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Smartphone-Helfer: Das sind die besten Problemlöser-Apps

Das Smartphone, unser ständiger Begleiter. Der zugegebenermaßen Sinnvolles für uns vollbringt.

Das Smartphone, unser ständiger Begleiter. Der zugegebenermaßen Sinnvolles für uns vollbringt.

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imago/Westend61

Sicheres Chatten mit Signal

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden im Sommer 2013 ist mir die Verschlüsselung meiner Daten wichtig. Doch in der Praxis stoße ich oft an Grenzen. Es fehlen etablierte Verschlüsselungsprogramme. Das macht sich vor allem bei der Kommunikation bemerkbar. Die Daten auf meiner Festplatte oder meines Smartphones kann ich selbst verschlüsseln. Aber sobald ich jemandem eine Kurznachricht schicke, besteht die Gefahr, dass unbefugte Dritte mitlesen. Das liegt auch daran, dass meine Freunde die entsprechenden Programme zur Verschlüsselung nicht installiert haben, weil sie Geld kosten oder technisch anspruchsvoll sind.

Mit der kostenlosen App Signal ist das kein Problem mehr. Sie ist so leicht zu installieren und zu nutzen wie WhatsApp, bietet aber im Gegensatz zum Messenger von Facebook eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Edward Snowden empfiehlt Signal. Ich empfehle das Programm jetzt auch allen meinen Freunden. Robert John

Ordnung to go mit Wunderlist

Bis vor ein paar Monaten war eine große Kreidetafel die ultimative Schaltzentrale in unserer Küche. Termine, Einkaufslisten und was sonst wichtig war, wurde dort notiert. Dann kam Wunderlist in unser Leben. In Berlin ist die App entwickelt worden, Microsoft hat im Juni gleich das ganze Unternehmen für 100 Millionen Dollar gekauft. Wunderlist bringt wirklich Ordnung in unseren wuseligen Alltag. Wer macht was? Aufgaben können zugeteilt oder freiwillig übernommen werden. Noch was vergessen für den Einkauf? Hinweise können ständig eingetragen werden, die Liste aktualisiert sich schnell. Wünsche für Weihnachten? Die konnten schon im November aufgeschrieben werden (und einige wurden an Heiligabend auch erfüllt).

Das Ordnungssystem hat nur einen Haken: Es kann nur dann richtig gut funktionieren, wenn auch alle mitmachen. Daran arbeiten wir noch. Vielleicht mit einer Belohnungsapp wie Strides, wo jeder seine persönlichen Ziele definieren und die Umsetzung überprüfen kann. Aber das ist ein anderes Thema. Jörg Hunke

Kilometerfressen mit Runtastic

Eigentlich wollte ich nur so etwas haben wie einen zuverlässigen Schrittzähler, eine App, die mir sagt, wann und wie viel ich am Tag gelaufen bin, denn den Weg zur Arbeit lege ich zu Fuß zurück, das sind jeden Tag je nach Strecke zwischen 6,5 und 7 Kilometer.

Runtastic schien mir eine ideale Lösung, die App bietet eine Menge Messmöglichkeiten für verschiedenste Fitnessbetätigungen, lässt sich mit sozialen Medien koppeln und das GPS ist ordentlich und recht genau. So misst Runtastic also meine Wege ab, die Dauer, den Kalorienverbrauch, Steigung der Strecke und gefühlte 5000 andere Elemente meines Fußwegs. Mit anderen Worten: Man bekommt was für seine 4,99 Euro. Ich mag die App und nutze sie. Nervig ist nur, dass sie mir auch noch regelmäßig Erinnerungen via Push-Nachricht schickt: Ich solle mich bewegen, steht dann da. Marcus Weingärtner

Narisstische Energiezufuhr durch die Ravensburger Puzzle-App

Aus guten Vorsätzen mache ich mir nicht viel, aber ein bisschen mehr Geduld täte meinem Wesen schon ganz gut. Und wie kann man sanftmütige Beharrlichkeit besser trainieren als mit einem Puzzle? Leider ist aus Kindertagen nur noch ein Spiel übrig geblieben – ein Katzenmotiv, bei dem etliche Teile fehlen. Also muss eine App her.

Bei der Puzzle-App von Ravensburger gibt es die Teile in der gleichen Stanzform wie im Original – und wenn zwei Puzzleteile zusammenpassen, wird man mit einem freudigen Bimmelton beglückwünscht. Toll! Bis zu 500 Teile sind möglich – und die Stunden fliegen nur so dahin. Unglaublich, wie geduldig man plötzlich sein kann, auf der Suche nach dem passenden Randstück, das den letzten Baustein der Rialtobrücke bildet. Und dann das fertige Bild – was für eine narzisstische Energiezufuhr! Nur an die Wand hängen kann man sich das digitale Endprodukt nicht – aber das wäre wohl auch zu viel des Guten. Anne Vorbringer