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Berlinale: Filmpreis „Paula“ an Manfred Krug

Paula-Preisträger Manfred Krug mit Uschi Brüning auf der Bühne des IHK-Hauses

Paula-Preisträger Manfred Krug mit Uschi Brüning auf der Bühne des IHK-Hauses

Foto:

BLZ/Christian Schulz

Die Augen werden schmaler. Die nachtaktive Berlinale hinterlässt ihre Spuren. Bei der Verleihung des Ehrenpreises Paula durch Progress und die Industrie- und Handelskammer am Sonntag im IHK-Haus in der Fasanenstraße beklagte sich sogar Preisträger Manfred Krug: „Ich dachte: Du bist Rentner, die werden dich nicht vor 10 abholen. – Geirrt!“ Der früher häufig knurrige Krug wurde von Altersmilde umweht, zu der er allen Grund hatte.

Zum ersten Mal hatte sich mit Michael Müller ein Regierender Bürgermeister bei dieser Preisverleihung als Laudator betätigt und Fanwissen durchscheinen lassen. So erfuhr man, dass Müller den lange verbotenen Film „Spur der Steine“ mit Freunden, die (wie Krug in der Rolle) Zimmerleute sind, „begeistert fünf oder sechs Mal gesehen“ hat und dass der Regierende „Liebling Kreuzberg“ mit dem Prädikat „bis heute sehenswert“ versieht.

Müller machte Werbung für Krugs CDs: „,Wenn ich dich seh‘ ist so ein wunderbares Lied!“ Manfred Krug fühlte sich sichtlich geehrt: „Ich dachte, da sagst du nur Danke und die Sache hat sich erledigt. Aber eine solche Laudatio habe ich noch nicht – jedenfalls nicht über mich – gehört.“

Krug beschenkte das Publikum mit zwei Liedern, die er mit Sängerin Uschi Brüning und Band auf die Bühne brachte. Der 79-Jährige erschreckte mit der Ansage: „Da ja unser aller Abschied demnächst bevorsteht, zumindest meiner, zwei Abschiedslieder.“

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„Wo ist Elyas?“ – Diese Frage sagt viel über das Gespür von Kirsten Niehuus für Stars. Die Chefin des Medienboards Berlin-Brandenburg achtete beim Berlinale-Empfang am Sonnabend im Ritz-Carlton darauf, dass der Star Elyas M’Barek während der Fotos auch neben ihr stand. Der Münchner brachte mit dem Team von „Fack ju Göhte 2“ 760 000-Förder-Euro zurück.

Wobei der Saal wie eine kritische Kunstinstallation über Produzenten wirkte: Da stand ein Porsche und wenige Schritte entfernt leuchtete höllenrot das Logo von Teufel, einem Berliner Lautsprecherhersteller. Produzentin Minu Barati überlegte, ob sie sich aus Bequemlichkeitsgründen mit ihrer Kollegin Skady Lis in das Auto setzt („Da ist bestimmt ein Aschenbecher drin …“). Dann sah sie: Ascher auf allen Tischen. Beim Medienboard durfte – die Lücke im Nichtraucherschutzgesetz sei verflucht! – gepafft werden.