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Neujahrsempfang M. DuMont Schauberg: „Wir wollen die Besten sein“

Vorstand und Aufsichtsrat der Zeitungsgruppe DuMont Schauberg beim Neujahrsempfang in Köln: Eberhard Klein, Christoph Bauer, Christian DuMont Schütte, Alfred Neven DuMont, Isabella Neven DuMont und Franz Sommerfeld (von links).

Vorstand und Aufsichtsrat der Zeitungsgruppe DuMont Schauberg beim Neujahrsempfang in Köln: Eberhard Klein, Christoph Bauer, Christian DuMont Schütte, Alfred Neven DuMont, Isabella Neven DuMont und Franz Sommerfeld (von links).

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Max Grönert

Mit einer positiven Prognose der Geschäfte geht die Mediengruppe M. DuMont Schauberg (MDS) ins Jahr 2014. Basierend auf vorläufigen Zahlen, werde MDS das Geschäftsjahr 2013 mit leichtem Gewinn abschließen, teilte der neue Vorstandsvorsitzende Dr. Christoph Bauer vor leitenden Mitarbeitern in Köln mit. Zur MDS-Mediengruppe gehören Kölner Stadt-Anzeiger, Express, Mitteldeutsche Zeitung (Halle), Berliner Zeitung und andere.

Der MDS-Aufsichtsratsvorsitzende, Professor Alfred Neven DuMont, zeigte sich überzeugt von einer gedeihlichen Entwicklung. „Wir wollen nach vorne. Wir wollen die Besten sein. Wenn wir an unser Unternehmen glauben, werden wir erfolgreich überleben.“ Er forderte die Konzentration aller Kräfte auf Wachstum, auf Qualitätserhaltung und -verbesserung der publizistischen Angebote.

Zeitung ist unabdingabr

„Wir müssen unsere Leser überzeugen, dass die Zeitung unabdingbar ist“, sagte Neven DuMont und betonte die besondere Kompetenz der Zeitung in ihrer Region. „Das Lokale können nur wir ganz allein. Das müssen wir ausbauen.“

Neven DuMont erinnerte aber auch an den „schmerzlichen Verlust“ von Arbeitsplätzen, die 2013 gruppenweit bei MDS abgebaut werden mussten. Er sprach von einem bedauerlichen, aber leider unumgänglichen Schritt, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. „Wir hatten keine Wahl.“ Zeitgleich mit Bauers Amtsantritt als Vorstandschef zum 1. Januar wurde der Wechsel des bisherigen Vorstands Christian DuMont Schütte in den Aufsichtsrat wirksam.

Der 56-Jährige übernimmt dort den stellvertretenden Vorsitz. Nach 22 Jahren in der operativen Unternehmensführung, so DuMont Schütte, könne er in seiner neuen Rolle „eine weitaus größere Erfahrungsdichte und Detailkenntnisse einbringen, als dies sonst oft der Fall ist“.

Als weiteres neues Mitglied im fünfköpfigen MDS-Aufsichtsrat stellte Alfred Neven DuMont den Kölner Unternehmer Dr. Patrick Adenauer vor. Er nannte ihn einen Mann der Tat, der „nicht ewig herumredet, sondern handelt. Das genau können wir gebrauchen.“ Der neue Vorstandschef Bauer hob Tradition, Kultur und Portfolio von MDS als besonders wertvoll hervor: „Wir sind glücklicherweise ein publizistisch getriebenes Familienunternehmen – liberal, profitabel, unabhängig.“ MDS sei „gut gerüstet für die Zukunft, es gibt mehr Chancen als Risiken“.

Bei den vielfältigen Anstrengungen zum Ausbau der digitalen Medien rief Bauer auch dazu auf, Print nicht zu vergessen. „Hier haben wir Potenzial, das wir heute – weil es uns vielleicht so selbstverständlich erscheint – nicht mehr richtig würdigen“. Ausführlich ging er auf die vielfach preisgekrönten journalistischen Leistungen der Zeitungen und elektronischen Angebote der MDS-Gruppe ein.

Unter anderem wurde die Berliner Zeitung mehrfach mit dem „European Newspaper Award“ ausgezeichnet. Leider, so Bauer, korreliere die publizistische Leistung nicht mehr mit den wirtschaftlichen Ergebnissen. Immerhin könne MDS „dank unserer Sparbemühungen wieder ein positives Unternehmensergebnis“ ausweisen. Weit über dem Branchendurchschnitt von zwölf Prozent liegt der Zuwachs des Digitalumsatzes in der nationalen Werbevermarktung. Er betrug bei MDS 35 Prozent.

Insgesamt bleibe die Lage freilich angespannt, fügte Bauer hinzu. Eine „zu niedrige“ Rentabilität erlaube „keine großen Sprünge. Bei den Umsätzen erwartet er im besten Fall Stabilität. „Das Eis, auf dem wir uns bewegen, ist dünn.“ Andererseits könne und wolle er das Jammern in einer über Jahrzehnte erfolgsverwöhnten Branche nicht mehr hören. „Mögen andere in Sack und Asche gehen. Wir tun das nicht.“


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