Selbsthilfegruppe kontaktieren
Karin Meißler vom Bundesvorstand des Vereins Frauenselbsthilfe nach Krebs empfiehlt, noch vor der OP mit einer Selbsthilfegruppe Kontakt aufzunehmen: „Viele Erkrankte sind überfordert, da hilft der Austausch mit anderen Betroffenen sehr.“ Und weil es so viele Fälle von Brustkrebs gibt, werden Frauen auch in der Nähe ihres Wohnortes fündig. „Wir haben knapp 400 aktive Gruppen, die sich regelmäßig treffen“, sagt sie.
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Lernen, die wichtigen Fragen zu stellen
Wichtig sei der Austausch vor allem, damit die Patientinnen erfahren, wie sie sich in den Behandlungsprozess einbringen können. „Es ist wichtig, aktiv nachzufragen und zu verstehen, warum was gemacht wird. Man muss schließlich zu der Therapie und den Medikamenten stehen können“, sagt Karin Meißler.
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Brustkrebszentrum suchen
Nach der ersten Diagnose gibt in der Regel der behandelnde Arzt den weiteren Weg vor, indem er eine Klinik für die Operation und begleitende Maßnahmen empfiehlt. Der erste Schritt in der Therapie führt zu einem Brustkrebszentrum. Anders als in der Vergangenheit liegt dabei das Schicksal der Patientin nicht mehr in der Hand eines einzelnen Mediziners. „In interdisziplinären Tumorkonferenzen wird jeder einzelne Fall von fünf Fachärzten besprochen“, erklärt Wesselmann. „Dabei kommen auch psychologische und soziale Aspekte zur Sprache.“
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Wer trägt die Kosten?
Was nach einem hohen - auch finanziellen - Aufwand klingt, ist in Deutschland mittlerweile Standard. „Die Krankenkasse übernimmt alle Leistungen, die medizinisch notwendig sind“, bestätigt Ann Marini vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen in Berlin.
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Auf Zertifizierung achten
Die Patientin kann selbst ein Brustkrebszentrum auswählen. Allerdings sollte sie dabei auf die Zertifizierung durch die DKG achten, die momentan 246 Zentren vorweisen können. Sie garantiert die Einhaltung weltweit gültiger Leitlinien zur Brustkrebsbehandlung, erklärt Simone Wesselmann, die bei der DKG für die Zertifizierung zuständig ist. „Ein Brustkrebszentrum ist nicht immer eine einzige Klinik, es kann auch zum Teil ein Netzwerk aus niedergelassenen Ärzten sein, die sich nach der Operation um die Patientin kümmern.“
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Nachsorge gehört zur Therapie
Diese Nachsorge ist ein wichtiger Bestandteil der Krebstherapie. Medikamente und Bestrahlung sorgen dafür, dass sich kein neuer Tumor bildet. Auch der Zustand der Brust nach der Operation ist ein medizinisches Problem.
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Was passiert mit der Brust?
In bis zu 90 Prozent der Fälle wird die Brust erhalten. Andernfalls ist ein künstlicher Aufbau nötig. „Auch hier springt die Krankenkasse ein, da es sich nicht um eine Schönheitsoperation handelt“, betont Ann Marini vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen. Unübersichtlich wird es erst bei alternativen Heilmethoden. Da empfiehlt Marini, sich beim eigenen Versicherer zu informieren, ob dieser die Alternativmedizin unterstützend zur Schulmedizin erstattet.
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Blick nach vorne
In einem zertifizierten Brustkrebszentrum gehört außerdem der Kontakt mit Sozialarbeitern zum Therapieprogramm. Denn neben den psychologischen und körperlichen Auswirkungen einer Brustkrebserkrankung ist auch entscheidend, wie es im Leben der Patientin weitergeht. „Früher bedeutete Brustkrebs direkt Frührente und damit finanzielle Einbußen. Heute wird oft eine Rückkehr in den Beruf angestrebt“, sagt Karin Meißler von der Frauenselbsthilfe nach Krebs.
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Diagnose Brustkrebs: Was jetzt zu tun ist
Schnell schlau machen
Eine Brustkrebs-Patientin hat innerhalb kurzer Zeit sehr viel zu bewältigen. „Von der Diagnose bis zur Operation vergehen ein bis drei Wochen“, sagt Frauenärztin Simone Wesselmann von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG). Denn fast immer müssen bösartige Tumore schnell operativ entfernt werden. Etwa fünf Tage dauert der Krankenhausaufenthalt in der Regel.
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