Kann die portugiesische Regierung ihren Weg noch selbst bestimmen?
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Kann die portugiesische Regierung ihren Weg noch selbst bestimmen?
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In Lissabon demonstrieren Hunderttausende gegen den Sparkurs der Regierung, der größte Gewerkschaftsverband verweigert seine Zustimmung zu Reformen. Wieder ist von einem Schuldenschnitt die Rede.
In Lissabon haben am Samstag laut Gewerkschaften mehr als 300.000 Menschen gegen den Sparkurs der portugiesischen Regierung demonstriert. Die Polizei machte keine Angaben über die Teilnehmerzahlen.
Der Generalsekretär des Gewerkschaftsdachverbandes CGTP, Arménio Carlos, sprach nach Medienberichten von der größten Demonstration der vergangenen 30 Jahre. Carlos warf der Regierung vor, sich den Interessen der „Troika von EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank zu unterwerfen.
Portugal begehrt auf
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...Feiertage abschaffe, Urlaubsansprüche streichen und Erlassungen erleichtern.
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Der größte Gewerkschaftsverband weigert sich, diesen Forderungen nachzugeben.
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Die Regierung argumentiert, die hohen Staatsschulden müssten begrenzt werden. Tatsächlich...
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...besteht für Portugal weiterhin die Gefahr eines Staatsbankrotts.
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Neben Griechenland ist Portugal mit am stärksten von der Eurokrise betroffen. Die Arbeitslosenquote im Land liegt bei 13 Prozent.
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Damit ist sie mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland.
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Auch Sympathisanten der Hackerbewegung "Anonymous" demonstrieren mit.
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Links steht: "Anonymous bewegt die Welt". Rechts: "Sie repräsentieren uns nicht."
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In Portugal haben Hunterttausende gegen die Reformen der Regierung demonstriert. Die will unter anderem..
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Als Gegenleistung für das 78 Milliarden Euro schwere Hilfspaket der EU und des Internationalen Währungsfonds verpflichtete sich Portugal zur Senkung des Haushaltsdefizits von 9,8 (2010) auf 5,9 Prozent (2011).
Der größten Gewerkschaften verweigern Reformen
Der liberal-konservative Ministerpräsident Pedro Passos Coelho versicherte, sein Land werde das mit den internationalen Geldgebern erst für 2012 vereinbarte Defizitziel von 4,5 Prozent schon 2011 erreichen. Das Land gilt derzeit nach Griechenland als größtes Sorgenkind der Eurozone. In wenigen Tagen überprüfen Experten der Geldgeber erneut, ob die Regierung die Sparauflagen umsetzt, denen sie im Gegenzug für die Hilfen zugestimmt hat.
Im Januar hat die Regierung mit Unternehmerverbänden und kleineren Gewerkschaften ein Abkommen über tiefgreifende Arbeitsmarkt-Reformen unterzeichnet.
Der größte Gewerkschaftsdachverband des Landes, der rund 800.000 Mitglieder starke CGTP, unterzeichnete das Abkommen allerdings nicht. Die angestrebten Reformen stellten „eine Rückkehr zum Feudalismus“ dar, klagte der Verband.
Das Abkommen, das unter anderem Entlassungen erleichtert, drei Feiertage abschafft, das Arbeitslosengeld, Zahlungen für Überstunden und Abfindungen kürzt und auch die Höchsturlaubsdauer von 25 auf 22 Tage pro Jahr reduziert, wurde auch von der Opposition als sozial ungerecht zurückgewiesen.
13 Prozent sind arbeitslos
Zuletzt waren Spekulationen aufgekommen, wonach Portugal weitere Hilfen oder sogar einen Schuldenschnitt nach dem Vorbild Griechenlands benötigen könnte.
Die portugiesische Regierung betont, weder mehr Geld noch eine Fristverlängerung bei dem Rettungspaket im Volumen von 78 Milliarden Euro zu benötigen. Viele Experten befürchten jedoch, dass diese Summe nicht ausreichen wird.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble deutete jüngst seine Bereitschaft an, Portugal notfalls bei dem vereinbarten Rettungsprogramm entgegenzukommen.
Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen haben das Land in eine schwere Rezession gesteuert. Die Arbeitslosenquote liegt bei rekordhohen 13 Prozent.
Plaßmann und die Finanzkrise
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Plaßmann und die Finanzkrise
Finanzmarktokratie (FR vom 21.10.2011)
Schuldenberg (FR vom 20.10.2011)
Ratingagenturen (FR vom 19.10.2011)
Schuldenkrise (FR vom 17.10.2011).
Bankenkrise (FR vom 15.10.2011)
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Bankenkrise (FR vom 07.10.2011)
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Der subtile Humor der Bankkaufleute (FR vom 24.09.2011).
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Europäisches Schwergewicht (FR vom 13.09.2011)
Auf Wiedersehen Hotel Odysseus (FR vom 12.09.2011)
Europäische Schicksale (FR vom 09.10.2011)
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Bergender Schirm (FR vom 06.09.2011)
Eurobonds (FR vom 19.08.2011)
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Machtphantasien (FR vom 18.7.2011)
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Euro-Krise - nicht mehr zu übersehen. (FR vom 14.7.2011)
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Der Stolz der Hellenen (FR vom 30.6.2011)
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Taschengeld in Staatsanleihen (FR vom 18.6.2011)
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Wohl das Mindeste (FR vom 8.4.2011)
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Vertrauen in den Euro schwindet (FR vom 11..4.2011)
Inflationsängste (FR vom 12.3.2011)
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Plaßmann: Eurokrise (FR vom 26.11.2010)
Frankfurter Rundschau vom 24. November.
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Frankfurter Rundschau vom 23. September 2008
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Plaßmann: Hilfe für Irland (FR vom 13.11.2010)
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Ökonomisierung in der Schule
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