16.02.2012

Eurokrise: Griechischer Staatspräsident wettert gegen Schäuble

Der griechische Staatspräsident hat genug.
Der griechische Staatspräsident hat genug.
Foto: dpa

Weil Deutschland das Rettungspaket für Griechenland an neue Bedingungen knüpft, platzt dem griechischen Staatspräsidenten der Kragen. „Wer ist Herr Schäuble, dass er Griechenland kränkt?", sagt er während eines Essens.

Angesichts neuer Forderungen aus Deutschland und Finnland macht der griechische Staatspräsident seinem Frust Luft. „Ich kann nicht hinnehmen, dass Herr Schäuble mein Land beleidigt“, sagte Papoulias am Mittwoch sichtlich wütend.

„Wer ist Herr Schäuble, dass er Griechenland kränkt? Wer sind die Niederländer? Wer sind die Finnen?“, wetterte der 82-Jährige Karolos Papoulias während eines Mittagessens mit dem Verteidigungsminister und Spitzenvertretern des Militärs.

Deutschland droht, das Rettungspaket aufzuschieben

Am Mittwoch forderte Deutschland vor der Freigabe eines zweiten Rettungspakets für das krisengeschüttelte Griechenland einen überzeugenden Vertrauensbeweis von den Spitzenpolitikern in Athen.

Volkszorn wütet in Athen

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Als Drohung stellten Deutschland und die anderen nördlichen Geber-Staaten Niederlande und Finnland Euro-Kreisen zufolge eine Verschiebung des gesamten Pakets bis nach der Wahl in den Raum.
In der griechischen Bevölkerung wächst der Unmut über die Forderungen Deutschlands.

Demonstranten verbrannten bereits deutsche Fahnen. In Zeitungen wurde eine Fotomontage von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einer Nazi-Uniform veröffentlicht. (rtr)

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