16.02.2012

Norwegens Statkraft steigt aus: Aus für Gaskraftwerk in Emden

Werk von Statkraft in Knapsack (Archivbild)
Werk von Statkraft in Knapsack (Archivbild)
Foto: statkraft.de
Düsseldorf/Emden –  

Obwohl viele Atomkraftwerke abgeschaltet wurden, lohnt sich offenbar der Betrieb eines Kraftwerkes für den norwegischen Energiekonzern Statkraft im deutschen Emden nicht mehr - das bedeutet Entlassungen.

Der staatliche norwegische Energiekonzern Statkraft legt sein Gaskraftwerk in Emden still und verzichtet dort auf einen geplanten Neubau. Das Unternehmen habe beschlossen, den Betrieb des Kraftwerks mit einer Leistung von 430 Megawatt einzustellen, teilte der Versorger am Donnerstag mit. Es würden auch Arbeitsplätze gestrichen.

Wie viele der 56 Mitarbeiter in Emden in dem dort weiter betriebenen Biomassekraftwerk noch beschäftigt werden könnten sei offen. „Die Finanzkrise hat zu einem Rückgang in der Stromnachfrage geführt. Zudem stehen derzeit im Spotmarkt hohe Gaspreise niedrigen Strompreisen gegenüber“, erklärte Statkraft.

Der Konzern wollte in Ostfriesland das Gaskraftwerk aus dem Jahr 1972 durch eine moderne Anlage ersetzen. Statkraft hatte den Block 2009 im Zuge eines Beteiligungstauschs vom Energiekonzern E.ON übernommen. (rtr)

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