Jagen nach possierlichen Tierchen: Dirk Bach und Sonja Zietlow.
Foto: RTL/Ruprecht Stempell
Jagen nach possierlichen Tierchen: Dirk Bach und Sonja Zietlow.
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Großer Quatsch und soziales Experiment: Die Grenzerfahrung im australischen Dschungel geht bei RTL in die nächste Runde.
Wenn Markus Küttner im Herbst zur Vorbesichtigung nach Australien reist, ist das meist ein gutes Zeichen. Zumindest für Fernsehzuschauer, die im darauf folgenden Januar sehen wollen, wie sich ein Grüppchen Prominenter beim Überlebenstraining im Busch am anderen Ende der Welt schlägt. Küttner ist Bereichsleiter für Comedy und Real Life bei RTL. Das passt ganz gut, weil auf „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, das er verantwortet, irgendwie beides zutrifft.
Einerseits ist die Show ein ganz großer Quatsch, bei dem sich jeder vor einem Millionenpublikum blamieren kann. Sie funktioniert aber genauso gut als soziales Experiment, bei dem es darum geht, wie Leute miteinander auskommen, die zwei Wochen fast völlig von der Außenwelt isoliert sind. Und natürlich, wie sie ein paar ekelige Dschungelprüfungen überstehen.
Magier Vincent Raven (44) hat schon einmal eine Castingshow gewonnen, und zwar "The Next Uri Geller" 2008.
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Ramona Leiß (54) moderierte die Knoff-Hoff-Show, den ZDF-Fernsehgarten und zahlreiche Volksmusiksendungen und arbeitet heute als freischaffende Künstlerin. Mit Medienmanager Fred Kogel hat Leiß einen Sohn, sie lebt inzwischen mit ihrer Lebensgefährtin zusammen.
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Kim Debkowski ist das Küken unter den Dschungelcamp-Teilnehmern. Die 19-Jährige nahm 2010 als "Kim Gloss" an "Deutschland sucht den Superstar" teil.
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Er ist der älteste Sohn von Uwe Ochsenknecht: Rocco Stark. Der 25-Jährige versucht, als Schauspieler Fuß zu fassen.
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Radost Bokel feierte ihren größten Erfolg als Kinderstar in Michael Endes "Momo". Die 36-Jährige ist mit dem amerikanischen Sänger Tyler Woods verheiratet und hat mit ihm einen zweijährigen Sohn.
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Starsearch-Gewinner Martin Kesici singt seit 2011 in der Hardcore-Band "The Core".
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Der frühere "Superstar" Daniel Lopes wuchs im brasilianischen Recife auf. Das Dschungelcamp sieht er als „Möglichkeit mein wahres ‚Ich’ zu zeigen. Ich möchte, dass die Zuschauer mich als normalen Menschen kennenlernen und nicht als die Person, die man aus den Medien kennt.”
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Brigitte Nielsen war mal mit Sylvester Stallone verheiratet und ließ sich von RTL zum Schönheitschirurgen begleiten.
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Ailton, brasilianischer Ex-Profi-Fußballer, machte schon zu Bundesligazeiten mit seinen schrägen Sprüchen von sich reden.
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Jazzy, Ex-Sängerin bei Tic Tac Toe, nimmt am Dschungelcamp teil, weil sie nach eigenen Angaben keine Arbeit findet.
Ex-Topmodel-Kandidatin und Erotikmodel Micaela Schäfer (28) „will ganz Deutschland zeigen, dass ich kein verwöhntes, zickiges Model bin, wie mir das gerne mal unterstellt wird. Ich werde hart kämpfen, jede Herausforderung annehmen und mich für die Gemeinschaft einsetzen.“
„Die Show ist eine ständige Gratwanderung“, sagt Küttner. „Es kann sein, dass uns alles auf einmal zusammenbricht. Oder dass es mit 50 Prozent Marktanteil läuft.“ Im vergangenen Jahr wäre beinahe beides passiert. Nach ein paar Tagen hatte die frühere „Topmodel“-Kandidatin Sarah Knappik mit ihrer ausladenden Selbstzentriertheit fast die gesamte Promi-Mannschaft gegen sich aufgebracht. Die Kandidaten standen kurz vor der Meuterei. Und Küttner musste sich blitzschnell ausdenken, wie sich die Situation wieder beruhigen ließ.
