08.01.2011

Ihr Mann Ulrich Mühe und sie spielten oft Paare in Extremsituationen. Seit drei Jahren ist Susanne Lothar Witwe, und bereit für Rollen, in denen man sie nicht erwarten würde.: Der Rest ist Fantasie

Von Irene Bazinger

Auf hohen Schuhen, sagt Susanne Lothar, könne sie nicht gut gehen. Sie trägt flache Winterstiefel und lacht, als sie sich vor dem kalten Wetter in ein Charlottenburger Café gerettet hat. Trotzdem ist sie auf der Hut: Möglichst wenig Privates soll über sie in die Medien geraten. Vor der Kamera oder auf der Bühne kennt sie im Namen ihrer Figuren kein Pardon. Ansonsten ist die Schauspielerin freundlich, aber scheu. Frau Lothar, Sie drehten 2006 den Film "Nemesis" in der Regie von Nicole Mosleh. Darin gerät ein nach außen glückliches Paar in einen psychologisch bizarren, zunehmend gewalttätigen Kreislauf. Die Frau vermutet, ihr Mann habe ihre Schwester ermordet, mit der er vor Jahren liiert war. Es war Ulrich Mühes letzter Film. Warum kam "Nemesis" bis heute nicht ins Kino? Keine Ahnung! Dabei war es eine tolle Arbeit, die viel Spaß gemacht hat, und es wäre schade, wenn der Film in der Schublade bliebe. Wussten Sie während der Dreharbeiten schon, dass Ihr Mann schwer krank ist? Nein, gar nicht. Es waren ganz normale Dreharbeiten. Da war Uli noch gesund und glücklich. Die Regisseurin hatte sich einfach an uns gewandt und den Film angeboten. Und wir fanden das Drehbuch großartig. Es war zwar so gut wie kein Geld da, aber so etwas macht man eben manchmal auch. Wir haben lange in Kreuzberg geprobt und dann haben wir den Film in dreizehn Tagen beziehungsweise Nächten in Italien gedreht. Wir konnten sehr viel improvisieren und Sachen ausprobieren, das waren tolle zwei Wochen. In dem Film "Funny Games" von Michael Haneke spielten Mühe und Sie 1997 ein Ehepaar, das samt Kind von zwei jungen Männern gefoltert und umgebracht wird. Der Film löste nicht nur in Cannes einen Skandal aus. Und als Sie beide 1998 in Peter Zadeks Inszenierung von Sarah Kanes "Gesäubert" spielten, trieben die Gewaltexzesse die Zuschauer scharenweise aus den Hamburger Kammerspielen. Man nannte sie beide bald das Schauspieler-Extremisten-Paar. Ja, wir sind gern weit übers Ziel hinausgeschossen. Und die Arbeit mit Haneke war ein Glücksfall! Wir hätten auch das Telefonbuch für ihn gespielt. Dass "Funny Games" dann so ein besonderer Film geworden ist, der so vielen Menschen im Gedächtnis geblieben ist, wussten wir damals natürlich nicht. Wir haben das ganz unschuldig gemacht und dachten uns, okay, wenn sich so ein Albtraum erfüllt, dann muss man ihn auch richtig spielen. Das Stück "Gesäubert" hat keiner von uns verstanden, auch während der Proben nicht. Wir haben meistens zusammengesessen und gelesen und uns Fragen gestellt, wir sind wenig zum szenischen Probieren gekommen. Sarah Kane reiste zur Premiere an und war entsetzt, weil wir alles ganz genau so gemacht und gezeigt hatten, wie sie es in den Regieanweisungen beschrieben hatte, also wann welcher Person welcher Körperteil abgeschnitten wird etwa. Ich habe mir gedacht, dass unsere Aufführung für sie ungefähr so gewesen sein muss, als wenn man sein eigenes Tagebuch verfilmt sieht. Ist es schwerer oder leichter, mit dem eigenen Mann auf der Bühne oder vor der Kamera - und sei es im Namen der Kunst - die Grenzen des Normalen zu überschreiten? Weder noch, ich mache das ja mit anderen ebenso und lasse mich in einen Entäußerungsprozess auch vor jedem fremden Kollegen ein, warum nicht vor dem eigenen Mann? Es ist nun einmal mein Beruf, Gefühle zu transportieren oder in anderen Menschen auszulösen. Dazu gehört eben auch, dass man sich entäußert. Es spielte für die Arbeit nie eine Rolle, dass Uli und ich