Sie spielt die Marie Antoinette in "Leb wohl, meine Königin!": Diane Kruger auf dem roten Teppich am Potsdamer Platz. Foto: dapd
Sie spielt die Marie Antoinette in "Leb wohl, meine Königin!": Diane Kruger auf dem roten Teppich am Potsdamer Platz. Foto: dapd
Benoît Jacquots neuester Film „Les adieux à la Reine!“ mit Diane Kruger als Marie Antoinette eröffnet die 62. Berlinale. Jacquot ist einer der vielseitigsten und eigenwilligsten Regisseure des französischen Films. Mit uns sprach er über historische Authentizität und den Reiz von Versailles.
Monsieur Jacquot, Ihr Film gehört einem Genre an, das es in Frankreich kaum noch gibt: dem Kostümfilm. Warum wagen sich heute so wenig Regisseure daran?
Es liegt nicht an den Regisseuren. Die Produzenten sind ungeheuer misstrauisch, weil Historienfilme teuer sind und angeblich kaum Zuschauer in die Kinos locken. Tatsächlich ist das Genre zu einer Domäne des Fernsehens geworden. Ein realistisch denkender Regisseur tut also schlecht daran, sich für einen historischen Stoff zu interessieren. Bei Kinoproduzenten stößt man sofort auf eine reflexhafte Ablehnung. Aber das Sparen ist schließlich deren Metier.
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Allerdings haben Sie in den letzten zwei Jahrzehnten auffallend viele Kostümfilme gedreht: Seit „Sade“ ist das eine Konstante in Ihrem Werk.
Schon als junger Cinéphiler bin ich mit Vorliebe in historische Filme gegangen. Einige, wie Fritz Langs „Das Schloss im Schatten“ mit Stewart Granger, bedeuten mir noch heute eminent viel. Als ich selbst Regisseur wurde, hatte ich selbstverständlich den brennenden Wunsch, mich in dieser Disziplin zu versuchen. Die meisten Kostümfilme habe ich jedoch fürs Fernsehen gedreht. Mittlerweile scheint sich das Blatt zu wenden. Seit ein, zwei Jahren wenden sich die französischen Sender wieder verstärkt Gegenwartsstoffen zu. Vielleicht führt das ja zu einer Renaissance im Kino.
Sie spielt die Marie Antoinette in "Leb wohl, meine Königin!": Diane Kruger auf dem roten Teppich am Potsdamer Platz. Foto: dapd
Sie spielt die Marie Antoinette in "Leb wohl, meine Königin!": Diane Kruger auf dem roten Teppich am Potsdamer Platz. Foto: dapd
War „Leb wohl, meine Königin!“ ein langgehegtes Projekt? Die Romanvorlage von Chantal Thomas ist mehr als ein Jahrzehnt alt.
Ich bekam das Buch durch Zufall in die Hände und spürte sofort, dass das ein idealer Stoff für mich ist. Für einige Zeit habe ich das Projekt ernsthaft verfolgt. Aber mir war klar, dass es sehr kompliziert werden würde; aus den Gründen, die ich Ihnen schilderte. Dass der Roman einen bedeutenden Literaturpreis, den „Prix Femina“, gewonnen hat, war kein überzeugendes Argument. Jahre später bekam ich dann einen Anruf von einem mir unbekannten Produzenten, Jean-Pierre Guérin, der die Rechte erworben und sofort an mich gedacht hatte. Bezeichnenderweise hatte er bislang nur fürs Fernsehen gearbeitet.
Was genau hat Sie an dem Roman gereizt?
Die Eleganz, mit der Chantal Thomas ihre Perspektive einhält. Die Handlung ist auf einen Ort – Versailles – und einen kurzen Zeitraum – die Tage vom 14. bis zum 16. Juli 1789 – konzentriert. Diese drei Tage, in denen in Frankreich alles umstürzt und eine Gesellschaft untergeht wie ein leckgeschlagener Ozeandampfer, werden aus der Sicht einer Vorleserin von Marie Antoinette geschildert. Der Film zeigt nur den Ausschnitt der Revolution, den sie unmittelbar miterlebt. Ihre Hoffnungen, Träume und Ängste sind das Brennglas, unter dem wir alles betrachten.
Die deutsche Schauspielerin Diane Kruger erschien auf dem roten Tepprich am Potsdamer Platz mit einer Atem beraubenden Abendrobe.
