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Fashion Week
Die Fashion Week macht Berlin zweimal jährlich zur internationalen Bühne für Mode und Lifestyle. Wir informieren u.a. über Premium, Bread & Butter und die Shows am Brandenburger Tor.

Modebloggerin Jana Windoffer: Der Standort geht gar nicht

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Mode-Bloggerin Jana Windoffer schreibt für www.bekleidet.net.
Mode-Bloggerin Jana Windoffer schreibt für www.bekleidet.net.
Foto: privat
Berlin –  

Es gibt die Fashion Week Freaks, die mit bunten Frisuren und ausgefallener Bekleidung um die Aufmerksamkeit der Fotografen buhlen. Seit 2007 tummeln sich jedes Jahr einige von ihnen vor dem großen Mercedes-Zelt. Aber auch eine andere Gruppe ist immer stärker vertreten: die Modeblogger.

Jana Windoffer (23) ist so eine Modebloggerin. Sie steht nach der ersten Show vor dem Eingang unter einem schützenden Baum, um der Mittagshitze zu entgehen. „Meine Beziehung zur Mode ist nichts Zwanghaftes. Das sollte nicht so ernst genommen werden. Outfits müssen in erster Linie gut aussehen.“, sagt die Münsteranerin mit einem Lächeln. Dabei trägt diese zwanglose Bindung durchaus Früchte: Windoffers Blog „bekleidet.net“ hat durchschnittlich 170 000 Besucher im Monat, fast 3 300 Likes bei Facebook, und ist gut vernetzt bei „glam.de“, bei „lookbook.nu“ und „bloglovin.com“.

Erst 2009 wurde aus ihrer Liebe zu zeitgemäßer Bekleidung der konkrete Plan, darüber zu bloggen. „Ich habe da noch Landschaftsarchitektur studiert. In der Zeit habe ich einfach angefangen, über die Outfits und die Geschichten zu schreiben, die damit zusammenhängen.“, sagt Jana Windoffer. In den Themen finden sich Fotos, auf denen sie selbst die Outfits ausprobiert. Getreu dem Motto: Selbst ist die Frau. „Über den Blog lief ja dann der Austausch über die gezeigten Outfits. Das half mir sehr, mich mit konstruktiver Kritik auseinanderzusetzen. Aber eben auch Tipps zugeben. Später kamen dann Anfragen für Beratung per Mail. Wie ich über diese Kombination denke, oder welches Accessoire da am Besten passt.

Das war eine neue Erfahrung damals.“, sagt sie. Mit der Bekanntheit wuchs die Aufmerksamkeit der Szene. „Ich bin dann von Markenherstellern zu Blogger-Workshops eingeladen worden, nach Mailand und Barcelona. Dadurch konnte ich weitere Kontakte knüpfen, die Leute dahinter kennenlernen. Gerade kam ich aus Hamburg von einem Workshop für Blog-Optimierung wieder zurück. Dann nur schnell umpacken und ab nach Berlin. Alles etwas wild“, sagt Windoffer.

Der Fashion Week stand sie eher skeptisch gegenüber. Oberflächlich und eben zwanghaft, meint sie. Dennoch ist sie aus Münster zusammen mit Freundinnen und anderen Bloggerinnen angereist. Man möchte sich ja ein Bild machen. „Es ist wirklich voll im Zelt, die Show eben war super, vor allem die Musik war toll. Der nächste Sommer wird farblich sehr hell. Der Standort geht aber gar nicht. Zum nächsten Bahnhof ist es ein Stück und als Nicht-Berlinerin bist du hier etwas aufgeschmissen. Das geht besser“, sagt Windoffer. Für die anderen Messen dieser Tage hat sie ebenfalls Einladungen bekommen. Mit den Akkreditierungen hat sie sich aber nicht übernommen.

„Ich habe hier Leute getroffen, die auf 16 Shows in drei Tagen unterwegs sind. Ich habe da selektiert und schaue mir entspannt an, was Escada, Hunkemöller und Blame so machen.“, sagt sie. Plötzlich möchte eine andere Bloggerin ein Foto mit ihr. „So einfach erkannt zu werden, ist schon ungewohnt“, gibt sie zu. Ab Herbst möchte Jana Windoffer erstmal weiter studieren. Sie ist interessiert an Medienkommunikation und der digitalen Welt, weil sie das mit ihrem Blog verknüpfen kann. „Aber genaueres verrate ich nicht, da müsst ihr schon den Blog lesen“, sagt sie mit einem Zwinkern.

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