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Straßenzeitungen haben über sechs Millionen Leser

Im Unterschied zu vielen anderen Printmedien wächst die Leserschaft der Straßenzeitungen. Derzeit liegt sie zusammengefasst für alle Zeitungen des internationalen Netzwerk der Straßenzeitungen (INSP) pro Ausgabe bei mehr als sechs Millionen, wie die Straßenzeitung Biss (Bürger in sozialen Schwierigkeiten) in München mitteilte. Biss ist die älteste deutsche Straßenzeitung und INSP-Gründungsmitglied und hat eine durchschnittlichen Monatsauflage von 38 000 Exemplaren. Weil die 36 Biss-Verkäufer fest angestellt sind, gilt das Magazin zudem als internationales Vorzeigeobjekt. Zu ihrem 20-jährigen Bestehen richtet Biss in der kommenden Woche die Internationale Straßenzeitungskonferenz aus. Von Montag bis Mittwoch werden dazu in München mehr als 100 Teilnehmer aus 30 Ländern erwartet. Redakteure, Geschäftsführer und Sozialarbeiter wollen unter anderem erörtern, wie sich das Geschäftsmodell der Straßenzeitungen an den zunehmend digitalen Medienkonsum anpassen lässt. Außerdem werden die besten redaktionellen und sozialen Leistungen von Straßenzeitungen mit einem Preis gekürt. Dem internationalen Netzwerk der Straßenzeitungen INSP gehören 120 Organisationen aus 41 Ländern an. 2012 verdienten laut Mitteilung mehr als 28.000 Verkäufer insgesamt 30 Millionen Euro. Straßenzeitungen wurden gegründet, um Obdachlosigkeit und Armut zu bekämpfen. Die Verkäufer erwerben sie zum halben Preis und bestreiten mit dem Vertrieb ihren Lebensunterhalt. (KNA)

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