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Im ersten Wettbewerbsbeitrag "Les adieux à la Reine", zu deutsch "Leb wohl, meine Königin" spielt sie die Hauptrolle der Marie Antoinette.
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Weitere Gäste waren die deutsch-türkische Schauspielerin Sibel Kekilli...
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... US-Schauspieler Jake Gyllenhaal...
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...der Frauenschwarm wird bei der diesjährigen Berlinale als Juror wirken...
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...Schauspielerin Karoline Herfurth...
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...die beiden Schauspielerinnen Hannah Herzsprung (l.) und Anna Maria Mühe...
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...Schauspieler Florian Lukas, der bei der Berlinale im Film "Don - the King is back" neben Shah Rukh Khan zu sehen ist...
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...Charlotte Gainsbourg (spielte zuletzt in "Melancholia")...
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...Schauspielerin Hannelore Elsner...
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...Schauspielerin Nina Hoss, die bei der Berlinale in dem Film "Barbara" in der Hauptrolle zu sehen ist...
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...die Schauspielerin, Sängerin, Autorin und Fernsehmoderatorin Heike Makatsch...
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... der britische Schauspieler Christopher Lee (spielte zuletzt in "Hugo Cabret")...
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...er kam zur Berlinale zusammen mit seiner Frau Birgit Lee...
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... Schauspielerin Barbara Sukowa, die über die Vergabe der Amnesty-Filmpreises mit entscheiden wird, und der französische Regisseur Francois Ozon, der in die Wettbewerbsjury der 62. Berlinale einberufen ist...
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...Schauspielerin Natalia Wörner...
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...Schauspielerin Julia Jentsch (spielte zuletzt in "Die Summe meiner einzelnen Teile")...
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...Schauspielerin Christiane Paul (spielte zuletzt in "Ein mörderisches Geschäft")...
...Schauspieler Jürgen Vogel mit seiner Freundin Michelle Gornick...
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...Schauspieler Clemens Schick mit Begleitung...
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...Schauspieler Jürgen Prochnow mit seiner Freundin Birgit Stein...
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...Regisseur Rosa von Praunheim (r) mit Begleitung...
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...der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit mit seinem Lebensgefährten Jörg Kubicki...
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...Schauspieler Armin Rhode...
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...der Us-amerikanische Schauspieler Matthew Modine mit Begleitung...
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...Schauspielerin Loretta Stern...
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...die französische Schauspielerin Léa Seydoux, die auf der Berlinale im Film "Leb' wohl, meine Königin" zu sehen ist...
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...die österreichische Schauspielerin Nora von Waldstätten...
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...Schauspieler Tom Schilling...
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...Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader...
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...Schauspieler Mario Adorf mit seiner Frau Monique...
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... der Berlinale Direktor Dieter Kosslick mit Moderatorin und Komikerin Anke Engelke...
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...Anke Engelke moderierte den Abend in einem eigenwilligen schwarz-gelben Kleid von Hugo...
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...Schauspieler Thomas Kretschmann mit seiner Freundin Brittany Rice...
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...der Jury Präsident Mike Leigh...
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...der niederländische Regisseur und Berlinale-Jurymitglied Anton Corbijn...
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...Schauspielerin Virginie Ledoyen zusammen mit Dieter Kosslick, dem Leiter der Internationalen Festspiele Berlin...
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... die Schauspielerin Virginie Ledoyen ist auf der Berlinale ebenfalls in dem Film "Leb' wohl, meine Königin" zu sehen...
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.. eine schöner als die andere: die Schauspielerinnen Virginie Ledoyen (v.l.), Lea Seydoux und Diane Kruger.
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...Schauspielerin Iris Berben...
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...Schauspielerin Sandra Hüller...
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...Schauspielerin Inka Friedrich...
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... die Schauspieler Thomas Heinze und Nina Kronjäger...
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...Regisseur Volker Schlöndorff...
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... und natürlich jede Menge Fotografen und Journalisten...
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...sowie Schaulustige...
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...nochmal die Berlinale-Jury Anton Corbijn, Charlotte Gainsbourg, Mike Leigh, Asghar Farhadi, Boualem Sansal, Barbara Sukowa, Francois Ozon und Jake Gyllenhaal.
