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Berliner Zeitung | Goldene Kamera: Ehrung für „Unsere Mütter, unsere Väter“
01. February 2014
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Goldene Kamera: Ehrung für „Unsere Mütter, unsere Väter“

„Unsere Mütter, unsere Väter“

Volker Bruch (l., Wilhelm Winter) und Tom Schilling als sein Bruder Friedhelm Winter bei Dreharbeiten für den Film „Unsere Mütter, unsere Väter“  in Halle (Saale)

Foto:

dpa

Berlin -

Das Kriegsdrama „Unsere Mütter, unsere Väter“ hat die Goldene Kamera als bester Fernsehfilm gewonnen. Nadja Uhl (41, „Operation Zucker“) und Thomas Thieme (65, „Das Adlon“) wurden von der Jury der Programmzeitschrift „Hörzu“ zu den besten Schauspielern gekürt. Hape Kerkeling und Michelle Hunziker spielten sich als Moderatoren der TV-Sendung die Bälle zu und sangen im Duett. Das ZDF übertrug die Samstagabend-Show erstmals live vom alten Flughafen in Berlin-Tempelhof. Auch einige Hollywoodstars waren dabei.

Der von Nico Hofmann produzierte Mehrteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ über junge Deutsche im Zweiten Weltkrieg setzte sich gegen den Heimatkrimi „Hattinger und die kalte Hand“ (ZDF) sowie das Drama „Operation Zucker“ (ARD) durch. Jurymitglied Iris Berben sagte, es habe viele außergewöhnlich gute Filme gegeben. Sie rief die Branche zu mehr Mut und neuen Formaten auf. Sie zitierte den legendären Showmaster Wim Thoelke: „Man muss nach den Sternen greifen, wenn man die Wolken erreichen will.“

Matthew McConaughey (44) , der kürzlich für seine Rolle als aidskranker Cowboy in „Dallas Buyers Club“ einen Golden Globe holte, wurde als bester internationaler Schauspieler ausgezeichnet. Heike Makatsch hielt die Laudatio auf ihre Kollegin Gwyneth Paltrow (41). Hollywoodstar Diane Keaton bekam ihren Lebenswerk-Preis von Andie MacDowell. „Ich werde auf meine Goldene Kamera gut aufpassen“, versprach Keaton (68, „Der Stadtneurotiker“).

Beim Nachwuchs-Preis wurde Emilia Schüle („Freche Mädchen“, „Tatort“) überrascht. „Krass!“, sagte die 21-Jährige. „Ich war im Kopf schon bei der Party.“ Modedesigner Guido Maria Kretschmer, Outfit-Experte der Vox-Sendung „Shopping Queen“, wurde in der Sparte Unterhaltung geehrt. Fernsehkoch Horst Lichter verdrückte ein paar Tränchen, als er von seiner Trophäe erfuhr.

1.200 Gäste waren zu der Show geladen. Die Goldene Kamera soll es auch dann noch geben, wenn die „Hörzu“ von Axel Springer zur Funke Mediengruppe wechselt. Die Genehmigung des Kartellamts für den Verkauf mehrerer Zeitungen und Zeitschriften steht zwar noch aus. Aber dass die Funke-Gruppe mit dem Traditions-Preis weiter machen will, steht fest. (dpa)