Festspielleiter Dieter Kosslick hatte vor der Eröffnung alle Hände voll zu tun. Foto: dapd
Festspielleiter Dieter Kosslick hatte vor der Eröffnung alle Hände voll zu tun. Foto: dapd
Berlin –
Eröffnung der Filmfestspiele mit viel Prominenz im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz
Den ersten Jubel dieser Berlinale bekam einer zu hören, der wohl nicht damit gerechnet hatte: Sir Christopher Lee, in Ehren ergrauter Vampirfilmveteran, wurde am Donnerstagabend von den 1 600 Gästen der Eröffnungsgala im Berlinale-Palast gefeiert. Dabei ist Lee sogar wegen einer in den Augen der Festivalleitung ziemlich lästigen Konkurrenzveranstaltung, der Gala „Cinema for Peace“ am kommenden Montag, angereist. Aber so etwas wird verziehen, wenn jemand durch seine Anwesenheit die Prominentendichte der Filmfestspiele erhöht.
Die deutsche Schauspielerin Diane Kruger erschien auf dem roten Tepprich am Potsdamer Platz mit einer Atem beraubenden Abendrobe.
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Im ersten Wettbewerbsbeitrag "Les adieux à la Reine", zu deutsch "Leb wohl, meine Königin" spielt sie die Hauptrolle der Marie Antoinette.
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Weitere Gäste waren die deutsch-türkische Schauspielerin Sibel Kekilli...
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... US-Schauspieler Jake Gyllenhaal...
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...der Frauenschwarm wird bei der diesjährigen Berlinale als Juror wirken...
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...Schauspielerin Karoline Herfurth...
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...die beiden Schauspielerinnen Hannah Herzsprung (l.) und Anna Maria Mühe...
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...Schauspieler Florian Lukas, der bei der Berlinale im Film "Don - the King is back" neben Shah Rukh Khan zu sehen ist...
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...Charlotte Gainsbourg (spielte zuletzt in "Melancholia")...
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...Schauspielerin Hannelore Elsner...
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...Schauspielerin Nina Hoss, die bei der Berlinale in dem Film "Barbara" in der Hauptrolle zu sehen ist...
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...die Schauspielerin, Sängerin, Autorin und Fernsehmoderatorin Heike Makatsch...
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... der britische Schauspieler Christopher Lee (spielte zuletzt in "Hugo Cabret")...
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...er kam zur Berlinale zusammen mit seiner Frau Birgit Lee...
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... Schauspielerin Barbara Sukowa, die über die Vergabe der Amnesty-Filmpreises mit entscheiden wird, und der französische Regisseur Francois Ozon, der in die Wettbewerbsjury der 62. Berlinale einberufen ist...
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...Schauspielerin Natalia Wörner...
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...Schauspielerin Julia Jentsch (spielte zuletzt in "Die Summe meiner einzelnen Teile")...
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...Schauspielerin Christiane Paul (spielte zuletzt in "Ein mörderisches Geschäft")...
...Schauspieler Jürgen Vogel mit seiner Freundin Michelle Gornick...
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...Schauspieler Clemens Schick mit Begleitung...
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...Schauspieler Jürgen Prochnow mit seiner Freundin Birgit Stein...
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...Regisseur Rosa von Praunheim (r) mit Begleitung...
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...der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit mit seinem Lebensgefährten Jörg Kubicki...
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...Schauspieler Armin Rhode...
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...der Us-amerikanische Schauspieler Matthew Modine mit Begleitung...
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...Schauspielerin Loretta Stern...
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...die französische Schauspielerin Léa Seydoux, die auf der Berlinale im Film "Leb' wohl, meine Königin" zu sehen ist...
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...die österreichische Schauspielerin Nora von Waldstätten...
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...Schauspieler Tom Schilling...
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...Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader...
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...Schauspieler Mario Adorf mit seiner Frau Monique...
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... der Berlinale Direktor Dieter Kosslick mit Moderatorin und Komikerin Anke Engelke...
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...Anke Engelke moderierte den Abend in einem eigenwilligen schwarz-gelben Kleid von Hugo...
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...Schauspieler Thomas Kretschmann mit seiner Freundin Brittany Rice...
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...der Jury Präsident Mike Leigh...
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...der niederländische Regisseur und Berlinale-Jurymitglied Anton Corbijn...
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...Schauspielerin Virginie Ledoyen zusammen mit Dieter Kosslick, dem Leiter der Internationalen Festspiele Berlin...