verheiratet waren. Da war nichts Merkwürdiges oder Peinliches oder Doppelbödiges, obwohl wir zusammen eine Familie hatten und auch gemeinsam an Projekten gearbeitet haben. Aber wir haben wirklich versucht, Beruf und Privatleben so gut als möglich zu trennen. Denn es ist auch für die Familie unangenehm, wenn am Esstisch über solche Arbeiten gesprochen wird. Wie ließ sich diese strikte Trennung bei dem engen Zusammenleben einhalten? Wir haben uns zum Beispiel ganz anders auf unsere Rollen vorbereitet. Uli hat seinen Text vorher nie gelernt und ich immer. Er hat mit Büchern gearbeitet und ich mit Fotografien. Wir waren eben ziemlich gegensätzlich, auch als Schauspieler. Jeder hat sein Rollen- und Textstudium gemacht, wann und wie er wollte. Es gab auch keine Absprachen in der Küche in Bezug auf den nächsten Drehtag. Nicht einmal bei Nicole Mosleh, mit der wir noch nie gearbeitet hatten, und die damals noch nicht bekannt war. Auch da haben wir alles in ihrer Gegenwart zu erfinden versucht. Für uns war das selbstverständlich. Wie war es, als Sie Ihren verstorbenen Mann in Hof in "Nemesis" auf der Kinoleinwand sahen? Ich habe mir einfach erstmal neugierig den Film angesehen und war gespannt und - habe mich gefreut. Wann haben Sie nach Mühes Tod wieder arbeiten können? Etwa vier Wochen nach dem Begräbnis habe ich mit Stephen Daldry für "Der Vorleser" gearbeitet. Ulrich Mühe galt in der DDR und dann im vereinigten Deutschland als integerer, hoch geschätzter Schauspieler. Durch die möglichen Stasi-Verwicklungen seiner Ex-Frau Jenny Gröllmann und seine Anklagen gegen sie verlor er bis heute an Sympathien. Wie haben Sie das erlebt? Dazu möchte ich nichts sagen, das habe ich bisher nicht getan und das möchte ich auch weiterhin nicht tun. Sind Sie Jenny Gröllmann je begegnet? Ja, aber auch dazu möchte ich mich nicht äußern. Ich bin gerade sehr verwundert, dass Sie so etwas fragen, denn getroffen haben wir uns ja, um über mich und meine Arbeit zu sprechen. Aber zu so einem Interview gehören natürlich auch Dinge, die über die Arbeit hinausgehen, zumal wenn es sich um einen bekannten Ehemann und die Stasi handelt. Ja, aber ob und wie ich mich dazu äußern will, kann zum Glück immer noch ich entscheiden. Fragen muss ich Sie als Journalistin trotzdem. Okay ... Im Zuge der Diskussionen um Gröllmann, Mühe und den oscarprämierten Film "Das Leben der Anderen" gerieten Sie überraschend in einen Konflikt, mit dem Sie doch gar nichts zu tun hatten? Können wir jetzt über etwas anderes reden? Ich denke, ich habe meinen Standpunkt dazu bereits klargemacht. Durch Ihre Weigerung, sich zu diesem Themenkomplex zu äußern, bleibt so Vieles in der Luft hängen. Das ist nicht mein Problem. Gibt es noch etwas, das Sie mich fragen möchten? Wieso wollen Sie nichts über die Vergangenheit mit Mühe klarstellen? Etwas erklären, was damals in ihm vorgegangen ist? Das ist halt so. Schade eigentlich ... Nein, das muss nicht schade sein, das ist meine Privatsphäre. Was halten Sie von Schillers Vers aus dem "Wallenstein"-Prolog: "Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze"? Den finde ich total in Ordnung. Jeder ist ersetzbar. Das ist so, und das ist auch nicht schlimm. Die Kränze sollen geflochten werden, solange der Mime noch lebt, denn nur dann kann er sie sich aufsetzen. Nach uns die Sintflut! Warum sieht man eine große Theaterschauspielerin wie Sie eigentlich seit Längerem eher auf der Leinwand oder im Fernsehen als auf der Bühne? Theater wird im Vergleich zum Film leider ungleich schlechter bezahlt und ich muss als alleinerziehende Mutter meine Familie ernähren. Aber generell würde ich schon gern mehr Theaterspielen in meinen Alltag einbauen. Inwiefern ist das auch