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Supertalent Bohlen Gottschalk: RTL rechnet weiter fest mit Bohlen

Da war die Welt noch in Ordnung: 2010 saß Bohlen bei Thomas Gottschalk auf der Couch im "Wetten, dass...?"-Mallorca-Spezial.

Da war die Welt noch in Ordnung: 2010 saß Bohlen bei Thomas Gottschalk auf der Couch im "Wetten, dass...?"-Mallorca-Spezial.

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dapd

Wie die Bild-Zeitung berichtet hat, habe es hinter den Kulissen vom "Supertalent" mächtig Zoff gegeben. Der Grund: Der Einstieg von Thomas Gottschalk bei der RTL-Castingshow. Das Boulevardblatt titelte mit der Frage: "Schmeißt Bohlen bei Supertalent hin?" RTL bemühte sich umgehend um ein Dementi: Die neue Jury mit Bohlen, Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker stehe, alle drei würden ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllen, so eine RTL-Sprecherin am Montagmittag. "Wir haben mit allen drei Jurymitgliedern entsprechende Vereinbarungen", sagte RTL der Nachrichtenagentur dpa.

RTL: "Bohlen war über alles informiert"

Dem Bild-Bericht nach sei der Pop-Titan gar nicht damit einverstanden gewesen, dass Thomas Gottschalk bei der aktuellen Staffel in der Jury sitzt. Dabei hatte Bohlen selbst Gottschalk in die Sendung geholt und ihm angeblich bereits im vergangenen Jahr per SMS einen Job angeboten. Bild schreibt aber weiter, Bohlen habe den 62-jährigen Showmaster aber nur als Gast-Juror gewollt. RTL hingegen verpflichtete Gottschalk fest für das "Supertalent", am Freitag unterschrieb dieser seinen Vertrag. Die Verhandlungen waren hinter verschlossenen Türen der RTL-Geschäftsleitung geführt worden - und laut Bild offenbar so geheim, dass selbst Bohlen erst kurz vor der Vertragsunterzeichnung von den genauen Bedingungen in Kenntnis gesetzt wurde. Dazu hieß es von RTL: "Dieter Bohlen war über die Neuerungen der Jury nicht nur informiert, sondern darüber hinaus, auch in direkten Gesprächen mit Thomas Gottschalk, aktiv involviert. Gastauftritte oder Ähnliches waren zu keinem Zeitpunkt Thema."

Gottschalk will keine "Freaks"

Bislang war Dieter Bohlen die unangefochtene Nummer Eins der Sendung, seine jeweils zwei Jury-Kollegen waren eigentlich eher austauschbar und wechselten zumeist staffelweise munter durch. Kein Wunder, durfte Bohlen doch selbst bestimmen, wer neben ihm am "Richtertisch" sitzt. Jetzt dürfte es vorbei sein mit der Rolle des "Chef-Jurors" (die es laut RTL ja ohnehin nie gegeben hat - sämtliche Werbeeinspieler mit dieser Formulierung waren dann wohl ein Versehen?). Denn mit dem gestandenen Entertainer Gottschalk nimmt ein weiterer Leitwolf neben Bohlen Platz am Jurorentisch. Gottschalk soll gleichberechtigt mit dem Pop-Titan die mehr oder weniger vorhandenen Talente der Kandidaten be- und aburteilenk- und er mischt schon kräftig am Format mit: Gottschalk wolle keine "Freaks" mehr in der Show, heißt es - das bedeutet: keine Nackt-Künstler, keine Kunst-Furzer. Bohlen soll das für einen Fehler halten, schreibt die Bild - ein offizielles Statement des 58-Jährgen gibt es hierfür nicht.

Überhaupt herrscht Funkstille im Hause Bohlen: Seit der Unterzeichnung Gottschalks gab Bohlen bislang keine eigenen Statements ab.

Van der Vaart raus, Hunziker rein

Als dritte im Bunde der "Supertalent"-Jury ist übrigens Michelle Hunziker bestätigt - sie dürfte sich über eine TV-Wiedervereinigung mit ihrem "Wetten, dass...?"-Chef Gottschalk freuen. Sylvie van der Vaart verlässt die "Supertalent"-Jury - obwohl sie doch unter den austauschbaren Juroren schon eher als feste "Supertalent"-Größe gezählt werden konnte: Sie war seit 2008 Teil der Jury. Im vergangenen Jahr saß Tänzerin Motsi Mabuse als dritter Juror neben Bohlen, sie ist dieses Mal ebenfalls nicht mehr dabei. Die neue Staffel der Show soll im Herbst starten. ( mit dpa)



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