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Hertha BSC: Luhukay lobt Hosogai

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Vielseitig: Hajime Hosogai.
Vielseitig: Hajime Hosogai.
Foto: Bongarts/Getty Images

Ob rechts, links oder auch zentral: Herthas Neuer Hajime Hosogai gilt als flink und enorm vielseitig. Bevor er in Berlin eintrifft, tritt der 26-Jährige mit Japan beim Confederations-Cup an.

Nur wirklich altgediente Anhänger von Hertha BSC erinnern sich noch an Yasuhiko Okudera. Der inzwischen 61-Jährige war der erste Japaner, der 1977 in die Bundesliga wechselte – zum 1. FC Köln. 1980 zog der Mittelfeldmann weiter zu Hertha BSC, brachte es in der Zweiten Liga Nord zu 25 Einsätzen und acht Toren unter dem Trainer Uwe Klimaschefski. Da Hertha aber den Aufstieg nicht schaffte, wechselte Okudera zu Werder Bremen.

33 Jahre später kommt in Hajime Hosogai, 26, erst der zweite Japaner zu Hertha. Manager Michael Preetz muss dem Vernehmen nach rund eine Million Euro an Bayer Leverkusen überweisen, was Hertha in Raten tun kann. Der 18-malige Nationalspieler hat einen Vertrag bis 2017 unterschrieben.

Wie schon Zugang Sebastian Langkamp (FC Augsburg/ablösefrei) hat Hosogai als Bayer-Leihgabe an Augsburg in der Saison 2011/2012 unter Hertha-Trainer Jos Luhukay eine durchaus dominante Rolle gespielt. „Seine Mentalität ist hervorragend“, lobt Luhukay. Ein Merkmal des flinken Japaners sei seine enorme Vielseitigkeit.

Japan-Boom in der Bundesliga

Hosogai ist bei weitem nicht allein in der Bundesliga. Neben ihm waren in dieser Spielzeit neun seiner Landsleute unter Vertrag, gleich zwei beim 1. FC Nürnberg. Diesen Boom – in keiner anderen europäischen Liga spielen mehr Japaner als in der Bundesliga – löste 2010 Shinji Kagawa bei Borussia Dortmund aus, der inzwischen nach starken Auftritten bei Manchester United stürmt und Borussia 15 Millionen Euro an Ablöse einbrachte.

Guido Buchwald, Weltmeister 1990, heute Sportlicher Leiter der Stuttgarter Kickers, hatte als Trainer bei Urawa Red Diamonds in Japan einst Hosogai entdeckt und als 17-Jährigen von der Universität zu Urawa geholt.

Buchwald sagte dieser Zeitung: „Hajime ist ein kompletter Fußballer. Er spielt nicht spektakulär, aber effektiv und ist sehr zweikampfstark.“ Buchwald: „Den kannst du rechts, links in die Abwehr stellen oder auch zentral im Mittelfeld.“ Als 18-Jähriger habe Hosogai in einem Test von Urawa gegen Manchester United Cristiano Ronaldo komplett ausgeschaltet. Herthas Anhang wird solche Episoden natürlich gern hören.

Hosogai geht derzeit erst einmal mit Japans Nationalelf auf große Tour. Nach Länderspielen gegen Australien und im Irak tritt der Hertha-Zugang mit Japan im Confederations-Cup in Brasilien an. Die Gegner: Brasilien, Italien, Mexiko.

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