Da kann der Neffe mal zur Ruhe kommen, auf Klangteppichen spazieren gehen und zwischen fremden Sphären lustwandeln. (Harald Jähner)
Wehmut und Verheißung verdichten sich in ausgereiften Folkrockballaden. Nicht umsonst für vier Grammys nominiert. (Silke Janovsky)
Foto: 4AD/Beggars/Indigo
Feist: Metals, Polydor/Universal
Ideale Musik für Frauen in Führungspositionen, egal ob in der Pharmaindustrie tätig oder hinter dem Kneipentresen. (Harald Jähner)
An Kaliforniens Küste aufgenommen, und das hört man auch. Aufgeräumt, entspannt und so gut wie vor der vierjährigen Pause. (Maike Schultz)
Foto: Polydor/Universal
Bill Callahan: Apocalyse, Drag City/Rough Trade Eine Platte, die fernwehkrank macht. Auch wenn man das Amerika nicht kennt, das er besingt, will man ihm hinterherreiten. (Carmen Böker)
Raue und hinreißende Stücke vom großen Lakoniker. Musik für Frauen mit Vaterkomplex und Männer mit Verstand. (Silke Janovsky)
Foto: Drag City/Rough Trade
Casper: XOXO (Four Music/Sony) HipHop von einem sehr aufgebrachten, aber auch sehr gefühlvollen jungen Mann. Meistgeliebt und meistgehasst. (Jens Balzer)
Foto: Four Music/Sony
Zola Jesus: Conatus (Souterrain Transmissions/RTD) Lieder von Verzweiflung und Liebe: gesungen, gehaucht und geschrien von einem flatternden Fledermausmädchen. (Jens Balzer)
Foto: Souterrain Transmissions/RTD
Adele: 21, XL/Beggars/Indigo Ja, das sagt jeder – aber Adeles Soul ist toll und „Someone like you“ das vielleicht schönste Trennungslied aller Zeiten. So. (Marin Majica)
Foto: XL/Beggars/Indigo
Kate Bush: 50 Words For Snow, Noble & Brite Ltd./EMI Seit über drei Jahrzehnten im Geschäft, ätherisch wie eine Pilates-Lehrerin und sehr anmutig im Fach des pathetischen Liedes. (Carmen Böker)
Foto: Noble & Brite Ltd./EMI
Jonathan Jeremiah: A Solitary Man, Island/Universal Ein Zottelbrite im Jesus-Look hadert mit seiner Männlichkeit. Da bleibt kein Auge trocken! Besonders bei „Happiness“ nicht. (Maike Schultz)
Foto: Island/Universal
The Waterboys: An Appointment With Mr.Yeats,Proper Records/Rough Trade
Vertonte Gedichte? Klingt erstmal nicht so toll. Was Mike Scott aus diesem Konzept macht, ist jedoch allertollste Rockmusik. (Frank Junghänel)
Foto: Proper Records/Rough Trade
Jeff Beck: Rock’N’Roll Party,Rhino/Warner
Na ja, Rock’n’Roll. Am besten ist Jeff Beck immer dann, wenn er ordentlich Krach macht. Das übertönt jeden Neffen, garantiert. (Christian Schlüter)
Foto: Rhino/Warner
The Decemberists: The King Is Dead,Rough Trade/Indigo
Die kauzige Band aus Oregon mit einer regionalen Platte. Folk, Polka, Pop und Country, hurra, hurra, die Scheune brennt. (Frank Junghänel)
Foto: Rough Trade/Indigo
Jamie Woon: Mirrorwriting,Polydor/Universal
Die tollsten Stoßseufzer der britischen Musikgeschichte lagern auf kugeligen Bässen. Prima für die Frühgymnastik und Clubnächte. (Silke Janovsky)
Foto: Polydor/Universal
Kitty, Daisy & Lewis: Smoking in Heaven, PIAS/Rough Trade
Hoffnungslos nostalgisch, aber mit Stil: Beim Vintage-Rockabilly dieser Londoner Geschwister swingen sogar Tanzmuffel mit.(Maike Schultz)
Foto: PIAS/Rough Trade
Philippe Jarrousky/Max Cencic: Duetti, Virgin Classics/EMI
Zwei Countertenöre, deren Stimmen sich untrennbar umeinander winden. Betörendes, flehendes, alles umgarnendes Barock. (Harald Jähner)
Foto: Virgin Classics/EMI
Not Called Jinx: Phoenix Arising,Monster Artists/Soulfood
Rotzig wie Engländer, melodiös wie Kalifornier, innovativ wie Skandinavier, aber aus Berlin. Tanzen, schütteln, bangen, los! (Daniel Kiefer)
Foto: Monster Artists/Soulfood
Aarón Zapico (Cembalo): Phantasia, Music Edition Winter & Winter
Tanzen mit Frescobaldi, Klagen mit Froberger: Zapico erobert dem Cembalo unendliche Ausdrucksräume. (Peter Uehling)
Foto: Music Edition Winter & Winter
Youth Lagoon: Year of Hibernation,Fat Possum/ Lefse
Stellvertretend für all die Washed Outs und Atlas Sounds, die so schön melancholisch verhallt durch die Vergangenheit geistern. (Markus Schneider)
Foto: Fat Possum/ Lefse
The Opiates: Hollywood Under The Knife,Disco Activisto/Cargo Engagierte Elektropop-Lieder über Transvestiten und Modelwettbewerbs-Opfer. So kühlmelancholisch wie einst Yazoo. (Carmen Böker)
Foto: Disco Activisto/Cargo
Austra: Feel It Break, Domino/GoodToGo
Lettische Gothic-Oper trifft auf Retro-Synthie-Beats und queere Folk-Elfen. Weltschmerzarien mit hohem Suchtpotenzial. (Maike Schultz)
Foto: Domino/GoodToGo
