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East Side Gallery
Die Streit um die East Side Gallery erregt die Gemüter vieler Berliner und sorgt auch international für Schlagzeilen

East Side Gallery: Bauarbeiten an East Side Gallery gestoppt

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Die East Side Gallery sorgt seit Tagen für Zündstoff.
Die East Side Gallery sorgt seit Tagen für Zündstoff.
Foto: REUTERS
Berlin –  

Seit dem frühen Morgen hatten sich wieder Gegner des Teilabrisses der East Side Gallery an der Mauer versammelt. Nun sind die Bauarbeiten gestoppt - bis zum 18. März soll an der East Side Gallery erst einmal nichts passieren.

Mit einer Mahnwache haben Gegner des Bauprojektes an der Berliner East Side Gallery ihren Protest gegen einen Teilabriss am Montag fortgesetzt. Schon gegen sechs Uhr kamen erste Demonstranten zur Mauer. Es seien etwa 100 Teilnehmer gekommen, sagte Robert Muschinski von der Initiative „ Mediaspree versenken!“. Auch viele Medienvertreter und Touristen waren wieder anwesend. Die Protestaktion verlief friedlich und ruhig.

Die meist jungen Aktivisten hatten Trillerpfeifen, Kaffekannen und Plakate dabei: "Kapitalismus raus aus den Köpfen" und "Kultur statt Luxuswohnungen" hatten die Demonstranten in großen Buchstaben auf die Pappen geschrieben.

Auch die Polizei war wieder vertreten, allerdings mit längst nicht so vielen Einsatzkräften wie die Tage zuvor. Die Entfernung einzelner Teile der East Side Gallery ist nun aber vorerst gestoppt, auch die Kräne hinter der East Side Gallery sind abgezogen worden.

Hochhaus-Investor Maik Uwe Hinkel hatte angekündigt, sich dem Dialog mit den Gegnern zu stellen. Am 18. März soll es ein Gespräch mit dem Senat und dem Bezirksamt geben. Bis dahin sollen die Arbeiten erst einmal ruhen.

Sascha Disselkamp vom Vorstand der Clubcomission hatte auch erst am Morgen aus den Medien erfahren, dass die Arbeiten gestoppt worden sind. Seiner Meinung nach, fing das Dilemma um das Areal schon in den 90er Jahren an. "Wir werden in jedem Fall weiter demonstrieren. Wir können noch ganz andere Hebel in Bewegung setzen, wir sind gut vernetzt", sagte er. Außerdem verstehe Disselkamp nicht, wieso 25 Meter aus der Mauer für die Brommy-Brücke herausgenommen werden müssen. "In so eine Lücke passen ja zwei Fußballmannschaften hinein."

Bis zum 18. März dahin wollen die Gegner an der Mauer eine Art Mahnwache halten. "Zwar nicht 24 Stunden am Tag, aber sobald etwas passiert, sind wir wieder hier", sagte Disselkamp.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) will sich vermittelnd in den Streit um den Abriss von Teilen der weltbekannten Berliner Mauer einschalten. „Ich setze mich für den Erhalt des Mauerstücks ein“, erklärte Wowereit am Montag.

Schon am Sonntag hatten rund 6000 Demonstranten gegen den Abriss demonstriert. (mit dpa)

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