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Rundfunkgebühr GEZ: Sender nehmen weniger Gebühren ein

Anmeldeformular (Archivbild).

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dpa

Der Rückgang bei den Einnahmen der Rundfunkgebühr resultiert vor allem daraus, dass die Zahl der gemeldeten Geräte zurückgegangen sei, heißt es im Geschäftsbericht der GEZ. 2009 lagen die Einnahmen noch bei 7,6 Milliarden Euro. Die Rundfunkgebühr wurde zu Jahresbeginn auf den Rundfunkbeitrag umgestellt, die GEZ heißt seither zentraler Beitragsservice. Von den 7,49 Milliarden Euro gingen 5,34 Milliarden an die ARD und 1,81 Milliarden an das ZDF. Das Deutschlandradio erhielt 192 Millionen Euro. 142 Millionen Euro gingen an die Landesmedienanstalten, die den privaten Rundfunk beaufsichtigen. Unter den ARD-Anstalten erhielt der WDR mit mehr als einer Milliarde Euro den größten Batzen (siehe Grafik).

Zu den voraussichtlichen Einnahmen im laufenden Jahr konnte der Geschäftsführer des Beitragsservices, Stefan Wolf, noch keine Angaben machen. „Wir rechnen in diesem Jahr mit stabilen Einnahmen durch den Rundfunkbeitrag“, sagte Wolf. Erst im Herbst werde es verlässliche Prognosen zu den Einnahmen geben. Es gebe zahlreiche Haushalte, die früher mehrfach Gebühren bezahlt hätten, diese würden durch die Umstellung entlastet. Seit der Umstellung wird der Beitrag nicht mehr geräteabhängig, sondern pro Haushalt und Betriebsstätte erhoben.

Seit der Einführung des Rundfunkbeitrags gilt für Haushalte eine einheitliche Gebühr von 17,98 Euro monatlich. Behinderte, die früher von der Rundfunkgebühr befreit waren, zahlen seit der Umstellung einen reduzierten Beitrag. (epd)