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Whitney Houston: CNN verwechselt Whitney Houston mit Travestie-Star

Nein, die Dame auf diesem Screenshot ist nicht Whitney - und genaugenommen auch keine Dame, sondern Travestiekünstler Ikenna aus Berlin.

Foto:

Screenshot CNN

New York -

Zur Verteidigung: Der Travestie-Künstler Ikenna ist professioneller Houston-Imitator und sieht der Souldiva im Bühnendress wirklich zum Verwechseln ähnlich. Dennoch ist es peinlich für einen großen Nachrichtensender wie CNN, das falsche Foto einzublenden. Denn in einem Beitrag über die verstorbene Whitney Houston prangte im Hintergrund ein Bild von Ikenna Amaechi. Das Foto war laut Ikenna 2008 bei der Reel Awards Show in Las Vegas entstanden, bei dem zahlreiche Promidoubles auftraten. Der Faux-Pas ereignete sich Anfang Juli in der Sendung "Piers Morgan", während Talkgast LL Cool J über sein Verhältnis zu Whitney Houston und seine Trauer über ihren Tod sprach.

CNN bestätigte ohne Umschweife den Fehler und sprach von einem Versehen. „Ich habe es erst gar nicht gemerkt“, sagte Ikenna, so der Künstlername des Deutschen mit nigerianischem Vater. „Ich sah die Sendung 'Piers Morgan' und sah mich plötzlich selbst.“ Er habe ein paar Sekunden gebraucht, um zu begreifen, dass LL Cool J da gerade vor einem Bild von ihm um Whitney Houston trauere. „Ich dachte mir: Mensch, Alkohol und Drogen nimmst Du nicht, das warst gerade Du selbst!“ Er habe zurückgespult und es „zweifelsfrei bestätigt“: „Das dritte von fünf Bildern war ich, aufgenommen vor vier Jahren in Las Vegas.“

Schlagzeile: "Whitney Houston mit Penis"

Einen Screenshot der Sendung habe er ins Internet gestellt und daraufhin Reaktionen aus der ganzen Welt erhalten, gibt Ikenna an. „Die besten waren natürlich von den Kollegen aus Las Vegas, die sagten: 'Mensch, beim großen Sender CNN mit der Echten verwechselt, das ist der Ritterschlag schlechthin.'“
Das Promiportal „TMZ“ griff den Vorfall auf - und versah den Beitrag mit der aufmerksamkeitserregenden Schlagzeile "Whitney Houston mit Penis". Der Online-Artikel ist zwischenzeitlich nur über ein Archiv zu erreichen. Zuerst fühlte sich Ikenna von dem Artikel geschmeichelt. „Aber die Schlagzeile war dann doch blöd. Was für ein billiger Witz!“.

Zwar bezeichnete TMZ den Berliner als Drag Queen, treffender ist aber der Begriff Travestie-Künstler, da Ikenna auch selbst auf der Bühne performt - seit mehr als 20 Jahren singt er Houstons Hits auf der Bühne nach, live und in Originaltonlage. Ikenna sagt, dass er längst seinen Frieden mit CNN und der Berichterstattung gemacht habe: „Immerhin haben sie alle meinen Namen richtig geschrieben.“ (swe, mit dpa)