JFK in Berlin
Am 26. Juni 1963 - vor 50 Jahren - hat John F. Kennedy eine der berühmtesten Reden der Geschichte in Berlin gehalten.

Chronik Obama in Berlin: Abflug aus Obama-City


Foto: AFP

First Family steigt in Air Force One +++ Beelitzer Spargel für Obama +++ Obama will Atomsprengköpfe um bis zu ein Drittel reduzieren +++ Obama spricht - ohne Jackett +++ Obama redet Prism-Überwachung klein +++

Air Force One verlässt Berlin
22:11
Die Air Force One ist gestartet, die First Family hat hat Berlin verlassen. Wir ziehen Bilanz: Arno Widmann und Holger Schmale über Obamas Besuch in Berlin.

Obamas steigen in Air Force One
21:56

Sie verlassen Berlin so strahlend wie sie gekommen sind: Der Präsident und die First Lady winken an der Flugzeugtür ein letztes Mal den Kameras zu. Drinnen warten bereits ihre Töchter auf sie.

Obama am Flughafen eingetroffen
21:50 Uhr

Nun sind auch Präsident Barack Obama und Michelle Obama eingetroffen. Sie werden von einem Ehrenspalier verabschiedet - während die Triebwerke bereits laufen. Zuvor waren die Standorte der einzelnen Soldaten mit Kreide markiert worden.  

Obama lässt Töchter warten
21:45 Uhr

Obama ist auf dem Weg zum Flughafen, dort steht auch das Ehrenspalier bereits bereit. Doch noch ist der Präsident nicht eingetroffen, seine Töchter müssen warten.

Panne bei Obama-Rede: Teleprompter versagten

21:32 Uhr

Bei seiner Rede am Brandenburger Tor musste US-Präsident Barack Obama ausgerechnet auf sein wichtigstes Werkzeug verzichten, meldet die Nachrichtenagentur dpa. Die beiden Teleprompter, kleine Text-Projektoren rechts und links vom Rednerpult, funktionierten nicht, wie ein Mitarbeiter des Weißen Hauses am Abend in Berlin bestätigte. Seine mit Spannung erwartete Ansprache musste der Präsident daher weitestgehend vom Papier ablesen.
Mehrere mitgereiste US-Reporter, die Obama häufig bei Reden sehen, bemerkten seine untypisch zurückhaltende Gestik und seinen häufigen Blick nach unten. Manche spekulierten, dass er sein Jackett am Anfang des Auftritts nicht wegen der Hitze ablegte, sondern um den Technikern noch etwas mehr Zeit zu verschaffen. Ungeklärt ist, ob die Sonneneinstrahlung zu stark war oder ob ein anderes Problem vorlag. Besonders für Obamas Kritiker, die über seine angebliche Abhängigkeit von Telepromptern witzeln, ist das Malheur ein gefundenes Fressen. Obama nahm sich dafür öffentlich schon einige Male selbstironisch auf die Schippe.

Luftraum für andere Flugzeuge geschlossen
21:12 Uhr

Der Luftraum ist für andere Flugzeuge bereits geschlossen. Der Präsident wird auf dem US- Militärflughafen  Rammstein in Rheinland-Pfalz zwischenlanden um zu tanken.. Das ist nötig, weil durch die Kürze der Startbahn in Tegel eine Vollbetankung der Air Force One nicht möglich ist. Die Piloten hätten Probleme mit der vollbetankten Maschine und deren Gewicht zu starten. Das Flugzeug ist zwar ausgerüstet mit einer Anlage zum Betanken in der Luft, aber die Kosten sollen gespart werden.

Obama-Töchter im Flugzeug
20.55 Uhr
Die Töchter steigen in die Air Force One. Die Kolonne mit Barack Obama wird sich in wenigen Minuten auf den Weg machen.


Obama-Töchter auf dem Weg zum Flughafen
20:40 Uhr
Der Konvoi mit den Töchtern des Präsidenten hat das Hotel verlassen und rollt zum Flughafen Tegel. Die Strecke ist geheim.

Obama-Töchter startklar zur Abreise
20:33 Uhr

Die Obama- Kinder fahren nach unseren Informationen in Kürze vom Hotel zum Flughafen Tegel. Ihre Eltern starten in etwa 30 Minuten vom Schloss Charlottenburg - also gegen neun Uhr. Auch Allen R. vom Lebensmitteldienst des Präsidenten macht sich auf den Weg zum Flughafen. Dort wird die Air Force One bereits startklar gemacht.

