27.10.2011

Veranstaltung im Berliner Verlag: Lesung mit Jeffrey Eugenides

Jeffrey Eugenides. Dekonstruktion, Depression und Liebe. (Foto: Rowohlt)

Jeffrey Eugenides liest zusammen mit Ulrich Matthes aus seinem Buch „Die Liebeshandlung“.

Es ist der Keks der Erinnerung, schreibt unser Feuilletonist Jens Balzer: Jeffrey Eugenides' neuer Roman „Die Liebeshandlung“ handelt von Dekonstruktion und Depression, der Liebe zwischen den Menschen und der Liebe zur Literatur. Soeben ist sein neues Meisterwerk erschienen. Anlässlich der Buchveröffentlichung gibt der Autor zusammen mit dem Schauspieler Ulrich Matthes im Berliner Verlag seine einzige Berlin-Lesung.

Der Schauspieler Ulrich Matthes übersetzt aus dem Englischen.
Der Schauspieler Ulrich Matthes übersetzt aus dem Englischen.
Foto: Markus Jans

11. November, 20 Uhr
Berliner Verlag, Großer Saal
Eintritt: 9,50 Euro

Karten bekommen Sie direkt im Kundencenter des Berliner Verlages oder telefonisch unter 030 2327-6341* (*Abholung im Kundencenter des Berliner Verlages oder Postversand für 2,50 Euro)


Lesung auf Englisch von Jeffrey Eugenides
Lesung auf Deutsch von Ulrich Matthes (Schauspieler)
Moderation: Jens Balzer (Feuilleton/Berliner Zeitung)

Lesen Sie auch die Rezension von Jens Balzer:
Jeffrey Eugenides - Zwei Männer und ein Keks


Jeffrey Eugenides: Die Liebeshandlung
Deutsch von Uli Aumüller und Grete Osterwald
Rowohlt, 2011
623 S., 26,95 Euro


Der Verlag über das Buch:
Rhode Island, 1982. Eine junge Frau und zwei Männer schließen gerade das College ab. Madeleine liebt Leonard, und Leonard und Mitchell lieben Madeleine. Alle drei stehen an der Schwelle zum Erwachsensein - und haben ein kompliziertes Verhältnis zu Bindungen und Glück. Leonard ist manisch-depressiv, Madeleine kümmert sich um ihn, und Mitchell bereist mit einem Rucksack voller Bücher über Religion die Welt. Als Madeleine und Leonard immer dichter zusammenrücken, scheint die Sache entschieden. Aber nach einem unerwarteten Treffen der drei werden die Karten neu gemischt.

Dies ist ein Roman über die Spielarten der Liebe - die romantische, erotische, platonische Liebe, die Nächstenliebe, die Liebe zu Gott, die Liebe zwischen Eltern, Kindern und Geschwistern. Eine dramatische Dreiecksgeschichte, Jahrhunderte alt und doch auf furiose Weise neu erzählt, mit Witz, Ironie und einem tiefen Verständnis für die suchenden Figuren.

Mit diesem lebensklugen Buch meldet sich Jeffrey Eugenides als einer der bedeutendsten Autoren der amerikanischen Literatur zurück.

Jeffrey Eugenides wurde 1960 in Detroit/Michigan geboren und lebt heute mit Frau und Tochter in Berlin, wohin ihn Stipendien des DAAD und der American Academy gelockt haben. Sein Debütroman The Virgin Suicides (dt. Die Selbstmord-Schwestern) erregte weltweit Aufsehen und wurde im Jahr 2000 von Sofia Coppola verfilmt. Wie Jonathan Franzen rechneten ihn Kritiker in der Zeitschrift The New Yorker unter die "Twenty Writers for the 21st Century" und in der Zeitschrift Granta unter die "Best Young American Novelists". Eugenides und Franzen wurden von ihrem US-Verleger Jonathan Galassi miteinander bekannt gemacht; über Jahre diskutierten sie in einem griechischen Lokal in New York ihre jeweiligen Projekte. Die freundschaftliche Verbundenheit und der kreative Austausch zeitigten zwei sehr unterschiedliche, dennoch verwandte Romane: fulminante, große Epen über den Zerfall der amerikanischen Familie und das Schicksal des Landes im 20. Jahrhundert. (Rowohlt-Verlag)

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