Screenshot des neuen Betriebssystems OS X Mountain Lion. Foto: apple.com
Screenshot des neuen Betriebssystems OS X Mountain Lion. Foto: apple.com
Cupertino/Berlin –
Der neue Chef von Apple, Tim Cook, lässt nichts anbrennen: Nur acht Monate nach der letzten Ausgabe prescht er mit einem neuen Betriebssystem für den Mac auf den Markt.
Computer von Apple laufen mit dem Betriebssystem OS, das erst vor wenigen Monaten eine neue Version OS X Lion bekommen hat. Doch um Konkurrent Microsoft unter Druck zu setzen will der neue Apple-Chef Tim Cook schon im Sommer mit der nächsten OS-Version auf den Markt gehen - mit OS X Mountain Lion.
Die ersten Screenshots wirken so, als sei das iPad auf dem Weg zurück in den Computer: Was der abgespeckte Tablet-PC an Annehmlichkeiten bietet, soll auch der heimische Mac können. Apple übernimmt bei seinem neuen Mac-System etliche Anwendungen und Funktionalitäten aus seinem Mobilsystem iOS, das auf dem iPhone und iPad eingesetzt wird.
Kunden im Apple-Store (Archivbild) Foto: dpa
Kunden im Apple-Store (Archivbild) Foto: dpa
Außerdem verstärkt Apple mit Mountain Lion die Anbindung des Rechners an den Online-Dienst iCloud und den Kurzmitteilungsdienst Twitter. Unter dem Begriff „Gatekeeper“ (engl. für Torwächter) führt Apple ein abgestuftes Sicherheitskonzept ein, um die Infizierung von Macintosh-Rechnern mit Schadsoftware zu unterbinden.
Die Version 10.8 des Systems soll unter anderem beliebte Apps und andere Eigenschaften von den Mobilgeräten auf die Desktop-Rechner und Laptops des Unternehmens bringen.
Foto: dapd
Alles aus der Wolke: Schon beim Anmelden fragt das neue Apple-Betriebssystem Mountain Lion nach dem iCloud-Passwort und synchronisiert dann Mails, Dokumente und Notizen. (Foto: Christoph Dernbach)
Mit dem neuen Apple-Betriebssystem Mountain Lion kommt das von iOS bekannte Game Center auch auf den Mac. Spieler können damit unabhängig vom Gerät gegeneinander antreten. (Foto: Apple)
Nutzer von iOS 5 kennen das Notification Center schon vom iPhone. Auch auf dem Mac zeigt es eingegangene Mails, Tweets oder Kalendererinnerungen automatisch an. (Foto: Apple)
Grenzenloses Chatten: Die Anwendung Messages löst bei Mountain Lion das Programm iChat ab und ermöglicht den Austausch von Kurznachrichten zwischen Mac, iPhone und iPad. (Foto: Apple)
Das Betriebssystem soll voraussichtlich im Sommer auf den Markt kommen.
Mountain Lion soll der Nachfolger des aktuellen Apple-Betriebssystems heißen, das noch vor Microsofts Windows 8 kommen soll. Der kalifornische Computerhersteller hat überraschend die neue Version seines Mac-Betriebssystems vorgestellt.
Entwickler können schon testen: Apple kündigte an, eine Vorversion des Systems noch am Donnerstag für Software-Entwickler zum Download bereitzustellen. Die endgültige Version von OS X 10.8 Mountain Lion wird dann „im Sommer 2012“ über dem Mac App Store von Apple online vertrieben. Zum Preis des neuen Systems machte Apple keine Angaben. Das letzte Upgrade auf die zurzeit aktuelle Version Lion hatte 24 Euro gekostet.
Apple tritt damit in direkte Konkurrenz zum weltweit führenden Software-Konzern Microsoft, der voraussichtlich im Herbst sein neues System Windows 8 auf den Markt bringt.