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... die Schauspielerin Virginie Ledoyen ist auf der Berlinale ebenfalls in dem Film "Leb' wohl, meine Königin" zu sehen...
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.. eine schöner als die andere: die Schauspielerinnen Virginie Ledoyen (v.l.), Lea Seydoux und Diane Kruger.
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...Schauspielerin Iris Berben...
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...Schauspielerin Sandra Hüller...
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...Schauspielerin Inka Friedrich...
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... die Schauspieler Thomas Heinze und Nina Kronjäger...
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...Regisseur Volker Schlöndorff...
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... und natürlich jede Menge Fotografen und Journalisten...
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...sowie Schaulustige...
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...nochmal die Berlinale-Jury Anton Corbijn, Charlotte Gainsbourg, Mike Leigh, Asghar Farhadi, Boualem Sansal, Barbara Sukowa, Francois Ozon und Jake Gyllenhaal.
Am Donnerstag Abend wurde die 62. Berlinale mit dem Kostümfilm "Leb' wohl, meine Königin!" eröffnet - und die Jagd auf die Bären-Trophäen kann beginnen. Beim größten Publikumsfestival der Welt werden nicht allein Filme gezeigt, sondern auch viele Stars erwartet, die über den Roten Teppich am Potsdamer Platz schreiten. Zugleich feiert das Studio Babelsberg seinen 100. Geburtstag.
Für die war ansonsten die aus Deutschland stammende und in Paris lebende Hollywoodschauspielerin Diane Kruger („Inglourious Basterds“) als Star des Eröffnungsfilms „Leb wohl, meine Königin“ von Regisseur Benoit Jacquot zuständig. Und natürlich die in diesem Jahr wieder sehr berühmt besetzte Jury, zu der neben Präsident Mike Leigh auch Charlotte Gainsbourg, Jake Gyllenhaal und Barbara Sukowa gehören. Gyllenhaal entriss Moderatorin Anke Engelke bei der Vorstellung der Jury plötzlich das Mikro. Sie hatte vorher ganz ernsthaft erklärt, dass alle dessen Namen falsch aussprechen und die angeblich korrekte, irgendwie an Norwegen erinnernde Version geliefert. Gyllenhaal klang danach ein wenig verzweifelt: „Ich arbeite so hart daran, dass die Leute meinen Namen richtig aussprechen. Und sie zerstören das komplett!“
Am Eröffnungstag gab erst einmal die Jury eine Pressekonferenz...
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... und präsentierte sich der Fotografenschar. Von links nach rechts: der niederländische Fotograf und Filmemacher Anton Corbijn, der iranische Regisseur Asghar Farhadi, US-Schauspieler Jake Gyllenhaal, die französische Darstellerin Charlotte Gainsbourg, Jury-Präsident Mike Leigh, Schauspielerin Barbara Sukowa, der französische Regisseur Francois Ozon und der algerische Schriftsteller Boualem Sansal
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Jury-Präsident Mike Leigh sagte, er schätze „den Geist, der hier herrscht“. Das ungemüdliche Wetter findet er sogar gut. Leigh: "Das eint die Leute.“
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Jake Gyllenhaal gab zu, „ganz aufgeregt“ zu sein und erklärte dies auch mit Verweis auf Festivalleiter Dieter Kosslick. „Es ist schwer, mit Dieter zusammen zu sein und nicht aufgeregt zu sein, denn er ist ständig aufgeregt.“
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Auch Charlotte Gainsbourg war die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. Sie misst nach eigener Aussage dem Urteil von Schauspiel-Kollegen große Bedeutung bei - zur Berlinale muss sie selber urteilen.
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Lea Seydoux, Diane Kruger und Virginie Ledoyen (v.l.n.r.) im Blitzlichtgewitter. Die Schauspielerinnen sind am Abend im Eröffnungsfilm „Les adieux à la Reine“ („Leb' wohl, meine Königin“) auf der Leinwand zu sehen...
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... Das Historiendrama um den Anfang der Französischen Revolution bekam bei der Pressevorführung am Donnerstag nur verhaltenen Applaus.
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Virginie Ledoyen, bekannt aus "The Beach" mit Leonardo DiCaprio, spielt in „Les adieux à la Reine“ die Herzogin Gabrielle de Polignac.
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Diane Kruger mimt in dem Film von Regisseur Benoît Jacquot Königin Marie Antoinette.
