03.02.2012

Krebs: Bundesregierung lässt Tattoo-Farben prüfen

Tribal-Tattoo auf dem Bauch einer Frau (Archivbild).
Tribal-Tattoo auf dem Bauch einer Frau (Archivbild).
Foto: dpa
Saarbrücken –  

Die Bundesregierung will Tattoos sicherer machen. Laut Medienberichten sollen Kunden besser vor gesundheitsgefährdenden Tattoo-Farben geschützt werden.

Der Besuch beim Tätowierer kann nicht nur für bunte Bilder auf der Haut sorgen. Die verwendete Tinte kann gefährliche Stoffe enthalten. Die Bundesregierung plant nun einen besseren Schutz vor gesundheitsgefährdenden Tattoo-Farben. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ am Freitag berichtete, wurde das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beauftragt, eine neue wissenschaftliche Bewertung von Farbstoffen für Tätowierungen vorzulegen. Ende März sollen Ergebnisse vorliegen.
Ziel sei es, „den gesundheitlichen Verbraucherschutz bei Tätowiermitteln weiter zu stärken“, sagte eine Sprecherin des Verbraucherschutzministeriums der Zeitung. Beim Stechen von Tattoos können giftige Stoffe mit der Tinte in den Körper gelangen. Das BfR hatte erst im vergangenen Jahr vor möglichen krebserregenden Substanzen in schwarzer Tinte gewarnt.

Auch der Bundesrat drängt die Regierung zum Handeln. Laut Zeitungsbericht will die Länderkammer in ihrer Sitzung am Freitag kommender Woche erneut über einen Antrag des Landes Baden-Württemberg beraten, wonach die Bundesregierung „kurzfristig strengere Regelungen für Tätowiermittel“ erlassen soll. Schätzungen zufolge haben rund 20 Prozent der Bundesbürger Tätowierungen. (afp)

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