Nachdem der Mac von Apple Ende der neunziger Jahre fast komplett an Bedeutung für den PC-Massenmarkt verloren hatte, wächst der Marktanteil des Macintosh-Systems seit 23 Quartalen in Folge. In den USA legte Apple im Weihnachtsquartal nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens Gartner um über 20 Prozent zu und erzielte einen Marktanteil von 11,6 Prozent. Marktführer HP liegt bei 23,1 Prozent, Dell auf Platz zwei mit 22,4 Prozent. Der Absatz von Windows-PCs war in der Summe leicht rückläufig. Weltweit hat Apple im vergangenen Quartal erstmals seit vielen Jahren wieder die Fünf-Prozent-Schwelle überschritten. (dpa/kho)
… Das allererste Apple-Logo zeigt Sir Isaac Newton unter einem Baum sitzend, über ihm der berühmte Apfel. Der Legende nach fällt dieser ihm auf den Kopf und bringt Newton auf das Prinzip der Gravitation. Das detailreiche Logo ließ sich allerdings nicht so gut auf den Verkaufsprodukten reproduzieren und wurde nur sehr kurz verwendet.
Foto: Apple
Die Kapitalaufnahme (1/2)
Die Firmengründer von Apple, Steve Jobs (li.) und Steve Wozniak (re.), verfügten zu Beginn ihrer Karriere über sehr wenig Kapital. Um auf die wenigen Bestellungen des ersten Apple-Computers überhaupt eingehen zu können, verkauften die beiden Hab und Gut…
Foto: picture-alliance/ dpa
Die Kapitalaufnahme (2/2)
… Jobs verkaufte seinen VW-Bus und Wozniak (der zu dieser Zeit noch bei Hewlett-Packard arbeitete) seinen HP-65-Taschenrechner. Der erste programmierbare Taschenrechner der Welt galt damals als kleines elektronisches Wunderwerk, und Wozniak erhielt immerhin 500 Dollar dafür.
Foto: teclasorg/Flickr
Der Preis
Der erste Apple-Computer kostete 666,66 US-Dollar. Dabei hatte Wozniak keine teuflischen Hintergedanken, sondern rein praktische, wie er einmal auf einer Konferenz erklärte: „Der Einkaufspreis lag bei 500 Dollar, rechnet man ein Drittel dazu, um auf den Einzelhandelspreis zu kommen, liegt man bei ungefähr 667 Dollar. Ich habe daraus 666,66 Dollar gemacht – es war einfach zu tippen, das ist alles.“
Foto: Apple
„Dogcow“ (1/2)
Die (ja, die) Dogcow (auf Deutsch etwa: Hundekuh) war ursprünglich ein Bestandteil der Cairo-Schriftfamilie. Als diese auf Macintosh-Rechnern nicht mehr verwendet wurde, blieb das seltsame Wesen als Icon im LaserWriter Treiber 4.0 erhalten und geriet nach und nach zu einem Maskottchen der Apple-Techniker.
Foto: Apple
„Dogcow“ (1/2)
Eine nicht ganz ernst gemeinte sogenannte Technote von Apple-Mitarbeiter Mark „The Red“ Harlan vom April 1989 geht näher auf die Dogcow ein: Das von Susan Kare designte Tierchen trägt den Namen Clarus (in Anspielung auf Apples Office-Software Claris) und macht „Moof!“
Foto: njh/Flickr
Der Name
Apples erfolgreicher Computer „Lisa“ ist angeblich nach Steve Jobs’ Tochter benannt. Der Name „Macintosh“ stammt hingegen von Jef Raskin, einem Mitarbeiter aus dem Design-Team, der den Namen von seiner Lieblings-Apfelsorte „McIntosh“ ableitete. Steve Jobs wollte den Namen wohl noch in „Bicycle“ ändern, aber bekanntermaßen blieb es bei dem eingängigeren Macintosh.