Am Donnerstag Abend wurde die 62. Berlinale mit dem Kostümfilm "Leb' wohl, meine Königin!" eröffnet - und die Jagd auf die Bären-Trophäen kann beginnen. Beim größten Publikumsfestival der Welt werden nicht allein Filme gezeigt, sondern auch viele Stars erwartet, die über den Roten Teppich am Potsdamer Platz schreiten. Zugleich feiert das Studio Babelsberg seinen 100. Geburtstag.
Warum schildern Sie – wie bereits in „Sade“ – die Große Revolution wiederum aus der Sicht der Aristokratie?
„Sade“ ist fünf Jahre später angesiedelt, in einer Welt, die sich bereits total verändert hat. Der neue Film spielt zu einem Zeitpunkt, an dem mich die ungeheure Beschleunigung der gesellschaftlichen Umbrüche fasziniert. In Versailles geschieht alles wie im Zeitraffer. Es ist ein in sich geschlossener Ort extremer Widersprüche. Es herrschen Ungewissheit und Panik. Zugleich wandelt sich Marie Antoinette von einer extrem frivolen Figur zu einer die eine große Würde gewinnt: Sie wird zu der Königin, die sie nie war.
Im Roman ist die Vorleserin älter. Suchten Sie eine „unschuldigere“ Perspektive?
Ja, so wirkt ihre Arglosigkeit filmisch glaubwürdiger. Das war die erste Entscheidung beim Drehbuchschreiben.
Wie wichtig ist Ihnen historische Authentizität?
Eigentlich ist das für mich keine vorrangige Sorge. Natürlich möchte ich peinliche Anachronismen vermeiden. Aber ich will keine Distanz schaffen zu der Epoche: Die Ereignisse sollen sich mit der gleichen Dringlichkeit abspielen wie in einem Gegenwartsfilm. Allerdings glaube ich, dass unsere Marie Antoinette der historischen sehr nahe kommt. Das hat auch damit zu tun, dass wir wirklich in Versailles drehen durften.
Inhalt: Was geht in einem Mann vor, der nur noch 24 Stunden zu leben hat? Der franko-senegalesische Regisseur Alain Gomis begleitet einen solchen Menschen durch dessen letzten Tag. Der amerikanische Schauspieler, Sänger und Dichter Saul Williams spielt die Hauptrolle. Gedreht wurde in Yembeul, einem Vorort der senegalesischen Hauptstadt Dakar.
Foto: Mabeye Deme
A moi seule (Coming Home), Frankreich 2011, R: Frédéric Videau, D: Agathe Bonitzer, Reda Kateb
Inhalt: Der zweite Film des französischen Regisseurs Frédéric Videau ist als „tour de force“ angekündigt. Erzählt wird die verstörende, aber zugleich lichte Geschichte eines jungen Mädchens, das entführt und gefangen gehalten wurde und nun sein Leben sowie sein Verhältnis zur Welt neu bestimmen muss. Agathe Bonitzer spielt die Hauptrolle.
Foto: Les Films Hatari
Cesare deve morire (Caesar Must Die), Italien 2011, R: Paolo & Vittorio Taviani, D: Cosimo Rega, Salvatore Striano
Inhalt: Mit ihrem neuen Film überschreiten die italienischen Brüder Paolo und Vittorio Taviani die Grenzen zwischen Dokumentation und Spielfilm. Es geht um einen Workshop: Ein Regisseur inszeniert mit den Insassen eines Gefängnisses Stücke von Shakespeare. Der Film zeigt Proben, eine öffentliche Aufführung und widmet sich einzelnen Gefangenen.
Foto: Umberto Montiroli
Barbara, Deutschland 2012, R: Christian Petzold, D: Nina Hoss, Ronald Zehrfeld
Inhalt: Die DDR im Sommer 1980: Die Ärztin Barbara hat einen Ausreiseantrag gestellt. Nun wird sie strafversetzt, aus der Hauptstadt in die Provinz. Jörg, ihr Geliebter aus dem Westen, arbeitet an der Organisation ihrer Flucht. Barbara wartet, weitab von allem. – Wiederum spielt Nina Hoss die Hauptrolle im neuen Film des deutschen Regisseurs Christian Petzold.
