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Gefahr im Treppenlift

Irgendwie haben wir geahnt, dass es sich bei diesen Treppenliften, die in den Werbespots immer versonnen lächelnde Omas befördern, in Wahrheit um hochriskante Fortbewegungsmittel handelt. Ein bisschen an der Schaltung herumgefummelt und die Sicherung mit einer Büroklammer überbrückt - schon verwandelte sich der Sesselaufzug in einen elektrischen Stuhl. Doch bis der Schweriner "Polizeiruf"-Kommissar Hinrichs (Uwe Steimle) und sein neuer West-Kollege Holm Diekmann (Jürgen Schmidt) sich mit dem Mord befassten, war der Tod der alten Dame fast in Vergessenheit geraten.Denn zunächst musste der Neue mit dem wilden Osten vertraut gemacht werden. Wozu ihm ein paar Schurken den Umzugslaster klauten und später Ganoven in sein Eigenheim eindrangen, die es auf ein Gemälde abgesehen hatten. Das Bild eines Rembrandt-Schülers sollte so etwas wie den roten Faden des Falles abgeben. Womit der alte Schinken völlig überfordert war. Was folgte, war ein kaum zu durchschauendes Verwirrspiel zwischen vermeintlichem Original, Fälschung und schlussendlich echtem Gemälde. Dabei fiel zwar Wissenswertes über niederländische Malerei ab, aber leider kein guter Krimi. Selbst als das Ganze mit Kidnapping angereichert wurde - die Kunsträuber entführten Diekmanns Tochter -, kam keine Spannung auf. Statt plausibler Verknüpfungen wurde hier entschieden zu häufig Kommissar Zufall bemüht, um das zerfahrene Geschehen einigermaßen zusammenzubringen. So hatte der Krimi seine Stärken in Randsequenzen wie den herrlichen Auseinandersetzungen zwischen Hinrichs und seinem schrulligen Vater. Jürgen Schmidt aber wird noch ein paar packendere Fälle lösen müssen, um den unersetzlichen Kurt Böwe bei der Schweriner Kripo vergessen zu machen."Polizeiruf 110" So, 20. 15, ARD; mit U. Steimle und J. Schmidt; Buch: M. Illner; Regie: H. Förnbacher.


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