Foto: Lars Zapf/Flickr
Die Digitalkamera
1994 brachte Apple die erste für den Massenmarkt taugliche Digitalkamera auf den Markt: die Apple QuickTake 100. Sie konnte bis zu acht Aufnahmen speichern und sich via Kabel mit einem Mac verbinden. Der Preis war allerdings happig: 749 US-Dollar kostete das Gerät (heute in etwa 1000 Dollar), das weniger als einen Megapixel Auflösung hatte und über kein digitales Display verfügte. Steve Jobs beendete die Serie drei Jahre später wieder.
Foto: gmhofmann/Wikimedia
Der iPod
Den Namen iPod verdankt der MP3-Player dem freien Texter Vinnie Chieco. Der war Teil eines Teams, das Steve Jobs rekrutiert hatte, um einen einprägsamen Namen für seinen neuen Apparat zu finden. Chieco fiel der Name wie Schuppen von den Augen erzählte er der Zeitschrift Wired: „Als ich den weißen iPod sah, dachte ich sofort an „2001“: „Open the pod bay door, Hal!“ Ich musste nur noch das Präfix „i“ vom iMac hinzufügen – fertig war der Name.“
Foto: Metro Goldwyn Mayer
Das Osterei
Wo wir schon beim iPod sind: Wussten Sie, dass der erste iPod ein sogenanntes Easteregg – also eine kleine versteckte Spielerei – an Bord hatte? Wer sich im Menüfeld „Über“ unterhalb von „Einstellungen“ befindet und dort das Click Wheel für drei Sekunden gedrückt hält, kann während des Musikhörens „Pong“ spielen – den Urvater aller Videospiele.
Foto: www.geek.com
John Appleseed (1/3)
Der Name John Appleseed taucht immer wieder in der Firmengeschichte von Apple auf, eine offizielle Erklärung hat es jedoch nie gegeben. In der US-amerikanischen Geschichte gab es durchaus einen Mann dieses Namens, seiner Zeit ein Pionier, Missionar und Gärtner. Die einzige Verbindung zum Computerhersteller lässt sich über seinen Namen herstellen und seine Vorliebe für Äpfel.
Foto: Wikimedia
John Appleseed (2/3)
Die früheste Referenz an den Namen findet sich bei Mike Markkula (einem Investor und ehemaligen Apple-Geschäftsführer), der unter diesem Namen Programme für den Apple II geschrieben hat. Der Name taucht außerdem auf, wenn man das TextEdit-Icon vergrößert. Wer genau hinsieht, findet einen Brief an eine Kate, der die „Think Different“-Kampagne von 1997 zitiert und von einem John Appleseed signiert ist.
Foto: Apple
John Appleseed (3/3)
Einer breiten Öffentlichkeit wurde der Name während der Einführung des iPhones bekannt. Hier nutzte Apple den Namen als geheimnisvollen Anrufer auf dem Display des Apple-Handys. Wer die in der Fernsehwerbung eingeblendete Nummer tatsächlich wählt, landet allerdings auf einem Anrufbeantworter.
Foto: Screenshot
Die Kleidung (1/2)
Steve Jobs’ Vorliebe für schwarze Rollkragenpullover der Marke St. Croix, blaue Levis-Jeans und Turnschuhe von New Balance sind bekannt. Er trug diese Kombination bisher bei jeder neuen Produktpräsentation.
Foto: dpa
Die Kleidung (2/2)
Weniger bekannt dürfte sein, dass auch andere Apple-Mitarbeiter einen einheitlichen Kleidungsstil bevorzugen. Wie zum Beispiel Apples Chef-Designer Jony Ive, der nicht nur in allen Produkt-Videos der letzten zehn Jahre (!) das gleiche T-Shirt trägt, sondern offenbar auch bei allen anderen Gelegenheiten. Was soll’s: es steht ihm ja.