Neuauflage von "Herr der Fliegen"
Vom gemeinschaftlichen Auszug konnte die Gruppe zwar wieder abgebracht werden. Darunter hatte aber einer zu leiden, der sich nicht an den Psychospielchen beteiligen wollte, von den anderen geschnitten wurde, aber vom Publikum für seine Standhaftigkeit geliebt. Am Ende wurde Peer Kusmagk Dschungelkönig. Und eine eigentlich zur Unterhaltung gemachte Show stand für kurze Zeit auf der Kippe zur Neuauflage von „Herr der Fliegen“.
In jedem Fall haben die Ereignisse der fünften Staffel gezeigt, dass sich vorher kaum prognostizieren lässt, wer nach zwei Wochen als Gewinner im Baumhaus die Krone aufgesetzt bekommt – mit Kusmagk hatte zum Start wirklich niemand gerechnet. Und dass die Show tatsächlich sehr von der Interaktion ihrer Protagonisten lebt, gar nicht mal so sehr von den Prüfungen, die ihr den Stempel „Ekel-TV“ verpasst haben.
Dschungelcamp: Die Kandidaten - und warum sich das antun
Die 1975 geborene Schauspielerin wurde 1986 in der Kinderbuchverfilmung „Momo“ nach dem Kinderbuch von Michael Ende einem breiten Publikum bekannt. Kurz danach spielte sie eine Nebenrolle in der internationalen Fernseh-Miniserie „Das Geheimnis der Sahara“ neben Michael York, Andie MacDowell und Ben Kingsley und steht seitdem für zahlreiche Kino- und TV-Produktionen vor der Kamera, zuletzt für „Die Spezialisten - Kripo Rhein/Main“ und für die Mini-Serie „Der Staatsanwalt“ (ZDF). Radost Bokel hat einen zweijährigen Sohn und lebt abwechselnd in North Carolina und Deutschland. Sie sagt: „Ich nehme am Dschungelcamp teil, weil ich Lust darauf habe und es eine Herausforderung für mich ist. Es wird bestimmt sehr interessant und ein bisschen Diät kann nie schaden.“
Model Micaela Schäfer (28)
Sie war 2006 Achte in der ersten Staffel von Heidi Klums Casting-Show „Germany's next Topmodel“ (ProSieben). Die „Halb-Brasilianerin“, wie RTL sie bezeichnet, legt unter ihrem Künstlernamen „DJane LaMica“ seit 2011 in Clubs auf und arbeitet als Erotik-Model. Bei „Big Brother“ zeigte sie sich im Januar 2010 völlig nackt. Sie gilt als Deutschlands berühmtestes Erotik-Model. Ihr Motiv für die Teilnahme am Dschungelcamp: „Ich will ganz Deutschland zeigen, dass ich kein verwöhntes, zickiges Model bin, wie mir das gerne mal unterstellt wird. Ich werde hart kämpfen, jede Herausforderung annehmen und mich für die Gemeinschaft einsetzen.“
Schauspieler Rocco Stark (25)
Obwohl der 1986 geborene älteste Sohn von Uwe Ochsenknecht keine Förderung durch seinen Vater erfuhr, zog es ihn ins Schauspielfach. Er war unter anderem in der Sat.1-Soap „Hand auf's Herz“ sowie im Kinofilm „Im Winter ein Jahr“ zu sehen. Er sagt: „Das Dschungelcamp ist für mich eine willkommene Abwechslung. Ich freue mich auf die Zeit und es wird bestimmt Spaß machen. Vielleicht lerne ich im Camp interessante Leute kennen.“
Brigitte Nielsen (48)
1963 in Dänemark geboren, ist sie als Schauspielerin, Model, Moderatorin und Sängerin weltweit bekannt und war zwei Jahre mit US-Schauspieler Sylvester Stallone verheiratet. Sie kam vom Modeln zum Film: 1985 war sie neben Arnold Schwarzenegger in „Red Sonja“ zu sehen und wenig später in „Rocky IV“. Die anderthalb Jahre dauernde Ehe mit Sylvester Stallone machte sie berühmt. Nach „Beverly Hills Cop 2“ fiel sie als Schauspielerin nicht mehr auf, später versuchte eine Gesangskarriere. 2001 machte sie in der italienischen Ausgabe von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ mit. 2008 ging sie in der US-Show „Celebrity Rehab with Dr. Drew“ auf Drogen- und Alkoholentzug. Kurz darauf ließ sie sich vor RTL-Kameras („Aus alt mach neu“) vom Schönheitschirurgen verjüngen. Über ihre Teilnahme am Dschungelcamp sagt sie: „Es wird bestimmt nicht einfach im Camp. Aber ich habe keine Angst! Ich bin glücklich, dabei zu sein und freue mich sehr auf das Abenteuer.“
Rocksänger Martin Kesici (38)
Der 1973 in Berlin geborene Martin Kesici wurde 2003 bekannt, als er die Casting-Show “Star Search" (Sat.1) als bester Sänger gewann. Sein größter Charterfolg war die Single “Angel of Berlin„. Seit 2011 ist Kesici Frontmann der Band “The Core". Er brachte ein Enthüllungsbuch unter dem Titel „Sex, Drugs & Castingshows“ heraus. Über das Dschungelcamp sagt er: “Es kommen neue Eindrücke und Dinge auf mich zu, die ich noch nie gesehen, angefasst oder gefühlt habe. Es wird eine große Herausforderung."