Foto: Hans Fromm/Piffl Medien
Dictado (Childish Games), Spanien 2011, R: Antonio Chavarrías, D: Juan Diego Botto, Bárbara Lennie
Inhalt: Der Film des Spaniers Antonio Chavarrías handelt von Daniel, der unerwartet Besuch von einem alten Freund bekommt. Der möchte ihm seine kleine Tochter vorstellen. Noch am selben Abend bringt sich der Freund um. Von nun an lebt das Mädchen bei Daniel und dessen Frau. Doch die Präsens des Kindes provoziert Ängste und Erinnerungen.
Inhalt: Im Film des griechisch-kolumbianischen Regisseurs Spiros Stathoulopouloshe geht es um Rituale, Spiritualität, Abgründe und Zeichen. Ein junger Mönch gerät in Versuchung, als er einer Nonne begegnet. Beide beginnen, miteinander zu kommunizieren, etwa indem sie mit Hilfe von Sonnenlicht und Spiegeln Signale von einem Kloster zum anderen senden.
Inhalt: Der philippinische Regisseur Brillante Mendoza ist einer der prägnantesten realistischen Autorenfilmer des Weltkinos. Sein neuer Film spielt auf den Philippinen und erzählt von einer französischen Entwicklungshelferin, die gemeinsam mit anderen Westlern von muslimischen Extremisten entführt wird. Isabelle Huppert spielt die Hauptrolle.
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L'enfant d'en haut (Sister), Schweiz/Frankreich 2011, R: Ursula Meier, D: Léa Seydoux, Kacey Mottet Klein
Inhalt: Die Schweizer Regisseurin Ursula Meier ist hierzu- lande noch nicht sehr bekannt. Das dürfte sich ändern. In Meiers neuem Film geht es um den zwölfjährigen Simon, der mit seiner Mutter Louise allein lebt. Louise ist noch sehr jung und verlangt von ihrem Sohn, dass er sich als ihr jüngerer Bruder ausgibt. Doch auch Simon hat Geheimnisse.
Foto: Roger Arpajou
Jayne Mansfield's Car, Russische Föderation/USA 2011, R: Billy Bob Thornton, D: Billy Bob Thornton, Kevin Bacon
Inhalt:Billy Bob Thornton zeigt in seiner neuen Regiearbeit, wie zwei ungleiche Familien kollidieren. Eine Frau verlässt in den 1940er-Jahren Mann und Kinder, um mit ihrer neuen Liebe nach Großbritannien zu ziehen. Als sie dreißig Jahre später stirbt und in ihrer amerikanischen Heimat beerdigt werden soll, treffen die beiden Familien zum ersten Mal aufeinander
Foto: Van Redin
Was bleibt (Home For The Weekend), Deutschland 2012, R: Hans-Christian Schmid, D: Lars Eidinger, Corinna Harfouch
Inhalt: Der deutsche Regisseur Hans-Christian Schmid erzählt die Geschichte einer gutbürgerlichen Familie, die auseinanderbricht. Auf Wunsch seiner Mutter fährt Marko (Lars Eidinger), der seit Jahren in Berlin lebt, zu seinen Eltern (Corinna Harfouch, Ernst Stötzner) aufs Land. Doch seine Hoffnung auf ein ruhiges Wochenende im Kreis der Familie erfüllt sich nicht.
Foto: Gerald von Fopris, 23/5 Filmproduktion GmbH
Tabu, Portugal/Deutschland/Brasilien/Frankreich 2012, R: Miguel Gomes, D: Teresa Madruga, Laura Soveral
Inhalt: Der Regisseur Miguel Gomes ist Portugiese. Sein neuer und dritter Film ist in einem Apartment in Lissabon angesiedelt, in dem eine alte Dame, ihre Haushälterin und ein sozial engagierter Mann hausen. Irgendwann begibt sich der Film in die Vergangenheit der alten Dame – in ein Afrika, wie man es aus Abenteuerfilmen kennt.
Foto: Berlinale
Kebun binatang (Postcards From The Zoo), Indonesien/Deutschland/Hongkong/China 2012, R: Edwin, D: Ladya Cheryl, Nicholas Saputra
Inhalt: Die Regiearbeit von Edwin ist der erste Film aus Indonesien, der im Berlinale-Wettbewerb zu sehen ist. Es geht darin um ein kleines Mädchen, das vom Vater im Zoo ausgesetzt wird. Umgeben von Tieren, Grenzen und den Geräuschen einer gezähmten Wildnis wächst Lana hier auf. Als sie sich verliebt, verlässt sie den Zoo. Und fragt sich: Wo ist Zuhause?