Wer an Apple denkt, sieht den Apfel vor sich. Die regenbogenfarbene Apfelsilhouette mit Biss wurde von Designer Rob Janoff entwickelt. Sie dient seit 1976 als offizielles Logo, wurde 1998 lediglich durch eine einfarbige Variante ersetzt. Es ist jedoch nicht das erste Logo der Firma…
Unter Berufung auf interne Dokumente und die Aussagen von Mitarbeitern berichten die Reporter von strengen Regeln für das Verkaufspersonal. Kein Wunder: Die rund 300 Apple-Filialen tragen erheblich zum Umsatz des US-Konzerns bei. Pro Vierteljahr besuchen 60 Millionen Kunden eine der 300 Filialen.
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Für die Beschäftigten in den Apple Stores gibt es sehr strenge Vorgaben. So sollen Verkäufer den Aussagen des Kunden immer ganz genau folgen und zwischendurch mit kurzen Antworten wie „aha“ oder „ich verstehe“ reagieren.
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Mitarbeiter an der sogenannten Genius Bar, wo technische Fragen geklärt werden können, sollen schlechten Nachrichten einen positiven Dreh geben, indem sie „wie sich herausgestellt hat“ sagen, anstatt „leider“.
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Die Termine an der Genius Bar werden grundsätzlich mehrfach vergeben, so wirken die Mitarbeiter immer sehr beschäftigt.
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Spricht ein Kunde den Namen eines Geräts oder einer Software falsch aus, dürfen Mitarbeiter dies nicht korrigieren. Der Kunde soll sich nicht bevormundet fühlen.
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Trainings-Handbücher hämmern jedem Mitarbeiter eine extrem kundenfreundliche Philosophie ein: „Ihre Aufgabe ist es, die Bedürfnisse der Kunden zu verstehen, auch die, die die Kunden selbst noch gar nicht kennen.“ Nach einer freundlichen Begrüßung sollen die Verkäufer außerdem die Einkaufswünsche seines Kunden herausfinden und „eine Lösung präsentieren, die der Kunde noch heute mit nach Hause nehmen kann“. Am Ende des Gesprächs soll immer die Einladung stehen, später erneut im Apple Store einzukaufen.
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Mitarbeiter, die drei Mal im Monat sechs Minuten zu spät zur Arbeit erscheinen, dürfen gefeuert werden.
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Ebenfalls entlassen werden Mitarbeiter, die im Internet über neue Apple-Produkte plaudern. Verkäufer dürfen sich mit Kunden nicht über Gerüchte zu neuen Produkten unterhalten. Und Technikern ist es untersagt, vorzeitig über technische Probleme von Produkten zu sprechen.
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In den USA hat Apple für seine ersten Filialen so viele Mitarbeiter bei der Modekette The Gap abgeworben, dass diese scherzhaft als „Gappler“ bezeichnet wurden.
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Technik-geschulte Mitarbeiter an der Genius Bar verdienen bis zu 30 Dollar in der Stunde, reine Verkäufer zwischen 9 und 15 Dollar.
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Neue Mitarbeiter dürfen erstmal gar nicht mit Kunden sprechen, sie müssen sich in den ersten Wochen an die Fersen erfahrener Kollegen heften und zuhören.
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Apple-Gründer und Visionär Steve Jobs starb am 5. Oktober 2011.
Rund um die Welt können Apple-Fans in sogenannten Retail Stores neue Produkte erwerben oder Hilfe bei Technik-Problemen holen. Das Design und der Standort der Läden ist exklusiv und soll helfen, die Marke zu pflegen. Für das Einkaufserlebnis jedes einzelnen Kunden tut Apple aber noch viel mehr, wie das Wall Street Journal jetzt aufdeckte.
Profitieren würden auch die Domain-Händler und – spekulanten von den neuen Top Level Domains, denen durch schnelle Reservierung und Wiederverkauf spezieller Domainnamen hohe Gewinne winken.