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Lea Seydoux ist in der spanisch-französischen Produktion als königliche VorleserinSidonie Laborde.
Der erste Berlinale-Tag brachte ungemütliches Winterwetter mit. Stören dürften das niemanden groß, denn die Musik spielt bei der Berlinale bekanntlich drinnen - der Film sowie.
Während Kulturstaatsminister Bernd Neumann seine Ansprache nutzte, um die Berlinale in typischem Politikerton zu preisen („Nirgendwo sind Kino, Politik und Weltoffenheit derart beispielhaft vereint.“) und ansonsten „solidarische Grüße“ nach Syrien und anderswo zu senden, lieferte der Regierende Bürgermeister ein Bekenntnis. Klaus Wowereit erzählte, dass er sich voriges Jahr wegen der Berlinale in den Wahlkampf gestürzt hat: „Ich habe hart dafür gearbeitet, dass ich heute wieder hier stehen kann.“
Regisseur Rosa von Praunheim gehört zu den Stammgästen des Eröffnungsabends und hat es dieses Jahr, in dem er 70 Jahre alt wird, mit seinem Film über Comic-Künstler Ralf König sogar ins Berlinale-Panorama geschafft. Deshalb gewann bei der Auswahl seiner traditionell schrillen Abendgarderobe dann auch ein weißer, mit Comics von Ralf König bedruckter Anzug. Allerdings nur knapp gegen ein Affenkostüm: „Es wird während der Berlinale sicher noch eine Gelegenheit geben, auch das zu tragen.“ Hannelore Elsner ist während der kompletten Festspiele in der Stadt. Sie nutzt diese Gelegenheit der Branchenballung für Termine mit Regisseuren und eine Kostümprobe. Ihr junger Kollege Robert Stadlober dürfte sie beneiden: „Eigentlich mache ich gern in dieser Zeit Urlaub, um möglichst viel von der Berlinale zu haben.“ Diesmal hat es nicht geklappt: Schon am Sonntag muss er zu Theaterproben nach Hamburg. Bruno Ganz huschte diesmal unerkannt mit tief ins Gesicht gezogener Wollmütze in den Berlinale-Palast. Armin Rohde teilte auf Anfrage gern ein Geheimnis seiner alle Jahre wieder guten Berlinale-Konstitution: „Immer dreimal so viel Wasser trinken wie Alkohol!“
Schon am Vorabend der Berlinale hatte Schauspielerin Alexandra Kamp Jurymitglied Jake Gyllenhaal bei einer Party (auf der Charlotte Gainsbourg vor einem nicht sehr aufmerksam lauschenden Publikum sang) in Augenschein nehmen können. Und mal wieder festgestellt, dass dieses Hollywoodpersonal ja eher im Kompaktformat daherkommt. Oder wie sie das ausdrückt: „… auch nicht höher als’ne Parkuhr …“.
Vor der Eröffnungsgala sorgte übrigens die Nachricht einer PR-Agentur für Verwirrung, die lautete: „Natalia Wörner und Susanne Lothar tragen Natascha Muellerschoen bei der Eröffnung der 62. Berlinale“. Wobei es sich dann aber doch nicht um zwei Damen handelte, die eine dritte über den Teppich schleppen, sondern um den Hinweis auf die Designerin der Kleider von Wörner & Lothar.
Inhalt: Was geht in einem Mann vor, der nur noch 24 Stunden zu leben hat? Der franko-senegalesische Regisseur Alain Gomis begleitet einen solchen Menschen durch dessen letzten Tag. Der amerikanische Schauspieler, Sänger und Dichter Saul Williams spielt die Hauptrolle. Gedreht wurde in Yembeul, einem Vorort der senegalesischen Hauptstadt Dakar.
Foto: Mabeye Deme
A moi seule (Coming Home), Frankreich 2011, R: Frédéric Videau, D: Agathe Bonitzer, Reda Kateb
Inhalt: Der zweite Film des französischen Regisseurs Frédéric Videau ist als „tour de force“ angekündigt. Erzählt wird die verstörende, aber zugleich lichte Geschichte eines jungen Mädchens, das entführt und gefangen gehalten wurde und nun sein Leben sowie sein Verhältnis zur Welt neu bestimmen muss. Agathe Bonitzer spielt die Hauptrolle.