Malerin Ramona Leiß (54)
Sie war früher eine viel beschäftigte Radio- und TV-Moderatorin, moderierte unter anderem die legendäre „Knoff-Hoff-Show“ (ZDF) sowie den „ZDF-Fernsehgarten“ und die „Goldene Hitparade der Volksmusik“ (ARD) und hat auch Erfahrungen als Schauspielerin gesammelt. Leiß hat einen Sohn aus einer Beziehung mit Medienmanager Fred Kogel und lebt heute als erfolgreiche Malerin zusammen mit ihrer Lebensgefährtin in München. Ihr Kommentar zum Dschungelcamp: „Ich habe in meinem Leben schon viele Abenteuer erlebt, meistens mit Menschen und in zwischenmenschlichen Beziehungen. Der Dschungel wird etwas ganz Neues für mich.“
Ex-Rapperin Jazzy (36)
Mit ihren Bandkolleginnen Ricky und Lee feierte Jazzy (36, bürgerlicher name: Marlene Tackenberg) ab Mitte der Neunziger Jahre mit Deutschlands erster Girlgroup „Tic Tac Toe“ große Charterfolge, Songs wie „Verpiss dich“ oder „Warum?“ erreichten die Spitze der Singlecharts. 1997 zerbrach die Band bei einer aufsehenerregenden Pressekonferenz, 2005 folgte ein Comebackversuch. Über die Dschungelshow sagt sie: „Es ist ein sehr spannendes Projekt. Es wird eine große Herausforderung für mich und ich werde viele neue Erfahrungen sammeln.“
Ailton José Almeyda (38)
Der brasilianische Ex-Profifußballer (38) spielte ab Ende 1998 beim Erstligisten SV Werder Bremen. Die Bilanz seiner Bremer Zeit: Deutscher Meister, Pokalsieger, Torschützenkönig und Fußballer des Jahres. In Deutschland spielte er außerdem bei Schalke 04 (Vizemeister und DFB-Pokalfinalteilnahme), dem Hamburger SV und dem MSV Duisburg. Er findet: „Die Show passt zu mir. Ich besitze in Brasilien eine Ranch mit viel Natur.“
Sänger Daniel Lopes (35)
1976 in Brasilien geboren, wurde er 2002 durch die erste Staffel „Deutschland sucht den Superstar“ einem Millionenpublikum bekannt. 2004 zog er auf „Die Alm“ (ProSieben) und meldete sich 2011 als Kandidat zurück: Bei „Das Supertalent“ erreichte er aber nur die zweite Runde. Vor den Live-Shows schied er wegen einer vergessenen Textpassage aus. Sein Kommentar zum Dschungelcamp: „Ich habe endlich die Möglichkeit mein wahres 'Ich' zu zeigen. Ich möchte, dass die Zuschauer mich als normalen Menschen kennenlernen und nicht als die Person, die man aus den Medien kennt."