Foto: Sony Seniawan
Bai lu yuan (White Deer Plain), China 2011, R: Wang Quan'an, D: Zhang Fengyi, Zhang Yuqi, Wu Gang
Inhalt: Der Chinese Quan’an Wang gewann 2007 mit „Tuyas Hochzeit“ den Goldenen Bären. Seine neue Regiearbeit „Bai lu yuan“ ist die Verfilmung des lange verbotenenen, gleichnamigen Romans von Chen Zhongshi. Hier geht es um zwei Großbauernfamilien nach der Zeitenwende 1912, als das chinesische Kaiserreich seinem Ende entgegensieht.
Foto: Berlinale
Csak a szél (Just The Wind), Ungarn/Deutschland/Frankreich 2012, R: Bence Fliegauf, D: Lajos Sárkány, Katalin Toldi
Inhalt: Mit Dramen wie „Dealer“ und „Womb“ hat sich der ungarische Regisseur Benedek „Bence“ Fliegauf im Arthouse-Kino etabliert. Sein neuester Film, „Just the Wind“, basiert auf wahren Ereignissen und widmet sich einem aktuellen sozialen Problem in Ungarn. Im Mittelpunkt steht eine Zigeunerfamilie, die von einer rassistischen Gang terrorisiert wird.
Inhalt: Hammerfest liegt am äußersten nordwestlichen Zipfel von Norwegen am Polarmeer. Hierhin hat es ein deutsches Ehepaar mit seinem Sohn verschlagen. Niels arbeitet als Ingenieur in der größten europäischen Erdgasverflüssigungsanlage auf einer kleinen Insel vor Hammerfest. Maria ist mit ihm gegangen, um ihm seinen Karrieresprung nicht zu versperren. Sie haben sich an die fremde, manchmal irreal erscheinende Welt der Nachtschattenspiele offenbar gut angepasst. Eines Tages wird Maria jedoch auf ihrer Heimfahrt in einen Unfall verwickelt. Außerstande sich der Situation zu stellen, rast sie in Panik nach Hause.
Foto: Alamode Film/Jakoub Bejnarowicz
En Kongelig Affære (A Royal Affair/Die Königin und der Leibarzt), Dänemark/Tschechische Republik/Schweden/ Deutschland 2012, R: Nikolaj Arcel, D: Mads Mikkelsen, Alicia Vikander
Inhalt: Das Historiendrama des dänischen Regisseurs Nikolaj Arcel erzählt vom Dreiecksverhältnis zwischen der dänischen Königin Caroline Mathilde, ihrem wahnsinnigen Mann, König Christian VII., und dem deutschen Arzt Johann F. Struensee, das die dänische Monarchie im 18. Jahrhundert in eine schwere Krise stürzte. Mads Mikkelsen spielt den Arzt.
Foto: Jiri Hanzl
Rebelle (War Witch), Kanada 2012, R: Kim Nguyen, D: Rachel Mwanza, Alain Bastien
Inhalt: Der kanadische Regisseur Kim Nguyen erzählt in seinem neuen Film eine tragische Liebesgeschichte unter Kindersoldaten. In der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa erwartet die 14-jährige Komona ein Kind. Unter ihren Mitkämpfern findet sie keinen Anschluss. Nur mit einem gleichaltrigen Magier fühlt sie sich verbunden.
Les adieux à la Reine (Leb wohl, meine Königin), Frankreich/Spanien 2011, R: Benoït Jacquot, D: Léa Seydoux, Diane Kruger
Inhalt: Das französische Revolutionsdrama mit Diane Kruger als Königin Marie Antoinette eröffnet die Berlinale. Der Film von Benoît Jacquot schildert die ersten Tage der Französischen Revolution im Juli 1789 aus der Sicht der Diener im Schloss von Versailles. Das Leben der Königin endete im Oktober 1793 auf dem Schafott.
Erstaunlich, bisher mussten andere Schlösser oder die Banque de France immer als Double herhalten!
Doch, fast der komplette Film ist dort entstanden. Wir haben nachts und montags gedreht, sobald die Räume für Touristen geschlossen waren. Glauben Sie mir: Kein Filmstar der Welt ist so teuer wie eine Drehgenehmigung in Versailles!
Hatten Sie bei dem Film nur die historische Marie Antoinette im Hinterkopf oder auch ihre Inkarnationen im Kino? Es gibt eine von MGM, eine von Sacha Guitry, von Sofia Coppola etc.