eine künstlerische und nicht nur eine ökonomische Entscheidung? Natürlich riss der Tod von Peter Zadek ein Loch in mein Theaterempfinden. Jetzt muss ich sehen, mit wem ich diese Lücke wieder füllen werde. Ich bin aber nicht verschlossen und immer wieder in Kontakt zum Beispiel zu Luc Bondy, einem meiner Lieblingsregisseure. Es gab auch Offerten von anderen wunderbaren Regisseuren. Ich muss die Angebote aber gut einplanen können in mein eher bewegtes Leben. Was ist wichtig bei einer Zusage für eine Theaterinszenierung? Natürlich die Rolle, mit der ich etwas anfangen können muss, und dann der Regisseur. Das Theater ist mir eigentlich egal. Ich spiele auch unter der Brücke. Außerdem bin ich immer sehr interessiert am maximalen Risiko. Man muss viel Zeit haben und gute Leute, um zur Wahrheit vorstoßen zu können. Manche Filmschauspieler arbeiten mit speziellen Coaches, die sie auf ihre Rolle vorbereiten. Wie finden Sie das? Es führen viele Wege nach Rom! Für mich geht es darum, wie werde und bleibe ich durchlässig, wie vergesse ich die Kamera und schaffe etwas, das nicht mich und nicht den Regisseur berührt, sondern die Zuschauer. Im Film muss das Ganze dann noch den Schnitt überstehen, während es im Theater 1:1 ist und es eine direkte Reaktion gibt. Da vergesse ich das Publikum jedoch nie, denn es ist ein Dialog, den man innerlich führt. Man spürt, wenn man die Leute berührt, aber auch, wenn sie sich langweilen. Reine Filmschauspieler haben wesentlich weniger Zeit zum Erfinden ihrer Figur zur Verfügung und greifen daher ab und zu auf die Hilfe eines Coaches zurück. Sie brauchen, bevor sie den Set betreten, wo eine schnelle, auch oft laute Atmosphäre herrscht, einen roten Faden, an dem sie weiterstricken können. Es soll ja ganz tolle Coaches geben, die mit Schauspielern nachweislich überragende Dinge vollbracht haben, wie etwa mit Vivien Leigh, der Scarlett O'Hara in "Vom Winde verweht". Und der Film ist großartig geworden! Generell rate ich jungen, angehenden Schauspielern, die mich um Rat bitten, zu einer soliden Bühnenausbildung. Dort haben sie Zeit und Ruhe, sich mit sich und den Rollen, die sie spielen, konzentriert zu beschäftigen. Sie gelten als überzeugte Instinktschauspielerin. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es einfach schöner ist, sich auf seinen Instinkt und seine Fantasie zu verlassen, als sich vorher zu viel vorzunehmen. Dadurch macht man Sachen kaputt. Mir geht es vor allem um den Moment des Spielens. Den empfinde ich als den angenehmsten Teil meines Berufs. Doch wenn ein Kollege kommt und schon von vornherein weiß, wo der Höhepunkt einer Szene liegt, wo er sich zurücknimmt oder wo er sich vor dem anderen versteckt, wenn das alles schon so von ihm vorgeplant ist, dann bleibt für den Partner wenig Platz. Ich denke, je schneller und härter die Bedingungen etwa beim Film sind, umso besser sollte man sich vorbereiten. Aber ich finde es schade, wenn ich mit jemandem spiele und merken muss, der geht nicht auf mich ein, und es ist kein kreativer Austausch möglich. Fühlen Sie sich als Theaterschauspielerin im Film unterfordert? Nein, gar nicht! Da die Kamera so nahe kommt, ist Film manchmal noch erbarmungsloser als die Bühne. Und man darf sich nicht verkrampfen. Man muss den Zuschauer an die Hand nehmen, damit er die Schlittenfahrt mitmachen kann. Das ist bei den Rollen, die ich gespielt habe, oft schwer, weil die Figuren so gemeine und zum Teil auch unvorstellbare Sachen erleben mussten. Wie bereiten Sie sich denn auf Ihre Rollen vor? Aus dem Bauch. Ich gehöre nicht zu den Schauspielern, die das Drehbuch oder das Stück zehnmal lesen, ich lese es zweimal. Ich überlege mir auch keine Vorgeschichte zu meiner