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Berliner Zeitung | Man(n) steht drauf
24. May 2012
http://www.berliner-zeitung.de/5648228
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Man(n) steht drauf

Nicht mehr „seinen Mann stehen zu können“, kann viele Ursachen haben und sind nicht selten Grund für Depressionen bei den Betroffenen. Dabei liegt oft keine Dysfunktion körperlicher Organe vor, sondern viele Erektionsschwierigkeiten haben psychische Gründe. Der tägliche Alltagsstress, die ungleiche Verteilung von zu viel und zu wenig Arbeit, fehlende soziale Anerkennung und das Gefühl, dem Druck nicht gewachsen zu sein, sind nur einige Auslöser von Impotenz. Die entstehende Spirale aus fehlender oder unzureichender Erektion und dem damit verbundenem Schamgefühl, welches noch mehr Druck auf den Mann ausübt, kann leicht zu einer schweren Lebenskrise führen. In diesen Zeiten benötigen die Männer viel Verständnis von ihrer Partnerin, denn häufig ist schon das Eingestehen, dass „kleine Freund“ nicht mehr so richtig will, eine scheinbar unüberbrückbare Hürde. Vorwürfe sind in solchen Fällen das falscheste Mittel. Vielmehr gilt es, dem Mann die vollste Unterstützung angedeihen zu lassen und ihn bei der Ursachensuche zu helfen. So sollte im gemeinsamen Gespräch die persönliche Situation besprochen werden, um mögliche psychische Gründe ausschließen zu können. Vielfach kann der Abbau von beruflichen und privaten Stressfaktoren Blockaden lösen und wieder für ein erfülltes Sexualleben sorgen. Wenn nach Ausschluss dieser Faktoren immer noch Erektionsschwierigkeiten bestehen, sollte der Gang zum Urologen gewählt werden. Dieser wird in einem ersten vertraulichen Gespräch sich verständnisvoll nach möglichen Gründen erkundigen und dann gegebenenfalls einige Untersuchungen veranlassen. Sollten diese Untersuchungen tatsächlich einen körperlichen Grund für die ungenügende Erektion bestätigen, gibt es in vielen Fällen diverse Medikamente, die beispielsweise die Blutzirkulation verbessern. Manchmal kann auch ein operativer Eingriff das bestehende Problem beheben. Vielfach hilft ein offener und ehrlicher Umgang zwischen den Partnern und, falls notwendig, dem Arzt, um wieder Spaß bei der schönsten Nebensache der Welt zu haben.


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