Sängerin Kim Debkowski (19)
Die 19-jährige Hamburgerin mit dem Spitznamen Kim Gloss war zwei Mal bei „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL). Die Hamburgerin schaffte es als beste Sängerin der siebten Staffel bis vors Halbfinale. Sie glaubt: „Im Dschungel fehlte bisher so ein bunter Paradiesvogel wie ich. Ich möchte der Gruppe Spaß bereiten und alle aufmuntern. Als jüngste Kandidatin kann ich allen eine Art kleine Schwester sein.“
Vincent Raven (45)
Der Schweizer wurde 2008 durch seinen Sieg in der Show „The Next Uri Geller“ (ProSieben) berühmt, in der er mit einem seiner Kolkraben auftrat. Die Zuschauer beeindruckte sein angeblicher Kontakt zum Jenseits, und so gewann er die Siegprämie von 100.000 Euro. Insgesamt leben drei Raben bei Raven: Corax, Asael und Odin. Er meint: „Das Dschungelcamp ist für mich eine Herausforderung und eine Art Experiment, das mich an das Pfadfinderdasein erinnert.“
Dabei hat sich längst herumgesprochen, dass „Ich bin ein Star“ dank der Moderationen von Sonja Zietlow und Dirk Bach und der clever geschnittenen Tageszusammenfassungen durchaus mit einer gewissen Hintergründigkeit unterhalten kann. Nirgendwo sonst mutet das private Fernsehen seinem Publikum soviel Ironie zu. Auch der eigene Sender wird nicht geschont und muss Witze über sein Programm und seine Stars ertragen.
Dafür brauchte es bei den Verantwortlichen erst eine gewisse Gewöhnungsphase. Küttner erinnert sich an die Premierenstaffel vor acht Jahren: „Am Anfang hab ich mein Handy gerne mal durchklingeln lassen, wenn eine Kölner Nummer auf dem Display stand.“ Dabei steht die praktizierte Selbstkritik RTL ganz gut – gerade weil der Sender sonst überhaupt keinen Sinn dafür hat.
RTL freut sich über fantastische Quoten
Die Vorlage für „Ich bin ein Star“ stammt aus Großbritannien, wo gerade die elfte Runde von „I'm a Celebrity... Get Me out of Here“ zu Ende ging. Auch in Frankreich, Schweden und den Niederlanden wurden eigene Versionen gezeigt, doch Deutschland ist das einzige Land, in dem das Reality-Experiment noch läuft. „Viele Sender können sich diese aufwändige Show einfach nicht leisten“, sagt Küttner. Bei RTL trösten sie sich immerhin mit den fantastischen Quoten über die hohen Kosten hinweg.
Ob die neue Staffel, die an diesem Freitag um 21.15 Uhr startet, genauso erfolgreich sein wird wie die vorige, lässt sich von Senderseite schwer beeinflussen. Denn mit den Teilnehmern bei „Ich bin ein Star“ verhält es sich ein bisschen wie mit Wein: Es kommt sehr darauf an, ob man einen guten Jahrgang erwischt. Erst wenn die Kameras laufen, stellt sich heraus, ob die Zusammensetzung der Gruppe funktioniert – ob sich also kleine Rivalitäten und große Freundschaften bilden oder bloß alle in der Hängematte liegen.
Désirée Nick: Erst klassische Balletttänzerin, dann katholische Religionslehrerin, danach Comedy-Lady und Schauspielerin: Im Herbst 2004 wird Désirée Nick zusätzlich Dschungelkönigin und bereut das bis heute nicht. Zuletzt schrieb Nick (56) ein Buch über das Leben ab 50. Ihr Fazit: Alt ist man erst ab 85.
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Ross Antony: Der Musiker (Ex-Bro-Sis), gebürtiger Brite, wird im Januar 2008 Dschungelkönig - und sah die Show ein Jahr später als karrierefördernd an. Zusammen mit seinem Mann Paul Reeves brachte er 2011 ein Album heraus. Im Dezember 2011 renovierte Antony (37) für die Doku-Soap eines Privatsenders einen Kindergarten. In Zukunft möchte er gern ein Kind adoptieren und Kinderbücher schreiben.
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Ingrid van Bergen: Die Schauspielerin, die 1977 ihren Liebhaber erschoss, wird im Januar 2009 Dschungelkönigin - mit 77 Jahren. Die überzeugte Vegetarierin und Tierschützerin aß dafür Krokodilsaugen und Känguruhoden und erhoffte sich neue Job-Verträge. An ihrem 80. Geburtstag im Juni 2011 stand sie im Theaterstück „Harold und Maude“ in Karlsruhe als Maude auf der Bühne.