Am Eröffnungstag gab erst einmal die Jury eine Pressekonferenz...
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... und präsentierte sich der Fotografenschar. Von links nach rechts: der niederländische Fotograf und Filmemacher Anton Corbijn, der iranische Regisseur Asghar Farhadi, US-Schauspieler Jake Gyllenhaal, die französische Darstellerin Charlotte Gainsbourg, Jury-Präsident Mike Leigh, Schauspielerin Barbara Sukowa, der französische Regisseur Francois Ozon und der algerische Schriftsteller Boualem Sansal
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Jury-Präsident Mike Leigh sagte, er schätze „den Geist, der hier herrscht“. Das ungemüdliche Wetter findet er sogar gut. Leigh: "Das eint die Leute.“
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Jake Gyllenhaal gab zu, „ganz aufgeregt“ zu sein und erklärte dies auch mit Verweis auf Festivalleiter Dieter Kosslick. „Es ist schwer, mit Dieter zusammen zu sein und nicht aufgeregt zu sein, denn er ist ständig aufgeregt.“
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Auch Charlotte Gainsbourg war die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. Sie misst nach eigener Aussage dem Urteil von Schauspiel-Kollegen große Bedeutung bei - zur Berlinale muss sie selber urteilen.
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Lea Seydoux, Diane Kruger und Virginie Ledoyen (v.l.n.r.) im Blitzlichtgewitter. Die Schauspielerinnen sind am Abend im Eröffnungsfilm „Les adieux à la Reine“ („Leb' wohl, meine Königin“) auf der Leinwand zu sehen...
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... Das Historiendrama um den Anfang der Französischen Revolution bekam bei der Pressevorführung am Donnerstag nur verhaltenen Applaus.
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Virginie Ledoyen, bekannt aus "The Beach" mit Leonardo DiCaprio, spielt in „Les adieux à la Reine“ die Herzogin Gabrielle de Polignac.
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Diane Kruger mimt in dem Film von Regisseur Benoît Jacquot Königin Marie Antoinette.
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Lea Seydoux ist in der spanisch-französischen Produktion als königliche VorleserinSidonie Laborde.
Der erste Berlinale-Tag brachte ungemütliches Winterwetter mit. Stören dürften das niemanden groß, denn die Musik spielt bei der Berlinale bekanntlich drinnen - der Film sowie.
Solche Vorbehalte vergisst man, sobald man sich für eine Darstellerin entschieden hat. Diane Kruger unterscheidet sich radikal von Norma Shearer, Michèle Morgan und Kirsten Dunst. Ihre Figur macht eine abrupte Wandlung durch. Das ist ein sehr schwieriges Register für eine Darstellerin und versetzt sie in einen Zustand großer Verletzbarkeit. Ihre Marie Antoinette wirkt anfangs kopflos, aber bald nähert sich ihr Zustand dem Wahn. Wenn Marie Antoinette eine Bürgerliche gewesen wäre, hätte man sie für verrückt erklärt. Das traute sich bei der Königin natürlich niemand.
Das Gespräch führte Gerhard Midding.
Sehen Sie einen Ausschnitt aus „Leb wohl, meine Königin!“ (franz.):
Wissen Sie noch, was der größte Berlinale-Skandal war? Und warum finden die Berliner Filmfestspiele eigentlich im kalten Winter statt? Machen Sie mit und testen Sie Ihr Wissen in unserem Berlinale-Quiz.
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Tickets gibt es täglich von 10 bis 20 Uhr in den Arkaden am Potsdamer Platz, im Kino International und im Haus der Berliner Festspiele.
Der Kartenvorverkauf findet jeweils drei Tage im Voraus, für die Wettbewerbswiederholungen vier Tage im Voraus statt. Am Tag der Vorstellung sind Eintrittskarten nur an den Tageskassen der Kinos erhältlich.
Die Tickets kosten zwischen 8 und 12 Euro (Wettbewerb), am Kinotag (19.2., VVK ab 6.2.) 6 Euro. Schüler, Studenten, Behinderte, Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Inhaber des Berlinpasses und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst bekommen an den Tageskassen 50 Prozent Ermäßigung.
Ein begrenztes Kontingent an Eintrittskarten ist online buchbar. Die Bezahlung, zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 1,50 € pro Karte, erfolgt über Kreditkarte. mehr...