Obama-Töchter wieder im Hotel
20:16 Uhr
Es war ein kurzer Shopping-Ausflug: Nach unseren Informationen sind die Obama-Töchter wieder zurück im Hotel. Auf einen Film haben sie im Sony-Center wohl verzichtet.

Obama am Tisch mit Dirk Nowitzki

19:55 Uhr

Im Bankettsaal sitzt neben Obama Ulrich Grillo, der Chef des BDI. Daneben Dirk Nowitzki. Angela Merkel sitzt neben Michelle Obama. Merkel hat in einer kurzen Ansprache die Gäste willkommen geheißen - die schwitzen denn es ist heiß. Dann spricht Obama, stößt mit Merkel an.

Präsident Obama und Kanzlerin Merkel prosten sich beim Gala-Dinner im Schloss Charlottenburg zu.
Präsident Obama und Kanzlerin Merkel prosten sich beim Gala-Dinner im Schloss Charlottenburg zu.
Foto: AFP

Obama-Töchter in Potsdamer Arkaden
19:38 Uhr

Durch das Untergeschoss sind die Obama-Töchter in die Potsdamer Platz-Arkaden gekommen, berichtet unsere Reporterin vor Ort. Begleitet wurden die beiden von vier bis fünf Bodyguards - und zahlreichen Beamten in Zivil. Als erstes ging es hoch zum Bücherladen Hugendubel im zweiten Geschoss. Dort holte sich Malia Ann eine Ampelmännchen-Tüte - wohl Berlin Souvenirs. Dann liefen die Obama-Töchter begleitet von vier Freunden durch das Shopping-Center. Sascha lief Arm in Arm mit einer Freundin. Sie wirkte müde. Bei Hugendubel fragte sie, wo sie sich mal hinsetzen konnte. Dann ging es rüber zum Sony Center. Dort verschwanden die Obama-Töchter im Kino.

Höchste Sicherheitsstufe für Obama-Töchter
19:25 Uhr

Während Obama diniert, geht es für die Obama-Töchter zum Shoppen in den Potsdamer Platz Arkaden. Dort gilt die höchste Sicherheitsstufe. Mitarbeiter des Centers sind überrascht über den plötzliche Polizeipräsenz. Das Gebäude werde hermetisch abgeriegelt, berichten Zeugen.

Obama diniert - Töchter shoppen
19:04 Uhr

Die Obamas, Angela Merkel und ihr Ehemann Joachim Sauer sind im Schloss Charlottenburg angekommen. Klassiker der deutschen Küche präsentiert der Zwei-Sterne-Koch Tim Raue beim Gala-Dinner im Schloss Charlottenburg. Das Menü besteht aus Beelitzer Spargel mit Zitrone und Saiblingskaviar, Kabeljau mit Schmorgürkchen und Estragonpüree sowie Königsberger Klopsen mit Rote Beete, Apfelsalat und Kartoffelpüree. Als Nachtisch gibt es für Obama und die mehr als 200 geladenen Gäste Bienenstich. Alles wurde vorgekostet. Währenddessen geht es für die Obama-Töchter shoppen - in den Potsdamer Platz Arkaden. Aber nur bis spätestens 20.30 Uhr - dann müssen sie wieder im Hotel sein.

Michelle Obama, Barack Obama, Angela Merkel aund ihr Ehemann Joachim Sauer bei der Ankunft in Schloss Charlottenburg.
Michelle Obama, Barack Obama, Angela Merkel aund ihr Ehemann Joachim Sauer bei der Ankunft in Schloss Charlottenburg.
Foto: AFP

Aufbruch zum Dinner
18.30 Uhr

Die Hitze hat die Obamas ins Hotel getrieben - nun brechen sie auf zum Schloss Charlottenburg. Dort ist der rote Teppich schon ausgerollt.

Beelitzer Spargel für Obama
18.28 Uhr

Um 19 Uhr diniert Obama mit Kanzlerin Merkel und geladenen Gästen im Schloss Charlottenburg. Auf der Karte stehen nach Medienberichten: Beelitzer Spargel, Königsberger Klopse, Rote-Beete-Apfelsalat, Kabeljau mit Schmorgurken - und Birnenstich zum Dessert.

