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Berliner Zeitung | Rundfunkbeitrag: „Tatort“ kostet 60 Millionen Euro pro Jahr
23. October 2013
http://www.berliner-zeitung.de/3119932
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Rundfunkbeitrag: „Tatort“ kostet 60 Millionen Euro pro Jahr

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dpa

Die ARD hat aufgeschlüsselt, wie sie ihre Einkünfte durch den Rundfunkbeitrag ausgibt. Nach den am Mittwoch im Internet veröffentlichten Zahlen gehen von den 17,98 Euro, die jeder Beitragszahler monatlich zahlt, 12,81 Euro an die ARD-Anstalten.

Davon geben die ARD-Sender im Schnitt 3,15 Euro monatlich für die Dritten Programme aus. 72 Cent pro Monat werden für Sportberichterstattung und Sportrechte für das Erste aufgewendet, hinzu kommen weitere 15 Cent für den Sport in den Dritten. Insgesamt gibt die ARD demnach gut 361 Millionen Euro pro Jahr für den Sport aus. Für Talksendungen zahlt der einzelne Beitragszahler zehn Cent pro Monat, für „Tatort“ und „Polizeiruf“ 15 Cent. Pro Jahr wendet die ARD nach dieser Rechnung 62,25 Millionen Euro für ihre Sonntagabend-Krimis im Ersten auf. 4,32 Euro werden pro Monat für die Gemeinschaftsaufgaben der ARD aufgewendet, 8,49 Euro fließen durchschnittlich an die insgesamt neun Landesrundfunkanstalten.

Die Fernsehfilmproduktionen aller ARD-Anstalten und der Degeto kosten den Beitragszahler 1,07 Cent pro Monat, die Gemeinschaftsredaktion ARD Aktuell, die „Tagesschau“ und die „Tagesthemen“ macht, 26 Cent monatlich. Insgesamt gibt die ARD nach dieser Rechnung pro Jahr 444 Millionen Euro für Filme und knapp 108 Millionen Euro für ARD-Aktuell aus.

Für die Auslandsberichterstattung werden pro Monat 16 Cent je Beitragszahler aufgewendet. Von den knapp 67 Millionen Euro, die die ARD 2012 nach eigenen Angaben für Berichte aus dem Ausland aufwendete, flossen 48 Millionen in die Fernsehberichterstattung und 19 Millionen in die Radioberichterstattung.

Die Hörfunksender erhalten im Schnitt 2,31 Euro von der monatlichen Gebühr, 41 Cent werden für die Orchester und Chöre der ARD-Anstalten ausgegeben. Das bedeutet, die ARD gibt pro Jahr rund 959 Millionen Euro für ihre Radiosender aus, 170 Millionen für die Klangkörper. Die Berechnungen der ARD beziehen sich auf die Jahre 2011 und 2012. Die angegebenen Werte sind Durchschnittswerte und können je nach Landesrundfunkanstalt variieren. (epd)