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Peer Kusmagk: Der Schauspieler und Moderator (36) ist der Dschungelkönig mit der besten Einschaltquote. Mehr als 7,4 Millionen Zuschauer sahen die Show im Januar 2011. Nach seiner „Krönung“ sagte Kusmagk (hier mit Freundin Isabella Recke bei der Premiere von "Breaking Dawn - Bis zum Ende der Nacht"): „Die gefährlichsten Tiere sind die Menschen.“ Er ist seit 2006 Mitbetreiber eines Restaurants in Berlin.
Costa Cordalis: Der Schlagersänger war im Januar 2004 der erste Dschungelkönig. Der Zeitung „Bild am Sonntag“ zählte der 67-Jährige Ende 2011 auf, was ihm das finanziell brachte: 48.000 Euro Gage, weitere 20.000 Euro, damit er nicht bei Stefan Raab auftritt. Seinen gestiegenen Marktwert summierte er zusammen eine halbe Million Euro.
In diesem Jahr haben sich „Momo“-Darstellerin Radost Bokel und Ex-Profifußballer Aílton zum Dschungelzelten verpflichtet. Die Ex-Stallone-Frau Brigitte Nielsen ist auch dabei und RTL schon insofern verbunden, als dass sie sich vor einigen Jahren unter dem Titel „Aus alt mach neu“ mit Kamerabegleitung schönheitsoperieren ließ. Darüber hinaus hat der Sender die frühere ZDF-Moderatorin Ramona Leiß, den Ochsenknecht-Sohn Rocco Stark und Ex-Tic-Tac-Toe-Mitglied Jazzy bestätigt.
Natürlich darf auch das Personal nicht fehlen, das der Medienbetrieb regelmäßig aus sich selbst heraus generiert – so wie die Ex-„DSDS“-Kandidaten Kim Debkowski und Daniel Lopes, der einstige „Star Search“-Gewinner Martin Kesici und Vincent Raven, der bei ProSieben mal als „The Next Uri Geller“ ausgerufen wurde. Für die Erotik ist Micaela Schäfer zuständig, die sich zuerst bei „Germany’s Next Topmodel“ bewarb und später bei „Big Brother“ nacktduschte.
Wer sich davon als Liebling des Publikums entpuppt und wer in diesem Jahr die härteste Dschungelprüfung von allen, die noch kommen werden, absolvieren muss – das weiß auch Küttner noch nicht. Mitleid mit seinen Kandidaten hält er allerdings für fehl am Platze. Egal, von wie vielen Insekten sie sich bestürmen lassen müssen. „Die Leute kommen da ja nicht wirklich zu Schaden“, sagt er. „Da kann nachher wieder jeder vor die Tür gehen.“ Nach mancher Blamage wär's halt nur besser, damit erst mal ein halbes Jahr zu warten.
Der heute 38 Jahre alte Ailton hat seine aktive Karriere vor Monaten beendet. In der Bundesliga sorgte er aus für Aufsehen - mit sportlicher Leistungen, aber auch mit seinen mitunter herrlich-schrägen Interviews.
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Viele seiner stets selbstbewusst vorgetragenen Sprüche haben heute Kultcharakter. Wir haben die schrägsten Formulierungen wie "Ailton auswechseln - immer Fehler´" zusammengetragen und stellen Ihnen den Brasilianer vor.
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Im Wortlaut: „Zum Saisonstart bin ich da.“ (Ailton nachdem er in Bremen ermahnt wurde, weil er zu spät zum Trainingsauftakt erschienen ist). Im Bild: Ailton bei einem PR-Fotoshooting für Werder Bremen (2002/2003).
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Im Wortlaut: „Der besse Stürmer der Welt spiele genau in eine Mannschaft, genau hier, spiele genau heute, isse kein Tor.“ Im Bild: Ailton gibt dem Linienrichter dezente Hinweise (1999).
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Im Wortlaut: „Ailton Tor, alles gut.“ Im Bild: Ailton beweist modischen Mut bei der Weihnachtsfeier des SV Werder Bremen (Dezember 2003).
