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Hertha gegen Sandhausen: Spaß auf dem Dorf

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Fußball-Zweitligist Hertha BSC ist zumindest für eine Nacht auf Platz zwei geklettert.
Fußball-Zweitligist Hertha BSC ist zumindest für eine Nacht auf Platz zwei geklettert.
Foto: dapd
Sandhausen –  

Hertha BSC gewinnt zum Auftakt des 13. Spieltags bei Aufsteiger SV Sandhausen. Der Tabellenzweite erarbeitete sich viele Chancen. Das lag allerdings nicht nur an der spielerischen Überlegenheit der Herthaner, sondern auch an haarsträubenden Unzulänglichkeiten der Sandhausener Abwehr.

Jos Luhukay hatte prophezeit, dass sich die Partie meist in der Hälfte der Badener abspielen würde. Dass es am Ende ein regelrecht grotesk ungefährdeter 6:1-Erfolg werden würde, hatte allerdings auch der Niederländer nicht vorhersehen können. „Dass wir nach zwei Unentschieden solch einen Sieg landen, ist natürlich prima“, freute sich Peter Niemeyer nach der Partie.

Schon in der neunten Minute hatte Sandhausens Ersatz-Keeper Michael Langer, der den an einem Magen-Darm-Virus laborierenden Daniel Ischdonat vertrat, großes Glück. Nach einem Freistoß von Ronny scheiterte zunächst Niemeyer, den Nachschuss vergab Adrían Ramos.

Der Tabellenzweite erarbeitete sich viele Chancen. Das lag allerdings nicht nur an der spielerischen Überlegenheit der Herthaner, sondern auch an haarsträubenden Unzulänglichkeiten der Sandhausener Abwehr, die oft zu weit vom Gegenspieler weg stand und mit Langer einen fahrigen Keeper hatte. Folgerichtig fiel auch die Führung durch Ramos (28.), der im Fünfmeterraum freistand. Kurz darauf stand es 0:2, nachdem Langer einen Ronny-Freistoß auf den Rücken von Niemeyer gefaustet hatte (35.).

Große Räume für Berlin

Sandhausen – wer über den Ortsnamen lacht, weiß nicht, dass das Städtchen in der Nähe von Brackenheim und Mückenloch liegt – hatte vor der Partie gegen die Hertha acht der letzten zehn Spiele verloren. Dass es derer neun werden würden, stand im Grunde nach den ersten Spielminuten fest. Dementsprechend schwer fällt die individuelle Bewertung des Berliner Personals.

Natürlich hatten Niemeyer und Peer Kluge das Zentrum im Griff, natürlich machte jede Aktion von Ronny Spaß. Und natürlich rochierte Ramos in der Spitze fleißig. Allerdings ließen die SVS-Spieler ihren Kontrahenten auch Räume, die sich im Profifußball nicht auftun dürfen. Die Berliner Defensive verbrachte sowieso einen ruhigen Abend, weit über eine Stunde lang hatte Sandhausen nicht einen einzigen Torabschluss zu feiern.

Im zweiten Durchgang ließen es die Hauptstädter ruhiger angehen. An den Ball ließen die den Gegner dennoch kaum. Nicht einmal in der 64. Minute, als Langer gegen Schulz zu spät kam. Nach vierminütiger Unterbrechung verwandelte Ronny den Strafstoß zum 0:3 (68.). Langer hatte zwischenzeitlich wegen einer Roten Karte den Platz verlassen müssen und Verbandsligakeeper Philipp Kühn zum Profidebüt verholfen, der ebenfalls noch drei Mal hinter sich greifen musste. Doch zuvor gab es zwei unfassbare Ereignisse zu beobachten.

Erstens: Sandhausen kam gefährlich in die gegnerische Hälfte. Zweitens: Sandhausen traf dabei das Tor (Andrew Wooten, 75.). Den SVS-Fans blieb allerdings nicht lange Zeit, das Erfolgserlebnis zu genießen. Nach toller Kombination über Ronny und Marcel Ndjeng traf Sami Allagui zum 1:4 (81.), ehe Ndjeng mit einem Distanzschuss den fünften Berliner Treffer erzielte (89.) und der Israeli Ben Sahar das halbe Dutzend voll machte (90.).

Dass mit Allagui und Sahar gleich zwei Reservespieler trafen, die „sich gedulden müssen, aber in die Mannschaft drängen“, erwähnte Jos Luhukay nach dem Spiel gesondert, ehe er den Kantersieg einordnete. „Wichtiger als das Ergebnis sind für mich die Fortschritte im Training. Mein Wunsch ist, dass wir öfter solche Abende wie heute erleben.“

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