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Früherer Frontmann von Stern-Combo Meissen: Reinhard Fißler verliert den Kampf gegen unheilbare Krankheit ALS

Reinhard Fissler feiert im Restaurant Grüne Aue mit seinen Freunden seinen 66. Geburtstag.

Reinhard Fissler feiert im Restaurant Grüne Aue mit seinen Freunden seinen 66. Geburtstag.

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imago/Kai Horstmann

Meißen/Berlin -

Der frühere Frontmann der Rockband Stern-Combo Meissen, Reinhard Fißler, ist tot. Er sei am frühen Samstagmorgen in einem Berliner Krankenhaus gestorben, sagte sein Manager und langjähriger Freund, Detlef Seidel, der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet.

Fißler litt an ALS, einer unheilbaren Erkrankung des motorischen Nervensystems, und war seit Jahren ans Bett gefesselt. Stern-Combo Meissen gilt als eine der ältesten Rockbands in Deutschland und war zu DDR-Zeiten legendär.

Fißler kam 1972 zur Stern-Combo Meissen und war bis 1982 die Stimme der Band, bekannt etwa für Titel wie „Weißes Gold“. Nach einer Pause versuchte sich die Band 1996 mit einem Neustart. Auch nach Fißlers ALS-Diagnose im Jahr 2000 arbeitete er an zahlreichen Projekten mit und steuerte 2011 für das Album „Lebensuhr“ das Lied „Mal seh'n, wohin die Reise geht“ bei. Zum letzten Mal trat er 2015 bei einem Benefizkonzert für Sänger Holger Biege öffentlich auf. „Musik war sein Leben“, sagte Manager Seidel.

Am 6. Februar wurde Fißler 67 Jahre alt, seinen Geburtstag konnte er allerdings nicht mehr feiern. „Da war er bereits im Krankenhaus, weil es ihm schlecht ging“, erklärte Seidel. „Mit seinem Charisma bereicherte er unsere Musik nachhaltig und verstand es, das Publikum zu begeistern“, hieß es auf der Homepage der Band.

(dpa)