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Der Lehniner Platz wird umgestaltet: Bänke und Bäume, aber keine Parkplätze mehr

Eigentlich müsste es Schaubühne am Lehniner Parkplatz heißen", sagt Friedrich Barner, einer der drei Direktoren des Theaters. Denn der Lehniner Platz, ein Dreieck "mit geringem Aufenthaltswert", wie es im Bezirkslexikon heißt, wird seit seiner Umgestaltung 1964 vorwiegend als Auto-Abstellplatz genutzt. Doch jetzt soll der Platz als Aufenthaltsort wiedergewonnen werden. Aus dem Plätze-Programm des Senats erhält Charlottenburg-Wilmersdorf dafür 400 000 Euro. Die Arbeiten sollen im Herbst beginnen.Das Berliner Architekturbüros Häfner/Jimenez entwarf einen urbanen Stadtplatz. Er soll sich am gegenüberliegenden, denkmalgeschützten Ensemble des Architekten Erich Mendelsohn orientieren, zu dem auch die Schaubühne gehört. Der größte Teil der Fläche wird wie der Kudamm mit zwei unterschiedlich großen Sorten von Granitsteinpflaster versehen, es werden Bänke aufgestellt und eine zweite Baumreihe gepflanzt. Autos dürfen auf dem Gelände nicht mehr parken. Es soll eine Boule-Spielfläche geben und ein 50 Zentimeter hohes Podest, auf dem man sitzen kann. Die Verlängerung der Damaschkestraße erhält nicht nur einen Rasenstreifen, sondern auch eine Asphaltdecke. Denn bisher war die ungepflasterte Strecke bei feuchter Witterung für Fußgänger schlecht passierbar. Darunter litten auch die Händler des Bauernmarktes.Doch der vorgelegte Entwurf kommt nicht bei allen an. Insbesondere der Wegfall von 65 Pkw-Stellplätzen auf dem Platz und weiteren 25 auf dem Mittelstreifen des Kudamms wird von Gewerbetreibenden kritisiert, ebenso dass zu wenig Grün eingeplant sei. Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) begründet dies mit "Nachhaltigkeit": Man wolle einen Platz haben, der auch nach fünf oder zehn Jahren noch ordentlich aussehe. Für die Grünpflege reiche der Etat des Bezirks seit Jahren nicht aus. Ersatz-Parkplätze sollten in der Nähe durch platzsparende Ausrichtung bisheriger Stellplätze gewonnen werden, "aber mehr als 25 werden nicht zusammenkommen".------------------------------Foto: Der Siegerentwurf aus dem Architektenwettbewerb


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