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Nach Bombendrohung bei „Germany's next Topmodel“: GNTM-Finale findet am 28. Mai statt

Die Topmodel-Jury (v.l.): Heidi Klum, Thomas Hayo und Wolfgang Joop

Die Topmodel-Jury (v.l.): Heidi Klum, Thomas Hayo und Wolfgang Joop

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dpa

Köln -

Nach dem Abbruch der ProSieben-Show „Germany's next Topmodel“ wegen einer Bombendrohung will die Polizei nach der anonymen Anruferin suchen. Die Ermittlungen würden am Freitag auf Hochtouren laufen, sagte ein Sprecher der Mannheimer Polizei am Morgen. Bisher fehle den Beamten noch jede Spur. „Alle sind jetzt erst mal wohlverdient in ihren Betten.“

Zuvor hatten mehr als 100 Einsatzkräfte die Durchsuchung der SAP-Arena abgeschlossen, ohne etwas Verdächtiges zu finden.

Am Freitag gab ProSieben über Twitter bekannt, dass das Finale am 28. Mai nachgeholt wird. Dabei werde es aber eine „andere, neue Form“ geben als ursprünglich in Mannheim geplant, teilte der Sender am Freitag in München mit. Es soll einer Unternehmenssprecherin zufolge keine Live-Show sein. Genauere Angaben machte das Medienunternehmen aber nicht.

Die Polizei hat den Besitzer eines zunächst verdächtigen Koffers gefunden. Die Polizei hatte nach einer Bombendrohung Entwarnung gegeben, nachdem Spezialisten das Gepäckstück in der SAP-Arena geöffnet hatten und darin nichts Verdächtiges fanden. „Der Eigentümer des Koffers ist ermittelt“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Er habe sich bei der Polizei gemeldet. Nähere Angaben wollte der Sprecher nicht machen.

Am Donnerstagabend war bei der SAP-Arena eine Bombendrohung eingegangen. Die Ermittler versuchen nun, den Anruf zurückzuverfolgen, wie der Sprecher der Mannheimer Polizei sagte.

Die knapp 10 000 Zuschauer wurden kurz nach 21.30 Uhr angewiesen, die SAP Arena in Mannheim zu verlassen. Kurz nach 22.30 Uhr teilte der Sender über den Kurznachrichtendienst Twitter mit: „Es gab während des #GNTMFinales eine Bombendrohung. Die #SAP-Arena ist sicher evakuiert worden.“

Schon 20 Minuten vor dem Abbruch hat Heidi Klum überraschend knapp eine Werbepause angekündigt. Direkt danach verlassen die 41-Jährige und ihre Co-Juroren Thomas Hayo und der Designer Wolfgang Joop die Bühne.

Bis dahin sind noch drei Mädchen im Rennen um die Model-Krone: Ajsa (18) aus Tübingen (Baden-Württemberg), Anuthida (17) aus Lübeck (Schleswig-Holstein) und Vanessa (18) aus Bergisch-Gladbach (Nordrhein-Westfalen). Katharina (19) aus Winsen an der Luhe (Niedersachsen) war kurz zuvor ausgeschieden.

Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand weiß: Um 21.07 Uhr hat eine Frau bei ProSieben angerufen und gedroht, dass in der Halle während der Live-Übertragung eine Bombe hochgeht. Zusätzlich wird an einer der Garderoben ein verdächtiger Koffer gefunden, wie die Polizei später mitteilt. Daraufhin entscheidet der Veranstalter in Rücksprache mit der Polizei, die Halle vorsorglich zu räumen.

Die Zuschauer verlassen die Halle ruhig - obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits im Internet von einer Bombendrohung zu lesen ist. Die Menschen versammeln sich zunächst auf dem Parkplatz vor der Halle. Mädchen stehen in ihren Pumps und dünnen Kleidchen mit ihren Müttern ratlos herum. Wer die Ordner anspricht, bekommt zu hören: „Ein technischer Defekt.“

Zuschauer genervt

Nach einiger Zeit ertönt eine Stimme über Lautsprecher. Ein Ordner übersetzt die unverständliche Ansage: „Wegen eines technischen Defekts kann die Veranstaltung nicht fortgesetzt werden. Wir bitten Sie, das Gelände zu verlassen.“
Die Stimmung auf dem Parkplatz bleibt die ganze Zeit über ruhig. „Ich finde es total bescheuert, ich finde es unmöglich, wie man so jemand etwas machen kann“, sagt Wenke Gänge aus der Nähe von Heidelberg. „Da sind doch auch kleine Kinder dabei.“ Die 43-Jährige ist mit ihrer Tochter und Freunden bei der Show gewesen. Die Gruppe ist so schnell aufgebrochen, dass sie ihre Jacken in der Halle gelassen hatte.

Andere Zuschauer ärgern sich über die Art der Räumung - immerhin hat die Jury zumindest die Bühne deutlich vor den Zuschauern verlassen. „Wenn die 10.000 Menschen verrecken, ist es nicht so schlimm, wie wenn die Promis verrecken“, sagt die 23-jährige Lisa Bollinger aus Ludwigshafen. „Es ist eine bodenlose Frechheit, dass diese teuren Karten für den Arsch sind.“ Ihre Begleiterin stört vor allem, dass es zunächst keine weiteren Informationen gibt. „Es ist schon sehr seltsam“, sagt sie. „Wir wissen nicht, was genau ist.“

Erst kurz nach 22.30 Uhr teilt der Sender über den Kurznachrichtendienst Twitter mit: „Es gab während des #GNTMFinales eine Bombendrohung. Die #SAP-Arena ist sicher evakuiert worden.“

Angebliche Festnahme

In der Halle sei außerdem ein Mann von der Polizei festgenommen worden, hieß es im Onlineportal der „Bild“. Er soll sich in der Werbepause Klum genähert und mit einer Bombe gedroht haben. Daraufhin sei Klum zusammen mit ihrer Tochter Leni und dem Rest der Jury aus der Halle und „an einen geheimen Ort gebracht“ worden. „Spiegel Online“ berichtete, die Angaben zu der Festnahme deckten sich mit Informationen eines Insiders vor Ort, der von einem Mann „mit einer Prinz-Eisenherz-Frisur“ berichtet habe. Die Polizei wies die Berichte zurück. „Es gibt keine Festnahme“, sagte ihr Sprecher. (dpa,afp)