Le Corps Mince de Françoise: Love And Nature,Cooperative Music/Universal
Zwei blutjunge Finninnen, die hochfrequent eher nörgeln als singen, zu Neunzigerjahre-Trash. Passt zu Red Bull mit Wodka. (Carmen Böker)
Foto: Cooperative Music/Universal
Justice: Audio, Video, Disco, Ed Banger/Warner
„Ich höre, ich sehe, ich lerne“ – diese Franzosen sprechen Latein! Und sie machen 90er-Elektro-Synthie-Pop! Parfait. (Marin Majica)
Foto: Ed Banger/Warner
Gil Scott-Heron/Jamie XX: We’re New Here,XL/ Beggars/Indigo
Wie traurig, dass dieser schöne Remix eines schönen Comebacks keinen späten Erfolg brachte, sondern als Nachruf kam.(Markus Schneider)
Foto: XL/ Beggars/Indigo
The Head and the Heart: The Head and the Heart, Cooperative Music/ Universal
Neofolk-Formation mit einer Frauenstimme, die zum „Winter Song“ ein Video im Sommerurlaub aufgenommen hat. Schön. (Marin Majica)
Foto: Cooperative Music/ Universal
Frank Ocean: Nostalgia, Ultra (Download)
Die Kanye-Schule des R&B: Schmeichelnd zwischen Aufschneiderei und Selbstzweifel. Trotzdem cool! (Markus Schneider)
Foto: Frank Ocean
Emptyset: Demiurge, Subtext/Cargo
Großer, geiler, erregender Krach von zwei Techno-Materialisten aus Bristol. Tanzen kann man dazu übrigens auch. (Jens Balzer)
Foto: Subtext/Cargo
Holly Mae and the Painted Room: I am Darksided. bandcamp.com
Vier Amerikanerinnen, die in Berlin leben, spielen wunderbaren New Folk. Elegisch, abgeklärt, weit gereist und erdenschwer. (Harald Jähner)
Foto: bandcamp.com
Boy: Mutual Friends,Grönland/EMI
Der wohl größte gemeinsame Nenner der Saison: Auf diesen bezaubernden Gitarrenpop können sich alle einigen. Jeder Song ein Treffer. (Maike Schultz)
Foto: Grönland/EMI
5Bugs: Vora City,5Bugs/Rough Trade
Das Konzeptalbum der Kreuzberger Rocker über das Leben in der großen Stadt hätte knackiger und frischer nicht ausfallen können. (Daniel Kiefer)
Weil man nie genug von ihr bekommen kann, selbst wenn es fast nur Alternativversionen von Altbekanntem sind. (Maike Schultz)
Foto: Island/Universal
Black Keys: El Camino, Nonesuch/Warner
Fröhlich stampfend und scheppernd wird hier in Blues, Soul und Glamrock gewühlt. (Markus Schneider)
Foto: Nonesuch/Warner
Scott Matthew: Gallantry’s Favorite Son, Glitterhouse/Indigo
Hypersensibler Australier mit Falsettstimme, der über Einsamkeit, Schmerz und „The Wonder of Falling in Love“ singt. Befruchtend. (Marin Majica)
Foto: Glitterhouse/Indigo
Tommy Emmanuel: Little By Little, Favored Nations/Rough Trade
Der zurzeit wohl vollkommenste akustische Gitarrist; der Australier beherrscht die Western-Gitarre in allen Spielarten. Toller Klang! (Christian Schlüter)
Foto: Favored Nations/Rough Trade
Lise de la Salle (Klavier): Liszt - Dante-Sonate u. a., naïve
Der wichtigste Beitrag zum Liszt-Jahr: ein Blick in die Klavierwerkstatt, intelligent ausgewählt und gespielt. (Peter Uehling)
Foto: naïve
Charles Lloyd/Maria Farantouri: Athens Concert, ECM/Universal
Vergesst den Euro! Jazz trifft auf das Pathos des griechischen Volksgesangs, der große Saxofonist auf die Göttin Hera. (Harald Jähner)
Foto: ECM/Universal
Noel Gallagher’s High Flying Birds, Sour Mash/Indigo
Lieber die halben Oasis ganz, als die ganzen halb. Großer Bruder, große Melodien, große Attitüde. Songs für die Freunde von früher. (Frank Junghänel)
Foto: Sour Mash/Indigo
Mute: Thunderblast, Disques Nomade
Mir verknoten sich schon beim Hören der Gitarrenriffs die Finger. Vier Kanadier spielen schnellen Skatepunk, der in die Zeit passt. (Daniel Kiefer)
Foto: Disques Nomade
The Great Kat: Wagner’s War, Tpr Music/Cargo
Ein Debüt für Richard Wagner, das ihn dahin befördert, wo er hingehört: in den Trash – dargebracht auf der E-Gitarre, von einer Frau. (Christian Schlüter)
Foto: Tpr Music/Cargo
Hugh Laurie: Let Them Talk, Warner
Normalerweise sind singende Schauspieler die Pest. Aber Doktor House ist ja nicht normal. Der Blues von New Orleans. (Frank Junghänel)
Foto: Warner
Knorkator: Es werde nicht, Tubareckorz/Rough Trade
Die meiste Band der Welt ist zurück, genau so blöd wie früher, nur noch blöder oder schlichtweg genial. Alf Ator lebt! (Daniel Kiefer)
Vom 4.-21. Mai findet in Berlin das bedeutendste deutsche Theaterfestival statt: Eine unabhängige Kritikerjury lädt die 10 „bemerkenswertesten Inszenierungen“ aus rund 400 Aufführungen der Saison in die Hauptstadt ein. In unserem Dossier finden Sie alle Infos und Fotos zu den Stücken.