Foto: Les Films Hatari
Cesare deve morire (Caesar Must Die), Italien 2011, R: Paolo & Vittorio Taviani, D: Cosimo Rega, Salvatore Striano
Inhalt: Mit ihrem neuen Film überschreiten die italienischen Brüder Paolo und Vittorio Taviani die Grenzen zwischen Dokumentation und Spielfilm. Es geht um einen Workshop: Ein Regisseur inszeniert mit den Insassen eines Gefängnisses Stücke von Shakespeare. Der Film zeigt Proben, eine öffentliche Aufführung und widmet sich einzelnen Gefangenen.
Foto: Umberto Montiroli
Barbara, Deutschland 2012, R: Christian Petzold, D: Nina Hoss, Ronald Zehrfeld
Inhalt: Die DDR im Sommer 1980: Die Ärztin Barbara hat einen Ausreiseantrag gestellt. Nun wird sie strafversetzt, aus der Hauptstadt in die Provinz. Jörg, ihr Geliebter aus dem Westen, arbeitet an der Organisation ihrer Flucht. Barbara wartet, weitab von allem. – Wiederum spielt Nina Hoss die Hauptrolle im neuen Film des deutschen Regisseurs Christian Petzold.
Foto: Hans Fromm/Piffl Medien
Dictado (Childish Games), Spanien 2011, R: Antonio Chavarrías, D: Juan Diego Botto, Bárbara Lennie
Inhalt: Der Film des Spaniers Antonio Chavarrías handelt von Daniel, der unerwartet Besuch von einem alten Freund bekommt. Der möchte ihm seine kleine Tochter vorstellen. Noch am selben Abend bringt sich der Freund um. Von nun an lebt das Mädchen bei Daniel und dessen Frau. Doch die Präsens des Kindes provoziert Ängste und Erinnerungen.
Inhalt: Im Film des griechisch-kolumbianischen Regisseurs Spiros Stathoulopouloshe geht es um Rituale, Spiritualität, Abgründe und Zeichen. Ein junger Mönch gerät in Versuchung, als er einer Nonne begegnet. Beide beginnen, miteinander zu kommunizieren, etwa indem sie mit Hilfe von Sonnenlicht und Spiegeln Signale von einem Kloster zum anderen senden.
Inhalt: Der philippinische Regisseur Brillante Mendoza ist einer der prägnantesten realistischen Autorenfilmer des Weltkinos. Sein neuer Film spielt auf den Philippinen und erzählt von einer französischen Entwicklungshelferin, die gemeinsam mit anderen Westlern von muslimischen Extremisten entführt wird. Isabelle Huppert spielt die Hauptrolle.
Foto: Berlinale
L'enfant d'en haut (Sister), Schweiz/Frankreich 2011, R: Ursula Meier, D: Léa Seydoux, Kacey Mottet Klein
Inhalt: Die Schweizer Regisseurin Ursula Meier ist hierzu- lande noch nicht sehr bekannt. Das dürfte sich ändern. In Meiers neuem Film geht es um den zwölfjährigen Simon, der mit seiner Mutter Louise allein lebt. Louise ist noch sehr jung und verlangt von ihrem Sohn, dass er sich als ihr jüngerer Bruder ausgibt. Doch auch Simon hat Geheimnisse.
Foto: Roger Arpajou
Jayne Mansfield's Car, Russische Föderation/USA 2011, R: Billy Bob Thornton, D: Billy Bob Thornton, Kevin Bacon
Inhalt:Billy Bob Thornton zeigt in seiner neuen Regiearbeit, wie zwei ungleiche Familien kollidieren. Eine Frau verlässt in den 1940er-Jahren Mann und Kinder, um mit ihrer neuen Liebe nach Großbritannien zu ziehen. Als sie dreißig Jahre später stirbt und in ihrer amerikanischen Heimat beerdigt werden soll, treffen die beiden Familien zum ersten Mal aufeinander
Foto: Van Redin
Was bleibt (Home For The Weekend), Deutschland 2012, R: Hans-Christian Schmid, D: Lars Eidinger, Corinna Harfouch
Inhalt: Der deutsche Regisseur Hans-Christian Schmid erzählt die Geschichte einer gutbürgerlichen Familie, die auseinanderbricht. Auf Wunsch seiner Mutter fährt Marko (Lars Eidinger), der seit Jahren in Berlin lebt, zu seinen Eltern (Corinna Harfouch, Ernst Stötzner) aufs Land. Doch seine Hoffnung auf ein ruhiges Wochenende im Kreis der Familie erfüllt sich nicht.
