22.02.2012

Schweigeminute: Berlin gedenkt der Opfer rechter Gewalt

Zunächst noch in der Öffentlichkeit und später um so perfider im Untergrund. Neonazis um Uwe Böhnhardt (graue Jacke, 4.v.l.), Andre Kapke (2.v.r.), Ralf Wohlleben (3.v.r.) und Uwe Mundlos (r.), aufgenommen in Erfurt im Herbst 1996.
Zunächst noch in der Öffentlichkeit und später um so perfider im Untergrund. Neonazis um Uwe Böhnhardt (graue Jacke, 4.v.l.), Andre Kapke (2.v.r.), Ralf Wohlleben (3.v.r.) und Uwe Mundlos (r.), aufgenommen in Erfurt im Herbst 1996.
Foto: dapd
Berlin –  

Berlin soll an diesem Donnerstag für eine Minute innehalten. Um der zehn Opfer der rechtsextremistischen Mordserie in Deutschland zu gedenken, haben Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam zu einer Schweigeminute um 12 Uhr aufgerufen.

Das öffentliche Leben in Berlin soll an diesem Donnerstag für eine Minute innehalten, um der zehn Opfer der rechtsextremistischen Mordserie in Deutschland zu gedenken. Zu der Schweigeminute um 12.00 Uhr haben Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam aufgerufen. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) appellierte am Mittwoch an alle Berliner, sich an dem stillen Gedenken zu beteiligen.

In der Hauptstadt werden die Mitarbeiter in der Verwaltung und in zahlreichen Betrieben, Lehrer und Schüler in den Schulen, Polizei und Feuerwehr, die Berliner Verkehrsbetriebe, die S-Bahn und die Mitarbeiter der Stadtreinigungsbetriebe teilnehmen.

"Es geht darum, ein klares Zeichen gegen menschenverachtende rechtsextreme Gewalt zu setzen", erklärte Wowereit. Es sei wichtig zu zeigen, "dass dieser Rechtsterrorismus in der Bevölkerung keinen Rückhalt hat". (dpa)

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