Obama mit Botschaftskindern
18.29 Uhr

Obama-Rede zum Nachlesen
18.13 Uhr

Mehr dazu

Russland bewertet Obamas Abrüstungsangebot kritisch
18.10 Uhr

Russland hat sich skeptisch zum Vorstoß von US-Präsident Barack Obama zur Reduzierung von Atomwaffen geäußert. Die Vorschläge könnten nicht ernstgenommen werden, so lange die Vereinigten Staaten gleichzeitig ihre Raketenabwehr verstärkten, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Dmitri Rogosin am Mittwoch.
Obama hatte zuvor in Berlin vor Tausenden Zuhörern am Brandenburger Tor erklärt, er wolle bis zu ein Drittel der amerikanischen Atomwaffen abschaffen. Damit würde er deutlich weitergehen, als die beiden Staaten es in ihrem Abkommen von 2010 vereinbart hatten. Damals wurde beschlossen, dass sie ihr Arsenal auf je 1550 Kernwaffen bis 2018 reduzieren. Obamas neuer Vorstoß würde nach Angaben eines Abrüstungsexperten bedeuten, dass die USA darüber hinaus 200 bis 300 zusätzliche Sprengköpfe abschafften.

Obamas Rede als Wortwolke
17.50 Uhr

Justice, Freedom, Berlin, People - das sagte der Präsident besonders häufig: Obamas Rede als Wortwolke.

Kein Shoppen für Obama-Töchter
17.12

Michelle Obama und die Töchter bleiben wohl vorerst im Hotel. Das Shoppen fällt wohl aus Der Grund nach Medienberichten: Der First Lady sei die Hitze nicht bekommen, heißt es. Sie soll sich hingelegt haben.

Rösler: Obama-Rede "herausragend"
17.10 Uhr

Obama trifft Steinbrück
16.58, Repräsentanz der Commerzbank am Pariser Platz

Im Rahmen seines Berlin-Besuchs hat US-Präsident Barack Obama auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück getroffen. Nach der Rede am Brandenburger Tor kamen beide zum Meinungsaustausch in der Repräsentanz der Commerzbank am Pariser Platz zusammen - die Atmosphäre wirkte locker und entspannt. Zu den Inhalten der Gespräche wurde zunächst nichts bekannt.

Justice, Freedom, Berlin, People - Obamas Rede als Wortwolke. Am größten sind die am häufigsten verwendeten Begriffe.
Justice, Freedom, Berlin, People - Obamas Rede als Wortwolke. Am größten sind die am häufigsten verwendeten Begriffe.
Foto: Wordle

Entwarnung am Sony-Center
16.54
Entschärfer der Polizei öffnen den verdächtigen Karton am Sony Center. Er ist leer. Die Polizei gibt Entwarnung. Die umfangreichen und weiträumigen Absperrungen werden aufgehoben.

Sony-Center wird geräumt
16.20 Uhr

Das Sony-Center wird wegen des verdächtigen Gegenstandes geräumt. Zuvor wurde dort eine verdächtige Vorrichtung sichergestellt. Zugleich wurde vor dem Starbucks am Pariser Platz wird ein Lego-Karton abgelegt. Die Polizei sichert den Karton. Auch die Strecke des Konvois wird geändert. Rettungssanitäter sowie ein Notarzt kümmern sich in der Behrenstraße um Besucher, die wegen der Hitze zusammengebrochen sind.

Altmaier von Obama-Rede begeistert
16.15

Berlin im "Neuland"-Fieber
16.12 Uhr

Nach der Rede Obamas ist klar: Wenn es heute einen historischen Satz gab, kam er von Merkel.„Das Internet ist für uns alle Neuland“ sorgt im Netz für Begeisterung.

Merkel schenkt Obama Schallplatte mit Kennedy-Rede
16.11 Uhr
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat US-Präsident Barack Obama eine alte Schallplatte mit der berühmten Berlin-Rede seines Vorgängers John F. Kennedy geschenkt. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa. Kennedy hatte vor 50 Jahren als erster US-Präsident nach dem Mauerbau Berlin besucht. Am 26. Juni 1963 sagte er vor dem Rathaus Schöneberg: „Ich bin ein Berliner“ - die Rede ging als Bekenntnis zur Freiheit West-Berlins in die Geschichte ein. Neben der Langspielplatte schenkte Merkel ihrem Gast Bilder.

Obama verlässt den Pariser Platz
16 Uhr

Das war's. 28 Minuten dauerte die Rede Obamas. Historisch war sie wohl eher nicht. Die wichtigste Botschaft: Ein Angebot zur weiteren atomaren Abrüstung und der Aufruf in aller Welt für einen Frieden mit Gerechtigkeit einzutreten.