Foto: Gerald von Fopris, 23/5 Filmproduktion GmbH
Tabu, Portugal/Deutschland/Brasilien/Frankreich 2012, R: Miguel Gomes, D: Teresa Madruga, Laura Soveral
Inhalt: Der Regisseur Miguel Gomes ist Portugiese. Sein neuer und dritter Film ist in einem Apartment in Lissabon angesiedelt, in dem eine alte Dame, ihre Haushälterin und ein sozial engagierter Mann hausen. Irgendwann begibt sich der Film in die Vergangenheit der alten Dame – in ein Afrika, wie man es aus Abenteuerfilmen kennt.
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Kebun binatang (Postcards From The Zoo), Indonesien/Deutschland/Hongkong/China 2012, R: Edwin, D: Ladya Cheryl, Nicholas Saputra
Inhalt: Die Regiearbeit von Edwin ist der erste Film aus Indonesien, der im Berlinale-Wettbewerb zu sehen ist. Es geht darin um ein kleines Mädchen, das vom Vater im Zoo ausgesetzt wird. Umgeben von Tieren, Grenzen und den Geräuschen einer gezähmten Wildnis wächst Lana hier auf. Als sie sich verliebt, verlässt sie den Zoo. Und fragt sich: Wo ist Zuhause?
Foto: Sony Seniawan
Bai lu yuan (White Deer Plain), China 2011, R: Wang Quan'an, D: Zhang Fengyi, Zhang Yuqi, Wu Gang
Inhalt: Der Chinese Quan’an Wang gewann 2007 mit „Tuyas Hochzeit“ den Goldenen Bären. Seine neue Regiearbeit „Bai lu yuan“ ist die Verfilmung des lange verbotenenen, gleichnamigen Romans von Chen Zhongshi. Hier geht es um zwei Großbauernfamilien nach der Zeitenwende 1912, als das chinesische Kaiserreich seinem Ende entgegensieht.
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Csak a szél (Just The Wind), Ungarn/Deutschland/Frankreich 2012, R: Bence Fliegauf, D: Lajos Sárkány, Katalin Toldi
Inhalt: Mit Dramen wie „Dealer“ und „Womb“ hat sich der ungarische Regisseur Benedek „Bence“ Fliegauf im Arthouse-Kino etabliert. Sein neuester Film, „Just the Wind“, basiert auf wahren Ereignissen und widmet sich einem aktuellen sozialen Problem in Ungarn. Im Mittelpunkt steht eine Zigeunerfamilie, die von einer rassistischen Gang terrorisiert wird.
Inhalt: Hammerfest liegt am äußersten nordwestlichen Zipfel von Norwegen am Polarmeer. Hierhin hat es ein deutsches Ehepaar mit seinem Sohn verschlagen. Niels arbeitet als Ingenieur in der größten europäischen Erdgasverflüssigungsanlage auf einer kleinen Insel vor Hammerfest. Maria ist mit ihm gegangen, um ihm seinen Karrieresprung nicht zu versperren. Sie haben sich an die fremde, manchmal irreal erscheinende Welt der Nachtschattenspiele offenbar gut angepasst. Eines Tages wird Maria jedoch auf ihrer Heimfahrt in einen Unfall verwickelt. Außerstande sich der Situation zu stellen, rast sie in Panik nach Hause.
Foto: Alamode Film/Jakoub Bejnarowicz
En Kongelig Affære (A Royal Affair/Die Königin und der Leibarzt), Dänemark/Tschechische Republik/Schweden/ Deutschland 2012, R: Nikolaj Arcel, D: Mads Mikkelsen, Alicia Vikander
Inhalt: Das Historiendrama des dänischen Regisseurs Nikolaj Arcel erzählt vom Dreiecksverhältnis zwischen der dänischen Königin Caroline Mathilde, ihrem wahnsinnigen Mann, König Christian VII., und dem deutschen Arzt Johann F. Struensee, das die dänische Monarchie im 18. Jahrhundert in eine schwere Krise stürzte. Mads Mikkelsen spielt den Arzt.
Foto: Jiri Hanzl
Rebelle (War Witch), Kanada 2012, R: Kim Nguyen, D: Rachel Mwanza, Alain Bastien
Inhalt: Der kanadische Regisseur Kim Nguyen erzählt in seinem neuen Film eine tragische Liebesgeschichte unter Kindersoldaten. In der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa erwartet die 14-jährige Komona ein Kind. Unter ihren Mitkämpfern findet sie keinen Anschluss. Nur mit einem gleichaltrigen Magier fühlt sie sich verbunden.