Figur, woher kommt sie, wie war ihre Kindheit oder ähnliches. Das interessiert mich alles nicht, sondern nur der Moment. Manchmal mache ich mir kleine Notizen darüber, was sein könnte, was ich mit der Figur machen könnte. Die streiche ich jedoch bald wieder durch, damit es nicht fest wird. Dann lerne ich meinen Text und gehe zum Drehen. Dort suche ich mir einen ruhigen Ort, schaue mir das Motiv an - und los geht's. Ihre kleinen Ideenzettel kleben Sie sich über's Bett? Nein, ins Drehbuch, das wird sozusagen immer belebter, mit diesen Zetteln, mit Notizen oder kleinen Zeichnungen. Manchmal kommt eine Postkarte von einem Bild dazu, etwa von einem Gemälde Picassos. Oder von einem Tier, denn oft überlege ich mir, was könnte die Figur für ein Tier sein? Eine Schlange, ein Panther, es muss schon ein interessantes Tier in diesem Zusammenhang sein. In Michael Hanekes Film "Das weiße Band" spielen Sie eine gedemütigte, unglückliche Hebamme. Wie kamen Sie an diese Figur heran? Ich identifiziere mich nie mit den Rollen, die ich spiele, ich stelle sie mir nur vor. Ich mag sie nicht einmal interpretieren, sonst komme ich an meine Fantasie nicht heran. Die springt nur an, wenn es um fremde Dinge geht. Am liebsten sind mir Arbeiten, bei denen sich der Regisseur und die Darsteller gegenseitig unheimlich wertschätzen und zueinander Vertrauen haben und nicht alles vorher durchquatschen, sondern wo man sich über Metaphern verständigt und mir der Regisseur einfach eine Plattform gibt, auf der ich etwas machen kann: Zwei Requisiten, ein Kostüm, und eine Bemerkung - das reicht. Der Rest ist Fantasie. Sie haben einmal gesagt, dass Sie sich vor der Kamera wie ein Laie vorkommen. Was empfinden Sie jetzt nach den rund 60 Filmen, in denen Sie mitgewirkt haben? Na, wie ein Laie fühle ich mich nun nicht mehr, aber doch wie am Anfang, und noch nicht da angekommen, wo ich hin möchte. Was wäre denn eines Ihrer Ziele als Schauspielerin? Ich möchte nicht nur die Expertin für Abgründe sein, sondern auch andere Figuren darstellen. Etwas Komisches, klar, aber auch so Rollen, wie sie Tilda Swinton oder Isabelle Huppert spielen. Nicht nur Frauen, die gerade einen Verlust erlitten haben oder jemanden umbringen wollen oder gefoltert werden, sondern vielleicht auch Ken-Loach-Rollen. Oder Rollen, in denen man mich nicht erwartet - bei James Bond zum Beispiel. Ich bin auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. Aber Filmbesetzungen funktionieren leider meistens nach Schema F: Wenn man einmal eine Figur richtig gut gespielt hat, kriegt man danach lauter ähnliche Angebote. Sie unterstützen durch Auftritte den gemeinnützigen Verein "Rote Nasen", der mit Clownsauftritten vor allem in Krankenhäusern den Patienten zu helfen versucht? Ja, die Roten Nasen sind ganz toll, weil sie diesen alten Spruch "Lachen ist die beste Medizin" ernst nehmen. Er stimmt, und wie! Ich habe es selbst erlebt. Ich unterstütze sie nicht nur auf dem Papier, sondern ich mache auch Krankenhausvisiten mit. Sie arbeiten in Heimen für alte, demenzkranke Menschen oder, wo ich hauptsächlich hospitiere, auf der Kardiologie. Dort, wo Kinder meist lange auf ein Herz warten, begleitet von ihren Eltern, die durch diese Situation zu Mitpatienten werden. Seitdem ich da ein paar Mal war und gesehen habe, wie furchtbar zermürbend das für alle Beteiligten ist, bin ich auch Organspender geworden. Wie kamen Sie zu diesem Engagement für kranke Menschen? Die Roten Nasen um Paul Kustermann, den Hauptclown, haben mich einfach gefragt. Man macht diese Krankenhausbesuche mit ganz wenigen Requisiten. Wir singen auch und musizieren und bringen einfaches Spielzeug mit. Vorher schminken wir uns ein bisschen, setzen rote Nasen