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Seinen sportlichen Höhepunkt erlebte Ailton 2004, als er mit Werder Bremen das Double von Meisterschaft und Pokal gewann und Torschützenkönig wurde.
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Als erster Ausländer der Bundesliga-Historie wurde Ailton zudem zum Fußballer des Jahres gewählt. Danach wechselte er nach Schalke. Dort konnte Ailton sich nicht durchsetzen und begann ein Fußballernomadenleben.
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Im Wortlaut: „Wenn ich Trainer wäre und hätte einen Ailton in der Mannschaft, würde Ailton immer 90 Minuten spielen. In jedem Spiel!“- Im Bild: Ailton kam beim FC Schalke nicht zurecht. Immer häufiger musste der Stürmer auf die Ersatzbank - wie hier im Spiel gegen den VfB Stuttgart (April 2005).
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Der Brasilianer wurde zum Wandervogel. Insgesamt spielte er bei 19 Vereinen auf der ganzen Welt. Seine Karriere ließ er nach Gastspielen beim KFC Uerdingen (sechste Liga) und beim FC Oberneuland (vierte Liga) im Jahr 2011 ausklingen.
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Im Wortlaut: „Ailton ist wie Medizin für Kranke.“. Im Bild: Ailton vor einem Ferrari-Lastwagen (2005 in Istanbul).
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Nach seinem Karriereende lebt Ailton in Brasilien auf einer Farm züchtet Pferde. Seinem sportlichem Abstiegs zum Trotz blieb Ailton in den deutschen Medien präsent. Das Bild zeigt ihn bei seiner Teilnahme an der Pro7-Show "Autoball WM" im Jahr 2010.
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Im Wortlaut: "Mein Berater hat gesagt, das wäre ein Spaß für Ailton." (zum Thema Dschungelcamp). Im Bild: Ailton vor dem offiziellen Mannschaftsfoto mit Schalke 04 (Juli 2005).
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In "zwei, drei Jahren", so sagte Ailton vor seinem Flug in die Dschungel-Show dem NDR wolle er Bürgermeister seiner Heimatstadt in Brasilien werden.
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Im Wortlaut: „Du kommst in ein fremdes Land, verstehst kein Wort, frierst dir sonst was an und wirst dann noch nicht einmal eingesetzt. Da kannst du als Fußballspieler lieber sterben.“ (Ailton blickt auf seine Anfänge bei Werder Bremen unter dem damaligen Trainer Felix Magath zurück). Im Bild: Ailton sitzt beim DFB-Pokalspiel seines Klubs MSV Duisburg bei seinem Ex-Klub Werder Bremen nur auf der Bank (Oktober 2007).
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Im Wortlaut: "Mannschaft sehr, sehr gut Spiel, sehr gut Saison. Dasse gratulier Werde Breme diese Jahr. Das Ailton!". Im Bild: Ailton jubelt nach dem 3:1-Auswärtssieg von Bremen bei Bayern München (8. Mai 2004). Werder machte damit vorzeitig die Meisterschaft klar.
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Im Wortlaut: „Das ist doch Blabla. Wenn ich treffe, ist alles super, wenn nicht, ist alles schlecht.“ Im Bild: Ailton im Bundesliga-Spiel zwischen MSV Duisburg und seinem Ex-Klub Werder Bremen.
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Im Wortlaut: "Ein Schuss. Ein Tor. Das ist Ailton!" Im Bild: Jubel nach einem seiner wenigen Treffer für Schalke 04 (November 2004, gegen Leverkusen).
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Im Wortlaut: „Totale Konzentration auf Fußball. Ohne Sex, ohne Bumbum. Orgasmus gibt es nur, wenn ich ein Tor schieße. Tor. Bumbum. Ailton ist wieder da“ (Ailton auf die Frage, was er denn jetzt alleine in Duisburg mache, nachdem seine schwangere Frau Deutschland verlassen habe). Im Bild: Ailton bei seiner Vorstellung als Neuzugang des MSV-Duisburg (Juli 2007).
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Im Wortlaut: „In Deutschland läuft der Karneval anders als ich ihn kenne. Hier ziehen sich alle komisch an – in Brasilien immer alle aus“ - Im Bild: Ailton machte im Spätherbst seiner Karriere bei Wohltätigkeitsspielen wie dem Tag der Legenden (2010, Hamburg) mit.