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Reaktion auf Proteste zu #oscarssowhite: Oscar-Akademie kündigt „historische“ Maßnahmen für mehr Vielfalt an

Die höchste Auszeichnung für einen Schauspieler: Der Oscar.

Die höchste Auszeichnung für einen Schauspieler: Der Oscar.

Foto:

AFP

Los Angeles -

Die Oscar-Akademie will durch neue Mitgliedsregeln für mehr Vielfalt in dem Verband sorgen. Am Freitag kündigte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences „historische“ Maßnahmen an, um mehr Frauen und Minderheiten in die rund 7000 Mitglieder starke Organisation aufzunehmen.

Damit reagierte die Akademie auf die wachsende Kritik über die jüngste Nicht-Nominierung schwarzer Talente für die Oscars. Zum zweiten Mal in Folge hatten die Wähler der Film-Akademie Afroamerikaner in den vier Schauspielkategorien für den wichtigsten Filmpreis der Welt völlig übersehen. Unter dem Internet-Schlagwort #oscarssowhite wurde das schon 2015 heftig in Sozialen Netzwerken kritisiert.

Laut Mitteilung stimmte der Vorstand der Akademie nun für neue Regeln, mit dem Ziel, die Zahl von Frauen und Minderheiten bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. Das bisherige lebenslange Stimmrecht soll auf zehn Jahre beschränkt werden. Eine Verlängerung ist nur dann möglich, wenn das Mitglied weiterhin aktiv im Filmgeschäft tätig ist. Bei der jährlichen Berufung neuer Mitglieder soll aus einem vielfältigeren Pool geschöpft werden.

Über die Oscar-Nominierungen und später auch Gewinner entscheiden die rund 7000 Filmschaffenden der Oscar-Akademie. 94 Prozent seien weiß, 77 Prozent männlich, das Durchschnittsalter liege bei 62 Jahren, ermittelte die „Los Angeles Times“ im Jahr 2012. (dpa)