenen Freitag an maximal 30 Tagen überschritten. Dieser Tagesmittelwert darf nach EU-Regeln nicht öfter als 35 Mal im Jahr überschritten werden.
Die schlechtesten Werte stammten von der Messstelle in der Silbersteinstraße in Neukölln, es folgten der Mariendorfer Damm und der Hardenbergplatz vor dem Bahnhof Zoo. Spitzenwerte werden regelmäßig in der Silvesternacht gemessen.
Zuletzt hatte Berlin die Feinstaubgrenze im Jahr 2008 eingehalten. Als Ursache für die verbesserte Luft sieht die Senatsumweltverwaltung laut «taz» das Fahrverbot für Dieselfahrzeuge ohne Rußpartikelfilter innerhalb des S-Bahn-Rings. Ohne die Umweltzone in diesem Bereich wäre die Feinstaubbelastung demnach um sieben Prozent höher gewesen.
Die verbesserte Bilanz sei aber auch den wenigen windstillen Wintertagen zu verdanken, an denen die Luft meist besonders schlecht ist, hieß es im «Tagesspiegel». (dpa/bb)
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