Obama: Wir wollen Atom-Sprengköpfe um bis zu ein Drittel reduzieren

US-Präsident Barack Obama hat in seiner Rede in Berlin ein weitreichendes Abrüstungsangebot gemacht. Ziel sei es, die strategischen Atomwaffen um bis zu ein Drittel zu verringern, sagte Obama in seiner mit Spannung erwarteten Ansprache vor dem Brandenburger Tor am Mittwoch.

Peer Steinbrück trifft Barack Obama.
Peer Steinbrück trifft Barack Obama.
Foto: AFP

Obama betont Kampf gegen Klimawandel

Obama warb für einen engagierten Kampf gegen den Klimawandel. Die USA hätten ihren Anteil an erneuerbaren Energien verdoppelt. „Wir müssen aber mehr tun und wir werden mehr tun.“ Das gelte auch für andere Länder. Nötig sei ein globaler Pakt, um den Klimawandel aufzuhalten. „Das ist unsere Aufgabe, und wir müssen uns an die Arbeit machen.“

Obama: "Wir sind Weltbürger"

US-Präsident Obama: „Die Prüfungen unseres Zeitalters verlangen von uns den gleichen Kampfgeist, den Berlin vor einem halben Jahrhundert gekennzeichnet hat“, sagte er. Obama erinnerte an die Kennedy-Rede. Dieser habe die Menschen auch aufgefordert, den Blick zu heben auf einen Frieden für alle. „Wir sind nicht nur Bürger Deutschlands oder Amerikas, sondern auch Weltbürger“, rief der Präsident unter dem Applaus der Zuhörer. Obama wandte sich gegen Diskriminierung und hob die Bedeutung von Glaubensfreiheit hervor.

Obama für Gleichstellung von Lesben und Schwulen

Obama spricht sich für eine weitgehende rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen aus. Deren Liebe müsse vor dem Gesetz gleichgestellt werden, sagt der US-Präsident. In der Bundespolitik wird derzeit über die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen diskutiert. In der Union gibt es dabei eine zum Teil sehr kontroverse Debatte.

Obama: "Die Offenheit hat gesiegt"

Obama würdigt in seiner Rede auch den Aufstand in der DDR vor fast genau 60 Jahren. Die Aufständischen nennt er die Helden vom 17. Juni 1953 und sagt: „Als die Mauer schließlich fiel, waren ihre Träume endlich erfüllt.“ Er sei stolz, auf der Ostseite des Brandenburger Tors reden zu können, betont der US-Präsident. „Die Offenheit hat gesiegt, die Toleranz, der Frieden, hier in Berlin.“

Obama will Atomwaffen um ein Drittel reduzieren.
Obama will Atomwaffen um ein Drittel reduzieren.
Foto: AFP

Obama spricht am Brandenburger Tor - ohne Jackett

Barack Obamas Rede hat begonnen. Er dankt Kanzlerin Merkel und Wowereit. Und sagt: "Wie ich bereits sagte, sehen Angela und ich nicht gerade unseren Vorgängern im Amt ähnlich. Aber die Tatsache, dass wir heute hier stehen können, an dieser Trennlinie, wo eine Stadt gespalten war, spricht für sich." Dann zieht er sein Jackett aus. "Ich fühle mich so wohl hier, dass ich mein Jackett ausziehen werde." Und fügt hinzu: "Wir können im Freundeskreise auch informell sein." Dann holt Obama ganz weit aus: Er spricht über die amerikanischen Verfassung und die Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Merkel und Wowereit begrüßen Obama am Brandenburger Tor
15.27 Uhr

Nach Wowereit begrüßt Kanzlerin Merkel den Präsidenten am Brandenburger Tor. Sie sagt: „Für mich steht außer Frage: Die transatlantische Partnerschaft ist auch im 21. Jahrhundert der Schlüssel zu Freiheit, Sicherheit und Wohlstand für alle. Auch im 21. Jahrhundert gibt es keine besseren Partner für einander als Amerika und Europa.“

Obama zieht sein Jackett aus (19.06.2013).
Obama zieht sein Jackett aus (19.06.2013).
Foto: AFP

Pariser Platz noch nicht voll
15.11 Uhr

Der Pariser Platz ist noch nicht voll – dabei sollte die Rede schon um 15 Uhr beginnen. Die Hitze hat offenbar viele ausgewählte Besucher abgehalten. Sollten Gäste nicht kommen, sollen ihre Sitze laut Bundespresseamt nicht besetzt werden. Mehr als 4000 eingeladene Gäste wurden erwartet. Vor dem Präsidenten sollen noch Wowereit und Merkel reden. Obama selbst ist bereits am Pariser Platz eingetroffen – aber er ist vor der Hitze in eines der Gebäude geflohen.

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