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Besetzte Schule im Münzviertel von der Polizei geräumt

Hamburg -

Die Polizei hat eine Schule im Hamburger Münzviertel in der Nähe des Hauptbahnhofs geräumt, die von rund 80 Aktivisten besetzt worden war. Bei der Räumung am Samstagabend wurden 19 Hausbesetzer vorläufig festgenommen, um ihre Personalien aufzunehmen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Am besetzten Gebäude hingen Transparente mit Aufschriften, wie «Besetzt bis es mit dem Zentrum klappt». Die Initiative «Solidarische Raumnahme» teilte auf ihrer Internetseite mit, in der besetzten Schule «ein kollektives Zentrum» eröffnet zu haben. Versuche der Stadtteilinitiative das seit 2012 leerstehende Gebäude zu nutzen, seien von den Behörden bisher verhindert worden, kritisierte die Initiative.

Nach Informationen des Online-Nachrichtenmagazins «Mittendrin» wurden die Räume der alten Schule sei Samstagnachmittag genutzt. So sei unter anderem ein eigenes Radioprogramm auf dem Gelände gestartet worden. Das Magazin berichtet weiter, dass die Finanzbehörde eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt habe. Daraufhin riegelte die Polizei das Gelände ab und setzte den Besetzern ein Ultimatum. Anschließend wurde die Schule geräumt. Da sich einige Aktivisten der Räumung widersetzen, kamen auch Schlagstöcke und Pfefferspray zum Einsatz, sagte ein Polizeisprecher. (dpa/lno)