Les adieux à la Reine (Leb wohl, meine Königin), Frankreich/Spanien 2011, R: Benoït Jacquot, D: Léa Seydoux, Diane Kruger
Inhalt: Das französische Revolutionsdrama mit Diane Kruger als Königin Marie Antoinette eröffnet die Berlinale. Der Film von Benoît Jacquot schildert die ersten Tage der Französischen Revolution im Juli 1789 aus der Sicht der Diener im Schloss von Versailles. Das Leben der Königin endete im Oktober 1793 auf dem Schafott.
Anton Corbijn ist ein renommierter niederländischer Fotograf, Designer und Filmemacher. Mit dem Film „Control“ über den Sänger Ian Curtis der britischen Band Joy Division gab er sein Regiedebüt. 2010 folgte sein Thriller „The American“ mit George Clooney. Demnächst verfilmt er John Le Carrés „A Most Wanted Man“.
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Asghar Farhadi gewann 2011 mit „Nader und Simin“ den Goldenen Bären der Berlinale. Der Film wurde danach bei 22 weiteren internationalen Filmfestivals ausgezeichnet und ist nun für den Oscar nominiert. 2009 erhielt der iranische Regisseur bereits für „Alles über Elly“ den Silbernen Bären für die Beste Regie.
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Charlotte Gainsbourg stand schon als Teenager vor der Kamera. Die französisch-britische Schauspielerin arbeitete mit Regisseuren wie Agnès Varda, den Brüdern Taviani, Jacques Doillon und Lars von Trier. Charlotte Gainsbourg ist auch als Sängerin bekannt und hat kürzlich ihr viertes Studioalbum veröffentlicht.
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Jake Gyllenhaal wurde für seine ergreifende Darstellung des schwulen Jack in Ang Lees „Brokeback Mountain“ (2005, Goldener Löwe von Venedig) für den Oscar nominiert. Zuletzt war der Hollywood-Star in dem Thriller „Source Code“ und in der Komödie „Love and other Drugs – Nebenwirkung inklusive“ (2010) zu sehen.
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François Ozon gab mit „Sitcom“ (1998) sein Kinodebüt. 2002 feierte der französische Regisseur und Drehbuchautor bei der Berlinale mit der Musical-Komödie „8 Frauen“´seinen internationalen Durchbruch. Im Berlinale-Wettbewerb war er 2007 erneut mit dem Drama „Angel“ sowie 2009 mit „Ricky“ vertreten.
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Boualem Sansal war als Volkswirt im algerischen Industrie-Ministerium tätig, bevor 1999 in Paris sein preisgekrönter Debütroman „Der Schwur des Barbaren“ veröffentlicht wurde. 2008 erschien sein Roman „Das Dorf des Deutschen“. 2011 wurde Sansal mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
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Barbara Sukowa wurde von Rainer Werner Fassbinder für das Kino entdeckt. Zu den neueren deutschen Filmen der Schauspielerin zählen „Hierankl“ (2003) und „Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen“. Ende der 1980er begann die in New York lebende Sukowa außerdem eine Karriere als Sängerin.
Mike Leigh ist Jury-Präsident. Er zählt zu den herausragenden Regisseuren des Autorenkinos und hat mehr als 20 Spielfilme inszeniert. Leigh zeigt wirklichkeitsnahe, teils auch humorvolle Porträts der britischen Gesellschaft, etwa in „Lügen und Geheimnisse“ (1996), „Vera Drake“ (2004) oder „Another Year“ (2011).
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Tickets gibt es täglich von 10 bis 20 Uhr in den Arkaden am Potsdamer Platz, im Kino International und im Haus der Berliner Festspiele.
Der Kartenvorverkauf findet jeweils drei Tage im Voraus, für die Wettbewerbswiederholungen vier Tage im Voraus statt. Am Tag der Vorstellung sind Eintrittskarten nur an den Tageskassen der Kinos erhältlich.
Die Tickets kosten zwischen 8 und 12 Euro (Wettbewerb), am Kinotag (19.2., VVK ab 6.2.) 6 Euro. Schüler, Studenten, Behinderte, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Inhaber des Berlinpasses und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst bekommen an den Tageskassen 50 Prozent Ermäßigung.
Ein begrenztes Kontingent an Eintrittskarten ist online buchbar. Die Bezahlung, zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 1,50 € pro Karte, erfolgt über Kreditkarte. mehr...