auf und haben eine Art Künstlernamen, damit die Kinder uns ansprechen können. Und was ist Ihr Künstlername? Lulu! Weiß ja keiner, was dahintersteckt. Ich gehe entweder als Ärzteclown, dann habe ich zu einem weißen Kittel ein Stethoskop oder ein viel zu großes Fieberthermometer mit, oder ich gehe als Allgemeinclown. Das überlege ich mir, wenn ich mir anschaue, wie viele Kinder da sind, wie es ihnen geht und welche Krankheiten sie haben. Was sich an Spannungen bei den kranken Kindern und Eltern löst, hätte ich vorher nicht für möglich gehalten. Ich hatte vor meinem ersten Auftritt ziemliches Lampenfieber, war dann aber von der Freude, die es allen gemacht hat, überwältigt. Auch die Eltern, die manchmal wochenlang nicht mehr gelacht und nur geweint haben, fingen plötzlich an, mit uns Luftfußball zu spielen und herumzualbern ... und sich einmal zu entspannen. Welche beruflichen Projekte haben Sie in nächster Zeit? Die sind noch nicht spruchreif. Es gibt Pläne, aber über ungelegte Eier spricht man nicht. Was machen Sie bis dahin? Ich lebe. Und dann bereite ich vor allen Dingen das neue Jahr vor, lese Drehbücher, Stücke, entwerfe Pläne, schmeiße sie um, treffe mich mit Leuten, reise herum. Macht Sie diese unbestimmte Situation nervös? Ich müsste lügen, wenn ich jetzt sagen würde, dass es mich nicht nervös macht. Dieses ständige Freelancen ist schon manchmal wahnsinnig unangenehm, weil mir niemand versprechen kann, dass ich jedes Jahr genug verdiene, um für mich und meine Kinder die Brötchen zu kaufen. Andererseits kann ich es mir nicht vorstellen, irgendwo fest zu sein. Das entspricht nicht meinem Naturell. Aber diese Situation ist auch total aufregend und schön, und den Preis, dass sie mich manchmal beunruhigt, muss ich halt zahlen. ------------------------------ Susanne Lothar In Hamburg wurde Susanne Lothar 1960 geboren. Ihre Eltern Ingrid Andrée und Hanns Lothar waren Schauspieler. Bereits nach drei Semestern Schauspielstudium wurde Lothar Elevin am Hamburger Thalia-Theater. Legendär wurde ihre Gestaltung von Frank Wedekinds Lulu in der Regie von Peter Zadek 1988: An die vier Stunden steht sie zumeist nackt auf der Bühne des Hamburger Schauspielhauses. Seit Beginn der Neunzigerjahre ist Lothar auch verstärkt in Kino- und Fernsehfilmen zu sehen. Ulrich Mühe lernt sie bei den Salzburger Festspielen 1990 kennen. Sie heiraten und bekommen zwei Kinder. Mühe stirbt 2007 mit 54 Jahren an Krebs. 2006 prozessiert er bis zu ihrem Tod gegen seine Exfrau Jenny Gröllmann, der er vorwirft, ihn für die Stasi ausspioniert zu haben. "Nemesis" ist der letzte Film von Ulrich Mühe. In diesem Psychothriller spielt er mit Susanne Lothar ein Ehepaar in einer existenziellen Krise, die bis zum Mord reicht. Der Film wurde 2008 fertiggestellt, kam jedoch bis heute nicht ins Kino. Erstmals öffentlich gezeigt wurde er 2010 bei den Hofer Filmtagen. ------------------------------ Zitat: Es spielte für die Arbeit nie eine Rolle, dass Uli und ich verheiratet waren. Da war nichts Merkwürdiges, Peinliches oder Doppelbödiges.

Anzeige
Interaktiv
Meistgeklickte Fotostrecken
Meistgeklickte Artikel
Ein Lufthansa-Jet landet in Tegel. Zurzeit steuern Flugzeuge mit dem Kranich-Emblem von dort aus acht Ziele an – vom 3. Juni an werden es 38 sein. Die Zahl der stationierten Flugzeuge steigt von 10 auf 15.
Nach dem Berliner Flughafendebakel 
Ermittlungen im Fall Nicky Miller 
Hertha-Präsident Werner Gegenbauer (re.) und Anwalt Christoph Schickhardt.
Relegation Bundesliga 2012 
Facebook
Berliner-Zeitung.de auf Facebook
Aktuelle Videos
Weblogs
Die Blogs der Berliner Zeitung.

Anekdoten aus dem Hauptstädter-Alltag, Antworten auf Beziehungsfragen und Pop-Expertisen. mehr...

Anzeige